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Sozialversicherungspflichtig beschäftigt - was Sie als Arbeitnehmer beachten sollten

Wohl dem, der Arbeit hat. Wenn Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind und das optimal wirtschaftliche Ergebnis aus Ihrer Arbeit herausholen wollen, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Arbeitgeber korrekt arbeitet und Sie mit dem Finanzamt im Reinen sind.

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Arbeit bedeutet auch Verantwortung.
Arbeit bedeutet auch Verantwortung. © Gerd Altmann_AllSilhouettes.com / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Sozialversicherungsausweis

Als Arbeitnehmer sind Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Für Sie als Arbeitnehmer und für Ihren Arbeitgeber gelten einige Spielregeln.

Als Scheinselbständiger sind Sie sozialversicherungspflichtig

  • Achten Sie darauf, dass Ihnen Ihr Arbeitgeber einen schriftlichen Arbeitsvertrag in die Hand gibt. Er sollte alle wichtigen Vereinbarungen beinhalten, die Ihr Arbeitsverhältnis betreffen.
  • Überprüfen Sie, ob Sie nicht als Scheinselbständiger gelten und tatsächlich sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. Scheinselbständig sind Sie dann, wenn Sie nur für einen einzigen Auftraggeber arbeiten und sich an dessen Weisungen zeitlich und örtlich orientieren müssen.
  • Da Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, benötigen Sie einen Sozialversicherungsausweis. Sie erhalten diesen bei Ihrer Krankenkasse.
  • Ferner benötigen Sie eine Rentenversicherungsnummer, die Sie bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger beantragen oder Ihrem Arbeitgeber mitteilen lassen.
  • Auch sind Sie verpflichtet, sich krankenzuversichern. Bis zur Pflichtversicherungsgrenze sind Sie gesetzlich versichert. Übersteigt Ihr Gehalt diese Grenze, können Sie sich auch privat krankenversichern.
  • Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge, unter anderem für die Krankenkasse und den Rentenversicherungsträger, von Ihrem Bruttolohn einzubehalten und abzuführen.
  • Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge, die andere Hälfte zahlen Sie. Das, was von Ihrem Bruttolohn dann übrig bleibt, wird Ihnen netto ausgezahlt.
  • Ihr Arbeitnehmer ist außerdem gesetzlich verpflichtet, aus Ihrem Bruttolohn die Lohnsteuer oder Einkommensteuer herauszurechnen und an das Finanzamt abzuführen.

Achten Sie darauf, wie Sie beschäftigt sind

  • Achten Sie darauf, dass Ihre persönlichen Merkmale, die früher auf Ihrer Lohnsteuerkarte in Papierform erfasst waren und nunmehr teils bereits elektronisch den Arbeitgeber übermittelt werden, nach wie vor Ihren persönlichen Verhältnissen entsprechen. Insbesondere sollte Ihre Lohnsteuerklasse richtig sein. Überprüfen Sie die Ihnen zustehenden Kinderfreibeträge. Haben Sie besonders hohe Werbungskosten, können Sie beim Finanzamt einen höheren Steuerfreibetrag beantragen.
  • Da Sie sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, sollten Sie eine Einkommensteuererklärung beim Finanzamt für das Vorjahr einreichen. Sie erhalten dann überzahlte Lohnsteuer zurückerstattet.
  • Prüfen Sie Ihre Lohnabrechnungen jeden Monat darauf hin, ob der Arbeitgeber alle Sozialversicherungsbeiträge tatsächlich abgeführt hat. Die vom Arbeitgeber nach Jahresablauf Ihnen erteilte Jahreslohnabrechnung ist Grundlage für Ihre Steuererklärung.

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