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Soziales Kompetenztraining mit Kindern - so gelingt es

Soziales Kompetenztraining ist sehr notwendig und sollte in jeder Erziehung und in jeder Einrichtung gefördert werden. Teamfähigkeit spielt eine bedeutungsvolle Rolle. Kinder müssen lernen, mit anderen auszukommen, Konflikte sinnvoll zu lösen und selbst eigene Stärken und Schwächen zu kennen und zu akzeptieren.

Soziale Kompetenz ist ein wichtiger Lernprozess.
Soziale Kompetenz ist ein wichtiger Lernprozess. © adel / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Wolle
  • bunte Stifte
  • Tonpapier
  • weiße Blätter

So können Sie soziales Kompetenztraining durchführen

  • Sie können sich mit den Kindern zusammen in einen Stuhlkreis setzen und zunächst einmal über den Umgang miteinander und über Konflikte in der Gruppe sprechen.
  • Reden Sie mit den Kindern auch darüber, was besonders gut läuft und ihnen gefällt mit den Klassenkameraden oder Freunden. 
  • Die Wolle nutzen Sie als Verknüpfungsband. Sie beginnen ein soziales Kompetenztraining. "Mir gefällt besonders gut, dass es in dieser Woche keinen Streit mit körperlichen Angriffen gab. Nicht so gut finde ich, dass Anton immer ausgeschlossen wird beim Spielen." Dann behalten Sie einen kleinen Teil der Wolle und werfen den Rest einem anderen Kind zu.
  • Nun ist dieses Kind an der Reihe, zu reden. Nach und nach entsteht dann ein Spinnennetz, dieses Stück für Stück auseinander gefädelt werden muss.
  • Dafür müssen die Kinder zusammen agieren und Rücksicht auf andere nehmen.
  • Wenn die Wolle wieder in Ihren Händen ist, können Sie abschließend sagen, was häufig gesagt wurde und könnten zusammen mit den Kindern über Lösungsmöglichkeiten nachdenken.
  • Genauso können Sie anstatt des Spinnnetzes für ein soziales Kompetenztraining mit den Kindern ein großes Plakat gestalten. Auf diesem halten Sie schriftlich fest, was nicht so gut und was gut läuft. Es kann im Gruppenraum oder Klassenzimmer aufgehangen werden.

Weitere Spielmöglichkeiten für soziales Kompetenztraining

  • Ein soziales Kompetenztraining kann beim Nachspielen einer oder mehrerer Situationen trainiert und angeleitet werden.
  • Hierzu bereiten Sie im Vorfeld kleine Zettel vor auf denen Konfliktlösungen für verschiedene Situation stehen. Diese legen Sie zunächst einmal zur Seite.
  • Nun lassen Sie einige Kinder der Gruppe eine beliebige Situation nachspielen, in der es zu Streitigkeiten kommt. Auch eine Situation, bei der einer ausgeschlossen wird oder eine Situation, die gut läuft, kann nachgespielt werden im Kompetenztraining.
  • Schauen Sie erst einmal, wie die Kinder das untereinander regeln und versuchen zu spielen.
  • Dann besprechen Sie es zusammen mit der Gruppe.
  • Später können Sie die Zettel umgedreht ausbreiten. Die Kinder spielen eine von Ihnen vorgegebene Situation nach. Einer darf dann die Zettel umdrehen. Gemeinsam überlegen alle, welche Konfliktlösung der entsprechenden Situation am geeignetsten wäre.

Wichtig ist, dass Sie passend zu Ihrer Kindergruppe aktuelle Streitigkeiten, Regeln, den Umgang untereinander und so weiter im sozialen Kompetenztraining mit einbinden. Je gruppenspezifischer, umso besser. Alle Kinder werden sich in andere hineinversetzen können und der Gruppenzusammenhalt wird gestärkt.

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