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Sonnengleichnis - Informatives

Im Sonnengleichnis, welches auf den griechischen Philosophen Platon zurückzuführen ist, wird das Gute durch einen Vergleich mit der Sonne definiert.

Das Sonnengleichnis verstehen
Das Sonnengleichnis verstehen

Zum Autor des Sonnengleichnisses

Platon wurde 428/427 v. Chr. in Athen geboren. Er war der jüngste Sohn Aristons und griechischer Philosoph. Darüber hinaus stammt er aus einer reichen Familie. Seine beiden Brüder hießen Glaukon und Adeimentos. Daneben hatte er noch eine ältere Schwester Namens Atone. Als Platon etwa 20 Jahre alt war, wurde er Schüler seines Lehrers Sokrates. Nach Platons erster Sizilienreise 389/388 v. Chr. gab er Philosophieunterricht in Athen und gründete seine erste Schule. Das Sonnengleichnis ist eine der drei Erkenntnistheorien Platons und kommt im sechsten Buch seines Dialogs Politeia vor. Platon starb 348/347 v. Chr. in Athen.

Zusammenfassung des Sonnengleichnisses

  • Das Sonnengleichnis, welches ein sehr bekanntes Gleichnis aus der antiken Philosophie ist, wird von dem "platonischen" Sokrates erzählt, der hier lediglich als der Erzähler auftritt und eine literarisch gestaltete Figur ist. Somit darf der "platonische" Sokrates nicht als der Lehrer Platons angesehen werden!
  • Im Sonnengleichnis wird erklärt, dass der "Gesichtssinn", also das Sehen, im Gegensatz zu den anderen Sinnesorganen, wie das Hören oder Riechen, ein weiteres Element benötigt, um mit Objekten in Verbindung zu treten. 
  • Darüber hinaus vergleicht Platon im Sonnengleichnis das Gute mit der Sonne. So wie die Sonne als Ausgangspunkt des Sehens angesehen wird, so regiert in der Welt des Guten das Gute als Ursprung von Wissen und Weisheit. In diesem Zusammenhang meint Platon, dass Licht benötigt wird, um Dinge zu sehen. Das Licht wiederum ist ein Erzeugnis der Sonne und befähigt das Auge zu sehen. In diesem Kontext sieht der erzählende Sokrates in dem Gleichnis, das Licht als die Gabe des Sonnengottes Helios an. 
  • So wie sich die Sonne im Sichtbaren zum Sehen verhält, so besteht nach Platons Theorie ein Pendant zum Guten, das sich in der geistigen Sphäre zum Denken verhält.
  • Analog zu dem Gedanken, dass sich die Sehkraft erst dann völlig ausbreiten kann, wenn ein Gegenstand von Sonnenstrahlen beschienen wird, so erblickt die Seele die Realität, indem diese sich der Wahrheit und dem tatsächlich Sehendem zuwendet. 
  • Das Sonnengleichnis vermittelt, dass sowohl die Fähigkeit des Sehens, als auch das Licht sonnenartig, aber nicht mit der Sonne gleichzusetzen ist. Das Gute übersteigt beides und ermöglicht die Erkenntnis zur Wahrheit.
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