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Sozialpädagoge werden - diese Voraussetzungen sollten Sie mitbringen

Um Sozialpädagoge bzw. Sozialarbeiter zu werden, sollten Sie einige Voraussetzungen mitbringen, damit Sie für diesen Beruf geeignet sind. Und dazu gehört nicht nur das Fachabitur, das für das Studium der "Sozialen Arbeit" unbedingte Mindestvoraussetzung ist.

Sozialpädagogen kümmern sich um Randgruppen.
Sozialpädagogen kümmern sich um Randgruppen. © Anna-Lena Ramm / Pixelio

Wie Sie Sozialpädagoge werden

  • Um Sozialpädagoge zu werden, müssen Sie "Soziale Arbeit" an einer Fachhochschule in Deutschland studieren. Sie schließen den Ausbildungsgang mit dem Abschluss "Sozialarbeiter / Sozialpädagoge (BA)" ab.
  • Die meisten Fachhochschulen verlangen vor Beginn des Studiums bereits ein mehrmonatiges Praktikum in einem Bereich der sozialen Arbeit.
  • Während des Studiums gibt es einen sehr starken Bezug zur Praxis. In der Regel sind mehrere Praktika in Ämtern oder sozialen Institutionen abzuleisten.
  • Einige Fachhochschulen verlangen nach der Bachelor-Prüfung noch ein "Anerkennungsjahr", um die staatliche Anerkennung zu erlangen.

Welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten

Ein Sozialpädagoge ist weder ein Erzieher noch ein Psychologe. Am ehesten lässt sich die Arbeit noch mit dem Begriff "Sozialmanager" erklären. Sozialpädagogen spannen ein Hilfenetz für den Klienten, um ihn aufzufangen. Sie finden geeignete Hilfeangebote für Ihren Klienten oder helfen bei bestimmten Problembereichen auch selbst.

  • Sie sollten die persönlichen Voraussetzungen für diesen Beruf haben. Um sich um die Probleme anderer Menschen kümmern zu können, sollten Sie sich möglichst nicht auch noch um Ihre eigenen Probleme kümmern müssen. Weder ist das Studium der Sozialen Arbeit eine Selbsttherapie, noch sollten Sie die gleichen Probleme haben wie Ihre Klienten. Sie sollten psychisch gesund sein und über eine normal ausgeprägte soziale Kompetenz verfügen.
  • Damit Sie anderen Menschen ein Vorbild sein können - und Sie selbst als Person sind das wichtigste Werkzeug in der Arbeit - sollten Sie ein gewisses Maß Selbstbewusstsein und Reife mitbringen. Auch müssen Sie über eine gewisse psychische Stabilität verfügen. Es ist hilfreich, wenn Sie auch im Berufsleben bereits Erfahrungen gesammelt haben. Dies sind alles Voraussetzungen, um Ihre Klienten motivieren zu können, die von Ihnen angebotene Hilfe auch anzunehmen.
  • Soziale Arbeit hat viel mit Gesetzen und Recht zu tun. Hierfür sollten Sie ein gewisses Interesse mitbringen.
  • Wenn es Ihnen wichtig ist, mit Ihrem Beruf Geld zu verdienen, sollten Sie sich einen anderen Beruf wählen. Ein Sozialpädagoge verdient für einen Menschen mit Studienabschluss sehr wenig Geld. Im öffentlichen Dienst beginnen Sie zum Teil mit der Gehaltsgruppe S12, bei freien Anbietern ist die Vergütung noch geringer.

Was ein Sozialpädagoge macht

Ein Sozialpädagoge bzw. Sozialarbeiter hat einen extrem breiten Tätigkeitsbereich. Dadurch, dass durch das Studium ein Grundwissen in vielen verschiedenen Professionen erworben wird, ist das Spektrum der Arbeitsgebiete sehr groß.

  • Klassisches Arbeitsfeld der Sozialpädagogen ist zunächst die Arbeit mit gesellschaftlichen Randgruppen: Alkohol- und Drogenabhängige, Ausländer, Straffällige, Obdachlose, Behinderte usw.
  • Sozialpädagogen werden häufig als Vorgesetzte für Erzieher eingesetzt, z. B. als Leiter von Kindergärten oder als Wohngruppenleiter in Kinderheimen.
  • Ein weiteres Feld der Sozialarbeit ist die Erwachsenenbildung. Sozialpädagogen arbeiten hier als "Bildungsbegleiter" oder auch als Dozenten bei Bildungsträgern, z. B. auch bei den Kreisvolkshochschulen. Auch als Schuldnerberater sind Sozialpädagogen tätig.
  • Auch bei Sozial-, Gesundheits- und Jugendämtern sowie bei Jobcentern werden Sozialarbeiter beschäftigt.
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