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Spekulationssteuer bei Immobilienverkauf in der Steuererklärung richtig angeben

Wenn Sie Ihre Immobilie verkaufen wollen, dann müssen Sie auf der Hut sein. Denn das Finanzamt könnte Sie kurzerhand als Spekulanten abstempeln und dann Steuern von Ihnen verlangen. Wie Sie eine Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf in der Steuererklärung richtig angeben oder am besten ganz umgehen, lesen Sie hier.

Sparen Sie Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf durch vorzeitige Maßnahmen.
Sparen Sie Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf durch vorzeitige Maßnahmen.

So sparen Sie beim Finanzamt Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf 

Sie haben die Wahl zwischen dem Ausharren und noch nicht Verkaufen oder dem Steuernzahlen. Natürlich bereiten Ihnen als Immobilienbesitzer beide Alternativen Bauchschmerzen. Denn die deutsche Bundesregierung verlangt mit dem Steuerentlastungsgesetz beim Immobilienverkauf eine Spekulationesfrist von zehn Jahren oder aber Spekulationssteuer.

  • Natürlich ärgern Sie sich als Vermieter über diese sehr lange Frist. Viele Eigenheimbesitzer wissen nicht, dass Sie beim vorzeitigen Verkauf ihres Eigenheimes zum Beispiel die Quittung für eine steuerliche Abschreibung eines Arbeitszimmers bekommen.
  • Falls Sie Ihr Haus innerhalb der Familie an jemanden anders übertragen haben, dann kennen die Beamten auch kein Pardon. Auch wenn dafür Geld geflossen ist, vielleicht ein Minibetrag, und dann das Haus noch weniger als zehn Jahre im Familienbesitz war, dann fordert der deutsche Fiskus Einkommensteuer auf Ihren Verkaufserlös. Natürlich muss sich dieser ermitteln lassen. 
  • Wenn Sie Spekulationsgewinne aus eventuellen Termin-, Wertpapier-  und Grundstücksgeschäften pro Jahr von mehr als 1.000 Euro erzielen, dann bitten Sie die Beamten bereits zur Kasse. Leider ist die Freigrenze hier schnell erreicht.
  • Sobald Sie die Finanzamtforderung erhalten, können Sie daran nichts mehr ändern. Der jeweilige Notar ist verpflichtet, Ihr Finanzamt über einen Kauf oder Verkauf zu informieren. Er muss dem Amt eine Kopie Ihres Vertrags übersenden. Leider führt am Notar kein Weg vorbei, erst durch ihn wird Ihr Immobiliengeschäft wirksam.
  • Steuerfrei kommen Sie dann davon, wenn Sie Ihre Immobilie von Anfang an oder zumindest im Verkaufsjahr sowie in den beiden Vorjahren selber nutzen, also darin wohnen oder Ihre Kinder, für die Sie noch Kindergeld bekommen, darin mietfrei wohnen. 
  • Wenn Sie als Eigentümer Ihre Immobilie bewohnen und gleichzeitig dort arbeiten, dann muss der Kaufvertrag zehn Jahre zurückliegen, ansonsten berechnet das Finanzamt für den beruflich genutzten Gebäudeteil den steuerpflichtigen Gewinnanteil beim Verkauf. Wandeln Sie es deshalb rechtzeitig in Wohnraum um. Dann ist der ganze Hausverkauf steuerfrei. Es reicht aus, das Büro mehr als zehn Prozent privat zu nutzen statt beruflich. 
  • Berücksichtigen Sie bei einer Schenkung, dass diese steuerfrei ist, wenn keine Verpflichtungen und Geldleistung damit verbunden sind. Aber die Schenkung bringt manchmal auch Nachteile. Nämlich dann, wenn durch eine (teil)entgeltliche Übertragung ein Anspruch auf eine Eigenheimzulage höher sein könnte als die Spekulationsteuer. Wägen Sie hier ab.
  • Falls Sie Erbe eines Hauses sind, könnten Sie als Gesamtrechtsnachfolger steuerpflichtig werden, da Sie sich den Vorbesitz des verstorbenen Erblassers zurechnen lassen müssten. Hier bleiben Sie dann steuerfrei beim Verkauf des Objektes, wenn der Verstorbene es vor mehr als zehn Jahren gekauft hatte. Hier sollten Sie im Veräußerungsjahr und auch in den beiden Jahren davor die Immobilie selber bewohnt haben.

Wenn Sie die obengenannten Bedingungen beim Immobilienverkauf beachten, können Sie die Spekulationssteuer einsparen. 

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