So beruhigen Sie ein schreiendes Baby

Ein schreiendes Baby beruhigen ist oft nicht so einfach. Ein schreiendes Baby beruhigen ist oft nicht so einfach.
Schreiende Babys können ungeheuer an den Nerven zerren. Zusätzlich zum Schlafmangel, den Eltern kleiner Kinder oft haben, und der die Nerven sowieso dünner macht. Außerdem schreien Babys ja nicht zum Spaß oder um einen zu ärgern. Sie schreien, weil das ihre einzige Art ist, Wut oder Kummer auszudrücken. Babys verdienen Ihre Kompetenz. Wenn Babys bis zu einer Stunde täglich schreien, ist das normal. Normal, aber anstrengend. Es gibt viele Wege, ein Baby zu beruhigen, und etliche sind überraschend leicht.
Dr. Kathrin Kiss-Elder
28.07.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
  • Geduld

Wenn das Baby schreit, ist das Baby dran.  Wenn Sie gerade einkaufen, wenn Sie gerade eigentlich noch Ihre Lieblingsserie ansehen wollten oder am telefonieren sind: Wenn Sie gerade für das Baby verantwortlich sind, sind Sie in der Pflicht, es zu beruhigen. Unterbrechen Sie, was Sie gerade tun (besonders viel Spaß macht das mit einem schreienden Baby sowieso nicht) und kümmern sich um das Kind.

Der erste Schritt: Beruhigen Sie sich selbst

Wenn Sie selbst gerade völlig gestresst sind, beruhigen Sie zuerst sich selbst, erst dann können Sie auch das schreiende Baby beruhigen:

  • Schalten Sie Fernseher, Radio, Musikanlage aus bzw. suchen Sie in der Öffentlichkeit eine ruhige Ecke auf – eine Parkbank etwa. Atmen Sie ein paar Mal tief durch.
  • Wenn Ihnen warm geworden ist, kühlen Sie sich kurz ab. Wenn Ihnen kalt ist, ziehen Sie sich rasch etwas an.
  • Trinken Sie kurz ein Glas Wasser, oder ziehen unbequeme Schuhe aus.

Erste Maßnahmen um ein schreiendes Baby zu beruhigen

Jetzt ist das Baby dran:

  • Nehmen Sie das Baby in die Arme. Einsamkeit ist einer der häufigsten Gründe, dass Babys weinen. Reden Sie dabei ganz ruhig und mit langsamer Stimme mit ihm.
  • Je nach Gelegenheit: Legen Sie sich mit ihm hin oder kuscheln auf ein Sofa, wiegen es sanft, das geht auch im leichten Schlendergang gut.
  • Breiten Sie einen Schal oder eine leichte Decke über Sie beide. Das schließt Reize von außen etwas aus – Überreizung ist oft auch ein Grund, dass Babys schreien.
  • Suchen Sie mit dem Baby Blickkontakt zu finden.

Sind alle Bedürfnisse des schreienden Babys erfüllt?

  • Sieht Ihr Baby irgendwie anders aus als sonst, atmet komisch, ist heiß? Dann suchen Sie sofort einen Arzt auf.
  • Testen Sie, ob es vielleicht zu warm (wahrscheinlicher) oder zu kalt ist – am besten fühlt man das am Nacken.
  • Hat Ihr Baby vielleicht Hunger oder Durst? In Wachstumsphasen kann das durchaus in Zweistundenrhythmus sein.
  • Oder ist die Windel voll, der Po vielleicht wund?

Meist wird sich das Baby so schnell beruhigen.

Nachdem Sie das Baby beruhigt haben, sind Sie dran

Das Baby ist ruhig, jetzt sind Sie dran:

  • Nachdem Sie Ihr Baby beruhigt haben, ist weder der Abwasch noch die Wäsche dran, sondern Sie.
  • Sehen Sie zu, dass Sie sich körperlich wieder wohl fühlen – möglicherweise haben Sie sich bei der Schreiattacke des Babys ziemlich verkrampft.
  • Haben Sie Hunger? Durst? Fühlen Sie sich in Ihren Kleidern wohl? Loben und belohnen Sie sich.

Echte Heldentaten  verdienen das. Und Ihr Baby ist wieder glücklich.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.