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So werden Möbel zu Puppenhäusern

Sammeln Sie gerne Miniaturen, wissen aber nicht wohin damit? Wollen Ihre Kinder ein Puppenhaus und es ist aber kein Platz im Zimmer? Sicher können Sie ein normales Möbelstück zu einem Puppenhaus umfunktionieren.

Zur Not bekommen Sie ein Arbeitszimmer in einer Schublade.
Zur Not bekommen Sie ein Arbeitszimmer in einer Schublade.

Was Sie benötigen:

  • Leichtkarton 1 cm dick
  • Tapeten
  • Farbe
  • doppelseitige Klebeband
  • Drucker
  • Laminiergerät
  • Dünne Kabel für Puppenstubenbeleuchtung oder Eisenbahnen
  • Lüsterklemmen
  • Trafo oder Batteriekasten

Grundsätzliches zum Puppenhaus in Möbeln

Die Grundidee ist, dass ein Puppenhaus von außen nicht als solches erkennbar sein muss. Wichtig ist, dass es innen ein Haus ist, in dem die Puppen leben können.

  • Puppenhäuser nehmen viel Platz weg und bieten den kleinen Dingen, die sich darin befinden kaum Schutz vor Staub. Meist sind die Häuser auch recht empfindlich. Wenn Sie ein Möbelstück als Puppenhaus herrichten, können Sie diese oft noch zusätzlich nutzen, zum Beispiel als Fernsehschrank und alles ist ordentlich und sicher verstaut.
  • Es gibt kaum Möbel, die Sie nicht für den Zweck verwenden können. Ideal sind Glasvitrinen, weil Sie dann immer in das Haus sehen können, aber auch Schränke und Regale. Letztere sollten Sie aber mit Plexiglas verkleiden, um die Einrichtung vor Staub zu schützen.
  • Weniger geeignet sind Schubladen, weil diese meist nicht genügend Stehhöhe für Möbel und Puppen bieten. Sie brauchen etwa 25 bis 30 cm Höhe, wenn Sie ein Puppenhaus in 1 zu 12 bauen wollen. Wenn die Schubladen zu niedrig sind, können Sie evtl. nur jede Zweite nutzen und die Vorderseite von jeweils zwei Schubladen von innen verbinden. So sieht der Schrank von außen normal und ordentlich aus.

So werden Schränke zu Puppenhäusern

  1. Messen Sie innen, wie hoch der Bereich des Schrankes ist, in dem das Puppenhaus entstehen soll. Setzen Sie die vorhandenen Böden so ein, dass Fächer mit einer Höhe von etwa 30 cm entstehen. Wenn nicht genügend Böden vorhanden sind, setzen Sie zusätzlich Bretter in den Schrank ein.
  2. Überlegen Sie sich nun eine Raumaufteilung. Wohnzimmer, Esszimmer und Schlafzimmer sollten etwa 40 bis 50 cm breit sein, andere Räume können auch schmäler sein.
  3. Fertigen Sie aus Leichtkarton nach vorne offene Kästen an, die so tief sind, dass Sie etwa 1 cm vor der Rückwand des Schrankes enden und so hoch, dass Sie genau in das Fach passen. Die Breite richtet sich nach den Räumen, die Sie bauen wollen und nach der Breite des Schranks. Die Kästen sollen die gesamt Breite der Fächer ausfüllen, aber etwa 1 cm Platz zu den Schrankwänden haben.
  4. Bekleben Sie die Kästen von innen mit Tapete oder weißem Papier. Streichen Sie die Wände, wenn nötig  und die Decken. Suchen Sie im Internet Abbildungen von Kacheln und Holzböden. Drucken Sie diese aus. Laminieren Sie die Ausdrucke, in dem Sie jeweils zwei Drucke mit der Druckfläche nach außen aufeinanderlegen, bevor die die Blätter in die Folientaschen einlegen. So bekommen Sie einseitig mit Plastik beschichtete Bilder von Parkett- oder Kachelböden. Kleben Sie die Böden mit doppelseitigem Klebeband in die Kästen.
  5. Nun haben Sie Zimmer mit tapezierten oder gestrichenen Wänden und Fußböden. Wenn Sie auch Lampen anbringen wollen, können Sie leicht Löcher in die Decken stoßen und dort die Kabel von den Puppenstubenlampen durchziehen. Führen Sie die Kabel auf den Kästen nach hinten. Ähnlich können Sie auch Wandlampen montieren, nur dass Sie die Löcher in dem Fall in die Wand stoßen müssen.
  6. Setzen Sie nun die Kästen in den Schrank. Vermutlich werden Sie die Kabel noch verlängern müssen. Achten Sie dabei darauf, dass die Kabel alle nach unten geführt werden und dort gut erreichbar sein müssen. Diese sollen in einem Teil des Schranks enden, in dem kein Raum vorgesehen ist.
  7. Legen Sie einen Stromanschluss in diesen Bereich des Schranks, bzw., setzen Sie dort einen Kasten für Batterien oder Akkus hin. Fassen sie mit einer Lüsterklemme die Kabel, die von oben, kommen zusammen und verbinden Sie diese Klemme mit einem Kabel, das zur Stromquelle führt, Schließen Sie das Kabel an die Stromquelle an. Wenn Sie Puppenhäuser mit Batterien beleuchten wollen, sollten Sie noch Schalter zwischen den Kabeln und dem Anschluss an die Batterien anbringen.

Jetzt ist das Puppenhaus fertig und kann mit Möbeln und Puppen bestückt werden. Puppenhäuser, die Sie auf diese Art bauen, haben den Vorteil, dass Sie leicht ganze Räume austauschen können und das Möbelstück unbeschädigt bleibt, denn Sie stellen die Räume nur hinein.

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