- 08.07.2010 Sebastian Pekrul
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Stress in der WG entsteht meist dadurch, dass zu wenige Absprachen zwischen den WG-Bewohnern getroffen werden. Richten Sie daher einen wöchentlichen WG-Abend mit gemeinschaftlichem Essen und anschließender Diskussion ein, an dem alle Mitglieder der WG regelmäßig teilnehmen. Der Abend sollte dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl Ihrer WG zu stärken und alle nötigen Absprachen zu treffen. Jedes WG-Mitglied bekommt so die Gelegenheit Probleme und Schwierigkeiten rechtzeitig anzusprechen, wodurch sich Stress bestenfalls ganz vermeiden lässt.
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Besonders bei großen WGs ist es äußerst sinnvoll, im Rotationsverfahren einen/eine Koch/Köchin sowie einen/eine DiskussionsleiterIn zu bestimmen. Letzere/r ist dafür verantwortlich, dass alle Gespräche auf sachlicher Ebene geführt werden, dass nicht durcheinander geredet wird und dass jedes Thema für sich und abschließend behandelt wird.
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Diskutieren Sie nicht bis ins Unendliche miteinander. Wenn die WG-Mitglieder versuchen einen Kompromiss zu erzwingen, mit dem letztlich niemand so recht zufrieden ist, kann das unter Umständen den Stress nur noch vergrößern. Setzen Sie sich also feste Zeiten, in denen Sie Probleme besprechen. Oftmals ist es für das Vermeiden von Stress gar nicht entscheidend, eine endgültige Lösung für ein bestimmtes Problem zu finden, sondern nur miteinander ins Gespräch zu kommen und zu lernen, die Position des Anderen nachzuvollziehen.
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Entwickeln Sie gemeinsam (am besten am WG-Abend) einen Wochenplan für die WG, in dem Sie die verschieden Aufgaben fest verteilen. Bestimmen Sie, wer wann kocht, einkaufen geht, putzt, spült und so weiter. Wenn jeder/jede schon im Vorhinein weiß, was ihn/sie zukommt, wird der Stress nicht mehr durch die plötzliche Erwartungen der Anderen verschärft (Nach dem Motto: „Hey, jetzt bist Du aber mal endlich wieder dran mit einkaufen!“).
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Wenn sich der Stress in Ihrer WG gar nicht mehr vermeiden oder abbauen lässt, müssen Sie das eventuell aber auch einfach akzeptieren. Die Konsequenz ist es in dem diesem Fall natürlich, aus der WG ausziehen bzw. die WG aufzulösen. Das kann zwar kurzfristig auch mit Stress verbunden sein, aber dennoch im besten Fall einen harmonischeren Alltag zur Folge haben. Betrachtung Sie eine WG-Auflösung in jedem Fall nicht als persönliche Niederlage, sondern als eine Gelegenheit für das weitere Zusammenleben mit anderen Menschen zu lernen.