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Speicherformate für eine DSLR-Kamera

Mit der Spiegelreflexkamera lassen sich perfekte Fotos schießen - zumindest, wenn Sie über fotografisches Grundwissen verfügen. Entscheidend sind Motiv, Arrangement, Licht und Schatten, Farbstufen und, und, und. Bei digitalen Modellen kommt noch ein Punkt hinzu: das Format. Auch über die Auswahl der Speicherformate sollten Sie dementsprechend im Bilde sein.

Die meisten DSLRs sind mit einer Auswahl für mehrere Bildformate ausgestattet.
Die meisten DSLRs sind mit einer Auswahl für mehrere Bildformate ausgestattet.

Speicherformate bestimmten mit über die Bildwirkung

Die digitale Fotografie hat Ihnen die Türen zu einer ganzen Palette neuer Werkzeuge geöffnet. Zum einen durch die Möglichkeiten in der Bildbearbeitung. Andererseits aber auch durch unzählige Speicherformate, die großen Einfluss auf die Wirksamkeit des Fotos nehmen. Dasselbe Bild muss sich in den verschiedenen Formaten nicht einmal ähnlich sehen. Um Fotos nach Ihren Ansprüchen zu erhalten, spielt für digitale Kameras und Spiegelreflexkameras daher schon die Wahl des Speicherformats eine gewaltige Rolle. Digitalkameras niederer Preisklasse lassen mit dem Speicherformat leider nicht verhandeln. Über verschiedene Software können Sie das ein bestehendes Format am PC zumindest in ein anderes umwandeln. Digitale Spiegelreflexkameras bieten dagegen aus sich heraus mehrere Formate an, die sich noch vorm Fotografieren einstellen lassen.

Bildformate JPG, TIF und RAW auf der DSLR

Digitale Spiegelreflexkamera stellen in der Regel drei verschiedene Speicherformate für Bilder zur Verfügung: JPG/JPEG, TIF/TIFF und RAW.

  • JPG/JPEG (Joints Photographic Experts Group) gibt es schon seit Beginn der 90er Jahre. Bis heute handelt es sich um das am häufigsten verwandte Speicherformat für Bilder. Tatsächlich fallen aber mehre Formate unter den Begriff. Die Bezeichnung beschreibt lediglich eine Norm zur Komprimierung digitalisierter Standbilder. Das häufigste JPG/JPEG Speicherformat zu dieser normierten Kompression ist mittlerweile JFIF.
  • TIF/TIFF (Tagged Image File Format) gilt als Standard für digitale Bilder hoher Qualität und wird vor allem in der Drucktechnik verwendet. Das Format arbeitet mit dem von Druckbetrieben genutzten CMYK-Farbmodell. Die Größe in diesem Format gespeicherter Daten übersteigt die komprimierte Größe von JPG/JPEG-Bildern aber um ein Vielfaches.
  • Unter den Begriff RAW fasst man die Rohdaten einer digitalen Kamera zusammen, ist sozusagen also das digitale Negativ. Die Rohdaten erfasst beim Fotografieren der Sensor. Sie werden von der Kamera ausgelesen und vom Analog-Digital-Wandler digitalisiert. Das RAW-Format ist das ursprünglichste Bildformat und lässt sich am PC durch unterschiedliche Software auslesen. Sie können nehmen dabei durch die Wahl von Software und Ausleseprozess Einfluss auf das Endergebnis.

Zum Online-Gebrauch tut es JPG

Da das Format Wirkung und späteres Aussehen Ihrer Fotos beeinflusst, stellen Sie es immer mit Bedacht ein.

  • Wie erwähnt lassen sich RAW-Daten am PC über Software, wie Photoshop, ideal nach Ihren Vorstellungen beeinflussen. Diese vollständig freie Bearbeitung der Rohdaten über Photoshop-Parameter, wie Ebenen, ist mit keinem der beiden anderen Bildformate möglich. Sie können im Zuge dessen auch die Konvertierung zu TIFF oder JPG veranlassen - je nachdem, zu welchem Zweck das aufgenommene Bild verwendet werden soll. So lassen sich beispielsweise verlustfreie 16-Bit-TIFF-Daten für den Druck speichern, was auf anderem Wege kaum zu schaffen ist.
  • Nachteilig an RAW-Daten ist ihre Größe. Es handelt sich in der Regel um 12-Bit-Daten zu 4096 Intensitätsstufen je Pixel und etwa zehn MB. Dieser Nachteil trifft mit 20 MB in noch größerem Maß für das TIFF-Format zu. Durch seinen Komprimierungsstandard bietet das JPEG-Format mit 8-Bit-Daten zu etwa sechs Megabyte die platzsparendste Größe. Diese Größe kann vor allem für den Online-Gebrauch entscheidend sein. Zum einen laden kleinere Dateien deutlich schneller. Zum anderen ist auf eigenen Websites teilweise kein unbegrenzter Speicherplatz vorhanden.
  • Qualitativ ist das großformatige TIFF das hochwertigste Speicherformat und kann daher für wertvolle Aufnahmen ausgewählt werden. Sämtliche Fotos sollten Sie aber nicht als TIFF speichern, da die Speicherkarte Ihrer Spiegelreflexkamera sonst in kürzester Zeit voll ist.

Jedes der Bildformate hat daher seine Berechtigung. Stellen Sie nach Bedarf immer wieder um. Für hochwertige Druckbilder wählen Sie TIFF. Zur freien Verarbeitung der Bilddaten fotografieren Sie in RAW. Für den Online-Gebrauch tut es das JPG-Format allemal. Die meisten DSLRs lassen bei JPG-Format übrigens eine weitere Spezifizierung zu. Sie können die Auflösung hoch stellen und ebenso Einfluss auf die Komprimierungsart nehmen. Trotzdem Achtung bei Bildern zur Weiterverarbeitung: Für schöne Ergebnisse sollten Sie mindestens einen TIF-Abzug der JPG verwenden oder, wie vorhin empfohlen, vorher das RAW-Format einstellen.

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