So machen Sie Ihren PC schneller

Keine Angst vor neuer Technik - Sie können Ihren PC mühelos schneller machen. Keine Angst vor neuer Technik - Sie können Ihren PC mühelos schneller machen.
Sie gehören also auch zu den Menschen, die der Meinung sind, ihr PC könnte ein wenig schneller arbeiten. Als er noch neu war, lief alles irgendwie flüssiger, nicht wahr? Die Fenster öffneten sich schneller und ebenso die Anwendungen. Ist der PC nun aber langsamer geworden oder sind andere Rechner einfach nur schneller? Sehr wahrscheinlich ist beides der Fall. Wenn sie aber nicht gleich einen neuen PC kaufen wollen, dann finden sie im Folgenden einige hilfreiche Anregungen, wie Sie Ihrem Computer etwas mehr Arbeitseifer einhauchen können. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache Tweaking genannt und ist speziell für Windows-Rechner sinnvoll.
Philipp Giant
23.07.2010 Philipp Giant
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Eine Internetverbindung
  • Etwas Geduld
  • Kreuzschraubendreher

Allgemeines zur PC-Leistung

  • Die Leistung eines Rechners ergibt sich aus der Struktur der Hardware und der Software. Über den Zustand beider Komponenten sollte man sich informieren. Dies lässt sich am gründlichsten mit einem Systemanalyse-Programm erledigen, welches Ihren Computer untersucht und ausgibt, was genau an Hard- und Software vorhanden ist. SANDRA von SiSoftware ist zum Beispiel ein solches Programm.

Hardware vom PC beschleunigen

  • Während des Betriebs werden alle möglichen Daten im Arbeitsspeicher (memory, RAM) abgelegt. So viele, dass der Speicher überläuft und Daten auf die Festplatte auslagert, das kostet Zeit und bremst den Ablauf. Das Analyse-Programm sagt ihnen wie groß ihr Arbeitsspeicher ist. Weniger als 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher sollte es in Zeiten von Vista oder Windows 7 nicht mehr sein. Hier können Sie leicht nachrüsten. Achten Sie auf den Speichertyp z.B. DDR, DDR2 oder DDR3-SDRAM und wie viel Arbeitsspeicher Ihr PC maximal zulässt. Auch diese Info sollten sie im Analyse-Programm finden.
  • Auch die Festplatte (hard drive) kann typbedingt die Leistung eines Systems einschränken. Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Schnittstellen der alten P-ATA und der neuen S-ATA Festplattenanschlüsse, stehen hier Aufwand und Leistungssteigerung in keinem vernünftigen Verhältnis mehr.
  • Oftmals besitzen neue Rechner eine kostengünstige onboard Grafikkarte mit shared memory. Das bedeutet, dass diese Karte vom Arbeitsspeicher Leistung für die eigenen Aufgaben abzieht. Dieses parasitäre Verhalten schmälert die Performance des Systems und man kann hier leicht durch den Kauf einer Grafikkarte mit eigenem Speicher die Grafikleistung erheblich steigern. Dazu wird die neue Karte in einen freien PCI-Slot der Hauptplatine gesteckt und los geht's. Dank Plug n' Play kein größeres Problem mehr.

Software für Windows schneller machen

  • Die Defragmentierung der Festplatte gehört zu den vielleicht bekanntesten Wartungsmaßnahmen. Obwohl MS Windows ein eigenes Programm bereithält, haben sich Anwendungen von Fremdanbietern oft als wirksamer erwiesen. Eine recht bekannte Anwendung heißt O&O Defrag. Damit können Sie Ihre Speichermedien nach unterschiedlichen Kriterien defragmentieren und ordnen, z.B. Platz oder Zugriff. Gerade die Defragmentierung und Ordnung nach Zugriff führt zu einer merklichen Geschwindigkeitssteigerung. Übrigens frei erhältliche Alternativen zu kostenpflichtiger Software finden Sie hier
  • Autostart-Liste kürzen - schneller hochfahren: Vielen PC-Benutzern dauert das Hochfahren des Rechners zu lange. Zur Verkürzung der Bootphase lässt sich die Autostart-Liste bearbeiten. Das ist eine Liste mit allen Programmen, die während des Hochfahrens gestartet werden sollen. Anwendungen wie z.B. der REVO Uninstaller verhindern den unerwünschten Autostart ganz problemlos. Einfach im AutoRunMananger des Uninstallers abschalten, was nicht wirklich gebraucht wird. Fertig.
  • Hintergrunddienste laufen wie der Name sagt im Hintergrund, benötigen aber Prozessorleistung. Es sollten daher nur die für den ordnungsgemäßen Betrieb notwendigen Dienste laufen. Probieren Sie die Software xp-antispy, die Ihnen nicht nur unnötige Dienste auflistet, sondern Ihnen gleichzeitig kurze Erklärungen zu jedem Dienst bietet. So können Sie besser entscheiden, was Sie wirklich benötigen.
  • Grundsätzlich gilt es, die Registrierungsdatei sauber und so kurz wie möglich zu halten. Installierte und deinstallierte Anwendungen hinterlassen jede Menge Rückstände auf dem Computer, wie z.B. Verweise und Log-Einträge. Da der Computer die Registry ständig durchläuft, bremsen ihn tote Pfade oder leere Ordner aus. Also weg damit. Hier kann wieder der REVO Uninstaller helfen. Unter TOOLS -> Junkdateien bereinigen kann man schon einiges an Datenunrat entfernen.
  • Unter Start>Einstellungen>Systemsteuerung>Ordneroptionen finden Sie eine Liste mit Optionen für die Darstellung der Ordner Ihres Betriebssystems. Je schicker sich Ihnen der Explorer mit seinen Ordner präsentiert, desto mehr Rechnerleistung wird abverlangt. Wenn Sie auf Schatten und Animationen beim Umschalten verzichten können, dann können Sie auch hier ein kleines Mehr an Geschwindigkeit freisetzen. Probieren Sie auch einmal unter: Start>Einstellungen>Systemsteuerung>Anpassung>Design Ihr aktuelles Design auf „klassisch” zurückzusetzen. Gerade bei MS Vista aber auch schon bei XP und Windows 7 kann das klassische Design in schnellerer Ansprache des Rechners resultieren.
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