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So können Sie Vaginalpilz vorbeugen

Er ist lästig und häufig zugleich, der Vaginalpilz, auch Candida genannt. Jede Frau hat ihn mindestens einmal im Leben, ist jedoch Ihre Immunabwehr geschwächt, kann er auch schon mal häufiger vorkommen. Fünf- oder sechsmal im Jahr sind Sie dann vielleicht schon betroffen. Doch man kann sich auch vor solch einem Vaginalpilz schützen und seinen unangenehmen Symptomen vorbeugen.

Die Sauna ist ein idealer Platz für Vaginalpilz. Beugen Sie durch richtige Hygiene vor!
Die Sauna ist ein idealer Platz für Vaginalpilz. Beugen Sie durch richtige Hygiene vor!

Was Sie benötigen:

  • Baumwollunterwäsche
  • klares Wasser
  • Döderlein Kapseln (Milchsäurekur - Apotheke)

Woran erkennen Sie einen Vaginalpilz

  • Sie kennen Pilze weit verbreitet als geschmackvollen Speisepilz. Es gibt jedoch auch sehr kleine Pilze, sogenannte Mikropilze, die in der Lage sind, Ihren Körper von außen anzugreifen. Mikropilze sind sehr kleine Lebewesen, die erst unter dem Mikroskop sichtbar werden. Erst wenn sie sich in großen Kolonien verdichtet haben, werden sie auch für das menschliche Auge sichtbar
  • Mikropilze lieben ein warmes und feuchtes Klima, wie es in der Sauna oder im Schwimmbad zu finden ist. Und auch in jedem menschlichen Körper finden wir Pilze vor. Sie benutzen die Menschen als Wirte, um selbst leben zu können. Meist schaden sie uns nicht und fallen auch nicht auf, erst wenn das natürliche Gleichgewicht beispielsweise durch ein geschwächtes Immunsystem gestört wird, entsteht eine Mykose (Pilzinfektion, Vaginalmykose), der Sie vorbeugen sollten.
  • Die ersten Anzeichen für eine Pilzinfektion in Ihrem Genitalbereich sind über das normale Maß hinaus gerötete Schamlippen im Innenbereich und Ausfluss. Es folgt auf die Rötung sogleich unangenehmer Juckreiz, jetzt sollten Sie schon auf Vaginalpilz behandeln. Holen Sie sich dazu aus der Apotheke frei verkäufliche Vaginalkapseln und Creme als Kombipackung für drei oder sechs Tage. Der gebräuchlichste Wirkstoff heißt Clotrimazol, den es in verschiedenen Wirkstoffkonzentrationen von 1 Gramm oder 2 Gramm Wirkstoff auf 100 Gramm Salbe gibt. Sagen Sie auch Ihrem Partner, dass Sie bei sich eine Vaginalpilzinfektion vermuten, denn auch Ihr Partner sollte sich seinen Penis mit der Salbe für eine Woche lang dünn einstreichen. Ist der im Anfangsstadium behandelte Vaginalpilz nach der Behandlung von einer Woche nicht abgeheilt, sollten Sie zum Frauenarzt gehen
  • Bleibt Ihr Vaginalpilz unbehandelt, wird der Juckreiz immer stärker werden und auch der Analbereich könnte jetzt betroffen sein und zu jucken beginnen. Besonders schlimm sieht es jetzt auch um den Scheideneingang herum aus, er weist nun spürbare kleine Erhebungen auf und der Scheideninnenbereich fühlt sich rau an.
  • Der Pilz ist nun weiter fortgeschritten und kann sich nun auch äußerlich sichtbar ausbreiten, z.B. auf die Innenseiten der Oberschenkel, aber auch durch die Übertragung auf andere Körperstellen, an denen sich die Pilzkulturen wohlfühlen. Im Innenbereich kann er sich so weit hinten in den Scheidenbereich hineinsetzen, dass normale Mykosemittel für äußerliche Anwendung den Pilz nicht mehr vollständig bekämpfen können. Auch wenn Sie denken Sie wären nach einer Vaginalzäpfchenkur geheilt, sind deshalb häufigere Infektionen vorprogrammiert. Immer wenn Ihre Immunabwehr, beispielsweise durch eine Erkältung, abgeschwächt ist, wird sich entweder vorher oder nachher eine Infektion in Ihrem Vaginalbereich bilden können. Hier wäre auf jeden Fall eine Mykosebehandlung von "innen" (oral) ratsam und auch in gehäuften Fällen einer Vaginalpilzinfektion ist ein Frauenarztbesuch unausweichlich. Solche eine schwerwiegende Pilzinfektionen kann unter Umständen nur noch durch eine radikale Pilzbehandlung von "innen" in Tablettenform abgeheilt werden, weil bei der Behandlung von "außen" mit Cremes und Vaginalzäpfchen oder -tabletten der Wirkstoff des Pilzmittels tiefere Regionen im Scheidenbereich, wie oben schon erwähnt, nicht mehr erreichen kann.

Wie können Sie gezielt einer Infektion vorbeugen

  • Eine Vaginalpilzinfektion ist keine Geschlechtskrankheit. Trotzdem können sich die Pilze von Mensch zu Mensch durch Geschlechtsverkehr übertragen. Deswegen warten Sie lieber mit dem Geschlechtsverkehr, bis die Behandlung abgeschlossen ist und die Behandlung auch sicher angeschlagen hat. Behandeln Sie Ihren Geschlechtspartner vorbeugend mit Ihrer Mykose-Salbe mit.
  • Vorbeugen ist einfach und es kostet Sie auch nichts. Wechseln Sie täglich Ihre Unterwäsche und tragen Sie nur kochfeste Wäsche. Nur das Auskochen vernichtet Ihre Vaginalpilze, ein Waschgang bei 30°C oder 40°C ist daher unwirksam. Wäsche aus Naturfasern  verhindert Hitzestau und speichert keine Feuchtigkeit, während Unterwäsche aus Kunstfasern oder zu enge Hosen ein ideales Klima zur Vermehrung von Pilzkolonien erzeugen.
  • Wenn Sie Süßigkeiten meiden, können Sie eine übermäßige Pilzvermehrung stoppen. Der in Süßem enthaltene Zucker ist die ideale Nahrung für die Pilze. Wenn Sie Ihren Süßigkeitenkonsum reduzieren, können Sie die Pilze sozusagen aushungern.
  • Regelmäßiges Reinigen Ihres Intimbereiches, am besten mit klarem Wasser ohne jede Seife, verhindert die Neuentwicklung von Pilzen, weil Sie Ihm das feuchtwarme Klima entziehen. Wechseln Sie auch rasch verschwitzte Unterwäsche
  • Vorbeugen - aber richtig! Reinigen Sie sich "richtig" nach dem Stuhlgang, denn am Darmausgang können sich nach dem "großen Geschäft" Pilze befinden, die aus dem Magen- oder Darmbereich stammen. Damit diese nicht den Scheidenbereich gefährden und somit zu einem Vaginalpilz werden, wischen Sie sich mit dem Toilettenpapier stets von vorne nach hinten in Richtung Rücken sauber. Mit Döderlein Kapseln als Kur aus der Apotheke können Sie sich zusätzlich vorbeugend vor Infektionen schützen.
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