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Spinat zweimal erwärmen? - Darauf sollten Sie achten

Klingt nach einer alten Regel: Spinat nicht zweimal erwärmen! Aber gilt das auch heute noch bzw. was muss beachtet werden?

Entfernen Sie die Blattrippen.
Entfernen Sie die Blattrippen.

Spinat - das sollten Sie wissen

  • Spinat enthält viel Nitrat. Wenn Sie nun gekochten Spinat länger, beispielsweise mehrere Stunden oder sogar über Nacht stehen lassen, dann können sich nicht nur schädliche Bakterien vermehren, sondern auch solche, die dieses Nitrat in Nitrit verwandeln, das gesundheitsschädlich ist (Krebsgefahr im Magen durch Bildung von Nitrosaminen bzw. Reaktion mit Hämoglobin, das dann für den Sauerstofftransport im Blut ausfällt - eine besondere Gefahr für Säuglinge).
  • Die Vermehrung dieser schädlichen Mikroorganismen ist zeit- und temperaturabhängig: Je länger Spinat aufgehoben wird und je wärmer dies passiert, desto besser vermehren sich diese.

Spinat also zweimal erwärmen? - Im Prinzip ja!

"Spinat nicht zweimal erwärmen!" ist also unter bestimmten Bedingungen kein unbedingtes Dogma, sondern lediglich eine gesundheitliche Vorsichtsmaßnahme.

  • Erwärmen Sie Spinatreste nicht zweimal als Babynahrung sondern nur für Erwachsene.
  • Kommen Sie der Vermehrung schädlicher Bakterien zuvor: Halten Sie Spinatreste nicht warm, sondern kühlen Sie diese so schnell wie möglich ab, beispielsweise, indem Sie diese sofort in den Kühlschrank stellen. Auch im Kühlschrank sollten Sie Spinatreste nicht lange aufheben, sondern bald verzehren. Erhitzen Sie das Gemüse dann vor dem Verzehr gut durch. 
  • Auch ein (schnelles) Einfrieren von Spinatresten und sofortiges Erhitzen ohne langes Auftauen ist durchaus möglich.
  • Reduzieren Sie schon bei der ersten Zubereitung die Menge an Nitrat im Spinat. Wählen Sie, wenn immer möglich, Bio-Spinat, der nachweislich weniger Nitrat enthält als konventionelle Ware.
  • Schneiden Sie dickere Blattrippen heraus, denn diese enthalten die größten Nitratmengen.
  • Gießen Sie das Kochwasser nach dem Blanchieren weg, es enthält auch einen Teil des im Spinat vorhandenen Nitrats. Verwenden Sie es nicht für die abschließende Zubereitung des Gemüses.
  • Und nicht zuletzt können Sie mit Vitamin C die Bildung der schädlichen Nitrosamine im Magen verhindern. Trinken Sie also ein Glas Orangensaft zur Spinatmahlzeit oder servieren Sie einen Obstsalat als Nachtisch. 
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