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Spielerisch lernen - pädagogisches Spielzeug für Kita-Kinder

Spielen heißt lernen: Das gilt in besonderem Maße für Vorschulkinder. Doch welches Spielzeug ist für Kinder in diesem Alter wirklich geeignet? Hier zählen vor allem die Qualität und die Vielseitigkeit.

Puzzeln macht Spaß, fördert die Konzentration und das räumliche Denken.
Puzzeln macht Spaß, fördert die Konzentration und das räumliche Denken.

Kinder lernen nicht nur spielend leicht, sondern spielerisch: Sie eignen sich die wichtigsten Dinge, die sie wissen müssen, durch ihr Spiel an. Dabei ist es wichtig, dass das Kind selbst zum Tun angeregt wird und sich, wenn möglich, auch selbst kontrollieren kann. 

Pädagogisches Spielzeug mit Selbstkontrolle: Puzzle

Kinder im Kita-Alter, also zwischen drei und sechs Jahren, sind schon recht selbstständig und lieben es, auch einmal ohne Aufsicht zu spielen. Sie mögen Spiele, mit denen sie sich ganz alleine beschäftigen können, weil sie selbsterklärend sind.

  • Puzzle sind eine tolle Möglichkeit für Kinder, ihre Konzentration und ihre räumliche beziehungsweise visuelle Wahrnehmung zu trainieren. Dabei ist es wichtig, dass sich das Kind nicht überfordert fühlt.
  • Neben der Anzahl der Puzzleteile gibt es noch weitere Kriterien, anhand derer sich Kinderpuzzle unterscheiden. Gerade für jüngere Kinder sind klar strukturierte Motive wichtig, um eine Reizüberflutung zu vermeiden.
  • Bei einigen Puzzles sind die Formen auf einer Pappe vorgestanzt. Gerade für kleine Kinder oder solche, die schnelle Erfolgserlebnisse brauchen, sind solche Puzzle eine gute Wahl.
  • Vorschulkinder können 100 bis 150 Teile puzzeln. Für vier- bis fünfjährige Kinder reichen 30 bis 80 Puzzleteile und für noch jüngere Kinder 10 bis 20 Teile.

Kreativität und Spiel

  • Pädagogisch sinnvolles Spielzeug muss weder teuer noch aufwendig sein - Papier, Stifte und eine Schere reichen, um kleine Kunstwerke entstehen zu lassen.
  • Durch selbst gemalte Bilder oder Basteleien lernt ein Kind, sich und seine Gefühle auszudrücken. Außerdem ist das Malen wichtig für die Feinmotorik und die richtige Stifthaltung.
  • Für das Kind ist das kreative Gestalten ein Spiel wie jedes andere. Wichtig ist, dass es frei mit den angebotenen Materialien experimentieren kann. Dabei lernt es die Farben kennen und setzt sich außerdem mit der Beschaffenheit vieler Dinge auseinander: Pappe ist dicker als Papier, wenn man ein Papier faltet, können tolle Kunstwerke entstehen, nicht jeder Kleber klebt gleich gut und so weiter.

Gesellschaftsspiele fördern das Regelverständnis 

  • Spiele wie "Mensch ärgere dich nicht" oder "Memory" werden nach bestimmten Regeln gespielt. Diese müssen eingehalten werden. Für Kinder bedeutet das eine große Herausforderung, aber sie lernen auch eine Menge.
  • Zusätzlich lernen Kinder durch Gesellschaftsspiele, sich zu konzentrieren und abzuwarten, bis sie an der Reihe sind. Jedes Spiel hat zudem weitere Förderschwerpunkte wie beispielsweise die Merkfähigkeit, das Zahlen- oder Mengenverständnis, die Erweiterung des Wortschatzes und so weiter.
  • Gewinnen ist einfach und macht Spaß, verlieren nicht so sehr. Doch auch mit diesen negativen Gefühlen muss ein Kind umgehen lernen, denn in einer Gemeinschaft muss es auch einmal zurückstehen können.
  • Ihr Kind schmeißt aus Wut das ganze Spiel vom Tisch? Ein völlig normales Verhalten bei Kindern im Vorschulalter, die erst lernen müssen, mit Frust und negativen Erlebnissen umzugehen. Planen Sie öfter mal einen Spielabend mit der Familie, Ihr Kind wird sich nach und nach daran gewöhnen, nicht immer gewinnen zu können.

Es geht auch ganz ohne Spielzeug

  • Bei der Auswahl des Spielzeugs kommt es nicht auf den Preis oder die Menge an. In vielen Kulturen haben Kinder kaum Spielzeug und beschäftigen sich nur damit, was sie in der Natur finden.
  • Gegen Puppen, Playmobil und Co. ist nichts einzuwenden, aber Kindern sollte auch Spielmaterial zur Verfügung stehen, welches sich individuell verwenden lässt. Aus Kissen, Decken und einem Tisch können Höhlen gebaut, mit Wasser und Sand tolle Kuchen gebacken und Burgen gebaut werden.

Spielzeug für Vorschulkinder sollte also altersgerecht, vielseitig und möglichst selbsterklärend sein.

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