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Sparen für ein Haus - so gelingt's

Der Traum von den eigenen vier Wänden lässt sich am sichersten realisieren, wenn Sie für Ihr Haus frühzeitig sparen. Eigenkapital ist der Türöffner für die Bankfinanzierung. Mit der richtigen Strategie setzen Sie sich klare Ziele.

Ersparte Zinsen sind wie Eigenkapital.
Ersparte Zinsen sind wie Eigenkapital.
  • Am Anfang sollte eine Bestandsaufnahme Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse stehen. Klären Sie Ihre Einnahmen- und Ausgabensituation. Im Ergebnis wissen Sie, welcher Betrag verfügbar ist, den Sie zum Sparen erübrigen können.
  • Seien Sie realistisch und setzen Sie Ihre Ausgaben so an, wie Sie tatsächlich anfallen. Lassen Sie nichts weg, das Sie vielleicht für unerheblich halten.
  • Gegebenenfalls sollten Sie bereit sein, einen Ausgabenposten so weit zu reduzieren, dass Ihre Sparrate erhöht werden kann. Setzen Sie Prioritäten. Verzichten Sie lieber auf den wöchentlichen Kinobesuch und verwenden das Geld zum Sparen für Ihr Haus.

Nur konsequentes Sparen führt zum Ziel

  • Wenn Sie Ihren monatlich verfügbaren Sparbetrag ermittelt haben, müssen Sie konsequent sein. Dieser Betrag muss dann auch wirklich jeden Monat für den Sparzweck verwendet werden. So gewöhnen Sie sich schnell an dieses Ziel.
  • Sie müssen wissen, dass die Banken für die Bewilligung eines Immobiliendarlehens regelmäßig einen gewissen Betrag an Eigenkapital voraussetzen. Dieser liegt erfahrungsgemäß bei etwa 20 % der Finanzierungskosten. Eine 100-%-Finanzierung wird allenfalls bei hohen und absolut gesicherten Einkommensverhältnissen gewährt. Außerdem führt sie zu einer weitaus höheren Zinsbelastung.
  • Eigenkapital hingegen verringert Ihre finanzielle Belastung erheblich. Jeder Euro, den Sie nicht für die Zinszahlung aufbringen müssen, ist zusätzlich verdientes Geld. Zusätzlich erhalten Sie einen besseren Zinssatz, da die Zinssätze mit der Höhe der Beleihung steigen.
  • Überlegen Sie, wie Sie Ihr Spargeld anlegen. Nutzen Sie die staatlichen Förderleistungen. Die Eigenheimzulage ist leider gestrichen worden. Sie können, insbesondere wenn Sie Kinder haben oder planen, einen Wohn-Riester-Vertrag abschließen, mit dem Sie die durchaus attraktiven staatlichen Zulagen nutzen können.
  • Wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber Weihnachtsgeld erhalten, empfiehlt es sich, zumindest einen Teil der Vergütung zum Sparen für Ihr Haus abzustellen.
  • Erstellen Sie eine Einkommensteuererklärung, wenn Sie hohe Ausgaben - wie Werbungskosten oder außergewöhnliche Belastungen - haben, und holen Sie sich Ihre Einkommensteuern vom Finanzamt zurück. Auch diesen Geldrückfluss können Sie zum Sparen für Ihr Haus einsetzen.

Begeistern Sie Ihre Eltern für Ihr Haus

  • Fragen Sie Eltern oder Schwiegereltern, inwieweit - vielleicht im Hinblick auf Ihr Erbteil - eine finanzielle Unterstützung möglich ist. Bieten Sie an, Ihre Immobilie so zu planen, dass die Eltern oder ein Elternteil mit einziehen können und im Alter versorgt sind und gepflegt werden können.
  • Überlegen Sie, welche Eigenleistungen Sie beim Hausbau selbst erbringen können, sodass Sie den Handwerkerlohn sparen.
  • Haben Sie Geduld. Erwarten Sie nicht, dass Sie binnen weniger Monate so viel Eigenkapital ansparen könnten, dass Sie mit dem Bau oder Kauf einer Immobilie starten können.
  • Ihr gespartes Kapital bringt selbst wiederum Zinsen und die Zinsen führen zu einem Zinseszinseffekt.
  • Spekulieren Sie nicht mit Ihrem Geld in der Hoffnung, Ihren Kapitalstock noch schneller erhöhen zu können. Die Hoffnung ist trügerisch. Sie kann zwar durchaus erfolgreich sein, Sie dürfen aber Ihr Sparziel keinesfalls einem Risiko aussetzen.
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