So machen Sie eine Herzdruckmassage
- 08.07.2010 Frauke Itzerott
- Erste-Hilfe-Kurs
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Überprüfen Sie zuerst, ob die Person wirklich bewusstlos ist. Sprechen Sie sie laut an, berühren Sie sie an der Schulter. Sollte sie auf Ihr Ansprechen nicht mehr reagieren, müssen Sie als nächstes die Atmung überprüfen. Schauen Sie nach, ob die Atemwege frei sind. Überstrecken Sie hierfür den Kopf, öffnen Sie den Mund des Bewusstlosen und schauen Sie in Mund- und Rachenraum. Falls irgendein Gegenstand oder Speisereste die Atmung behindern, entfernen Sie diese und überprüfen anschließend die Atmung. Dabei folgt man dem Prinzip „Sehen/ Hören/ Fühlen“, d.h. halten Sie ein Ohr über den Mund des Bewusstlosen („Hören“), richten Sie Ihr Augenmerk auf ein mögliches Heben und Senken des Brustkorbs („Sehen“) und legen Sie zusätzlich eine Hand auf die Brust der Person um auch so Atembewegungen feststellen zu können („Fühlen“). Bei normaler Atmung sollten Sie die Person in die stabile Seitenlage bringen, den Notruf absetzen (Telefon 112) und regelmäßig Bewusstsein und Atmung bis zum Eintreffen des Notarztes überprüfen.
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Falls Sie keine normale Atmung feststellen können, beginnen Sie unverzüglich mit der Herzdruckmassage. Der Bewusstlose muss hierfür auf dem Rücken auf einer möglichst harten Unterlage liegen, mit freigemachtem Oberkörper. Knien Sie sich dicht neben die bewusstlose Person auf Brusthöhe.
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Positionieren Sie einen Handballen auf die Mitte des Brustbeins. Den anderen Handballen setzen Sie auf die erste Hand. Dann drücken Sie die Ellenbogen durch, so dass Ihre Arme gestreckt sind und richten sich so auf, dass sich Ihre Schulter senkrecht über den Händen befindet. In dieser Haltung können Sie Ihre Kraft am besten direkt auf den Brustkorb und damit auf das Herz des Bewusstlosen übertragen.
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Drücken Sie jetzt in schneller Folge das Brustbein (ca. 4-5 cm) nach unten, indem Sie die Kraft für diese Bewegung aus Ihrem Rücken holen. Zählen sie laut bis 30 mit, dann beatmen Sie 2mal. Dabei ist zu beachten, dass Sie den Kopf überstrecken (eine zusammengerollte Decke oder Jacke unter dem Nacken kann sie hierbei unterstützen). Wenn Sie über den Mund beatmen, halten Sie mit einer Hand die Nase geschlossen; bei Beatmung über die Nase müssen Sie den Mund des Bewusstlosen schließen, da die Luft sonst entweichen kann. Überprüfen Sie Ihre Beatmung, indem Sie auf den Brustkorb des Bewusstlosen blicken; hebt und senkt sich die Brust sichtbar, ist die Beatmung erfolgreich. Vergessen sie nicht zwischen den Beatmungsstößen tief und ruhig Luft zu holen. Es ist niemandem geholfen, wenn es Ihnen schwarz vor den Augen werden sollte.
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Die Herzdruckmassage wird im Rhythmus 30 zu 2 fortgesetzt. Dabei sollte das Tempo der Herzdruckmassage bei 100 mal pro Minute liegen. Fahren Sie solange mit Herzdruckmassage und Beatmung fort, bis Sie vom Rettungsdienst abgelöst werden. Entgegen früherer Aussagen, dass zuerst die Beatmung und dann die Herzdruckmassage folgen müsste, weiß man heute, dass eine frühe Herzdruckmassage und somit ein Aufrechterhalten des Kreislaufs entscheidend ist.
- Im besten Fall stehen Ihnen ein oder mehrere Helfer zur Seite, so dass einer die Herzdruckmassage, der andere die Beatmung übernehmen kann. Wechseln Sie sich regelmäßig ab, da vor allem die Herzdruckmassage auf Dauer sehr anstrengend wird! Vergessen sie auch nicht, den Notruf (Telefon 112) frühzeitig abzusetzen – weisen Sie Umstehende oder Helfer an, den Rettungsdienst zu alarmieren, während Sie sich um den Bewusstlosen kümmern.
