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Spam-Mail von eigener Adresse - was tun?

Was tun, wenn Spam-Mail von eigener E-Mail-Adresse auftaucht? Sie brauchen deshalb nicht in Panik zu verfallen. Das Senden von Spam von der eigenen Adresse bedeutet nicht zwingend, dass Ihr Rechner mit Malware infiziert ist oder das Problem bei Ihnen als Absender liegt.

Spam-Filter zum Aussortieren von Spam-Mails verwenden
Spam-Filter zum Aussortieren von Spam-Mails verwenden

Spam gehört leider zum Alltag im Internet. Täglich werden zum Glück nur die dafür vorgesehenen Ordner mit teilweise Hunderten Junk-Mails gefüllt. Anbieter wie Yahoo oder Hotmail filtern einen Großteil der ankommenden Post aus und verhindern die Ablage im normalen Posteingang. Doch gelingt das längst nicht in jedem Fall. Ab und an landen sogar Junk-Mails von der eigenen Adresse im Postfach.

Spam von eigener E-Mail-Adresse

  • Es kommt immer wieder vor, dass Mailing Accounts als Absender für Spam missbraucht werden. Ein Absender kann grundsätzlich sehr einfach gefälscht werden. Sie können das sogar selbst machen. Aufgrund des veralteten SMTP-Standards für die Versendeprotokolle von E-Mails ist das leider möglich.
  • So reicht es beispielsweise aus, wenn Sie einen falschen Absender bei einem Client wie Outlook oder Thunderbird angeben. Sie können das selbst ausprobieren. Senden Sie sich mit einer willkürlich generierten Adresse einfach ein paar Worte zu. 
  • Normalerweise besteht kaum Gefahr, dass man Ihren Account oder Ihre Website sperrt. Der Mailing-Anbieter sollte eigentlich sicher erkennen, dass Spammer die Adresse gefälscht haben. Eine Beschwerde eines Betroffenen hat so keine Folgen für Sie.
  • Haben Sie eine Website mit öffentlich zugänglichen Kontaktmöglichkeiten, die Spammer zum Versenden missbrauchen, ist es auch in diesem Fall unwahrscheinlich, dass Sie mit einer Websitesperre rechnen müssen. Achtung: Das sieht allerdings anders aus, wenn in der Spam-Mail Ihre Website beworben wurde. 

Was können Sie dagegen tun?

Kurz und einfach gesagt: So gut wie nichts! Es ist eine kaum beeinflussbare Realität, dass Absenderdaten in beliebiger Weise gefälscht werden können. Ebenso benutzen Spammer zudem meist Bot-Nets. Das wiederum macht es schwierig, sie zur Rechenschaft zu ziehen.

  • Die einfachste Lösung ist, derartige Junk-Mails mit eigener Adresse über einen Spamfilter zu filtern. Dann bleibt nur abzuwarten, bis der ganze Spuk wieder vorbei ist.
  • Als Webseitenbetreiber sollten Sie einen Hinweis auf der Website platzieren, dass momentan eine Junk-Attacke läuft und Sie nicht dafür verantwortlich sind.
  • Werden Sie als Unternehmer Opfer derartiger Attacken, haben Sie die Möglichkeit, gegen einen ausfindig gemachten Spammer Schadensersatzklage zu erheben.

Erfolgsversprechend ist das in jedem Fall, wenn der Verursacher in Deutschland sitzt. Ein auf Internet- und Wettbewerbsrecht spezialisierter Fachanwalt kann hier weiter beraten.

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