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Sonnenaufgangszeiten - warum ändern sie sich?

Im Winter ist es dunkel, im Sommer lange hell, aber warum ändern sich eigentlich die Sonnenaufgangszeiten? Das ist gar nicht so schwer zu verstehen, wenn Sie die Neigung der Erdachse berücksichtigen.

Die Sonnenaufgangszeiten verändern sich vom Sommer zum Winter.
Die Sonnenaufgangszeiten verändern sich vom Sommer zum Winter.

Die Sonnenaufgangszeiten in Sommer und Winter im Vergleich

Während im Sommer die Tage lang sind, sind sie im Winter sehr kurz.

  • Astronomisch betrachtet beginnt der Winter mit dem kürzesten Tag des Jahres. Das ist auf der Nordhalbkugel, der 21. Dezember.
  • Der Sommer dagegen beginnt am 21. Juni, der der längste Tag des Jahres ist. In Mitteleuropa, z. B. in Deutschland, geht die Sonne dann zum Beispiel erst gegen 22 Uhr unter.
  • Auf der Südhalbkugel ist dies genau anders herum. Dort verschieben sich die Sonnenaufgangszeiten umgekehrt. Es liegt dort also am 21. Dezember der längste Tag und Sommerbeginn vor. Der 21. Juni ist dagegen Winterbeginn.
  • An zwei Tagen des Jahres sind in allen Teilen der Welt die Sonnenaufgangszeiten gleich. Deshalb heißen diese beiden Tage Tag-und-Nacht-Gleiche, die den 21. März und den 23. September betrifft. In Mitteleuropa sind das die Tage des Frühlings- beziehungsweise Herbstbeginns.

Der Einfluss der Erdachse auf die Jahreszeiten

Der Sonnenstand bestimmt die Sonnenaufgangszeiten, und ist abhängig von der Erdachsenneigung.

  • Durch die Neigung der Erdachse fallen die Sonnenstrahlen über das Jahr verteilt in einem unterschiedlichen Winkel auf einen bestimmten Standort. Das liegt daran, dass die Erde um die Sonne kreist, während die Erdachse immer gleich geneigt bleibt. Somit verändert sich der Sonnenhöchststand. Im Winter steht die Sonne um die Mittagszeit daher tiefer am Himmel, als im Sommer.
  • Dieser Unterschied ist in der Äquatorgegend, beispielsweise auf den Malediven, am wenigsten auffällig. Dort bewegt sich der Höchststand der Sonne immer um den Zenit herum, also um den senkrechtesten Punkt vom Betrachter aus gesehen. Deshalb gibt es in den Tropen nicht so ausgeprägte Jahreszeiten, wie in Mitteleuropa.
  • Das bedeutet für den Äquator auch, dass sich die Uhrzeiten bei Sonnenaufgang beziehungsweise Sonnenuntergang fast gar nicht verändern. Im Gegenteil, sie bleiben über das Jahr hinweg nahezu gleich. Die Sonne geht außerdem schnell auf und unter, sodass es kaum Dämmerung gibt.
  • Den größten Gegensatz dazu bilden die sehr nördlichen beziehungsweise sehr südlichen Gegenden der Erde, zum Beispiel Nordskandinavien. Der Sonnenstand zwischen Sommer und Winter variiert hier sehr stark. Nördlich des Polarkreises bleibt es im Sommer für mehrere Tage bis Wochen vollständig hell. Im Winter dagegen gibt es für einige Tage oder Wochen gar keinen Sonnenaufgang. Gleiches gilt für die Südhalbkugel, nur umgekehrt.

Auswirkungen der verschiedenen Sonnenaufgangszeiten auf die Menschen

Die jeweilige Bevölkerung muss sich auf die Sonnenaufgangszeiten einstellen.

  • In den Tropen, wo die Sonnenaufgangszeiten über das Jahr hinweg wenig Veränderung erfahren, läuft jeder Tag wie der andere ab.
  • Ganz anders ist es in weit südlichen und weit nördlichen Gebieten, wie Nordnorwegen. Hier genießen die Menschen einen Sommer mit langen Tagen und kurzen Nächten, während der Winter dunkel ist. Für den Körper bedeutet dies eine starke Umstellung. Durch das fehlende Licht im Winter kann das Schlafen schwerfallen, da der Tagesrhythmus gestört wird.
  • Für Mitteleuropäer gibt es eine weniger stark ausgeprägte Umstellung, die am deutlichsten im Arbeitsalltag wird. Im Sommer verlässt man das Haus im Hellen und kehrt auch im Hellen heim. Im Dezember bekommt man morgens vor und abends nach der Arbeit keine Sonnenstrahlen mehr ab.

Die Veränderung der Sonnenaufgangszeiten und deren Auswirkungen lassen sich leicht nachvollziehen. Und sollte einmal Bedarf an einer ganz genauen Uhrzeit vorhanden seien, schauen Sie einfach in eine Tabelle nach, bei der Sie die Zeiten für jeden beliebigen Ort eingeben können.

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