Reiseangst ist weiter verbreitet, als man denkt. Viele Menschen ändern nicht gern ihren Aufenthaltsort. Aber viele müssen eben doch von Zeit zu Zeit reisen. Daher muss man die Reiseangst bekämpfen.
- 09.12.2010 Dr. Kathrin Kiss-Elder
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Reiseangst darf kein Grund dafür sein zuhause zu bleiben
- Beachten Sie zuerst: Reiseangst ist wirklich normal und natürlich. Sie brauchen Ihre Reiseangst nicht zu bekämpfen – Sie können sie nützen und dadurch abmildern. Dass Ihr Gefühl mit diesen Gedanken kein Gegner, sondern gewissermaßen ein Mitspieler ist, ist der erste Schritt.
- Nun gehen Sie den zweiten. Bereiten Sie sich auf Ihre Reise vor.
- Haben Sie Fahrpläne und Fahrkarten oder Landkarten oder das Navigationsgerät dabei? Ist, wenn Sie mit dem Auto fahren, Ihr Auto in Ordnung? Sind ggf. Winterreifen drauf?
- Wissen Sie, was Sie mitnehmen wollen? Haben Sie dabei auch an einen Gegenstand des Vertrauens, Ihr Lieblingskissen etwa, Ihr Lieblingsarmband oder Ihre Lieblingsschuhe gedacht?
- Haben Sie genug Geld dabei, ein funktionierendes Handy mit Aufladegerät? Haben Sie die nötigsten Adressen dabei und Ihre Krankenkassenkarte? Haben Sie, wenn Sie außerhalb Europas fahren, eine Auslandskrankenversicherung? Haben Sie genug Medikamente dabei, wenn Sie auf Medikamente angewiesen sind? Auch eine Notapotheke, wie sie Apotheken teilweise sogar länderspezifisch verkaufen, kann hilfreich sein.
- Wenn Ihnen fremde Menschenmengen Angst machen, sollte ein mp3-Player und ein spannendes Buch Teil Ihres Reisegepäcks sein, weil Sie sich so gut isolieren können.
- Fahren Sie begleitet, sprechen Sie den Verlauf der Reise ein paar Tage vorher noch mal ab. Alleine machen Sie sich nun einen detaillierten Plan, ähnlich wie ein Stundenplan. Etwa: 7:00 aufstehen, 7:30 frühstücken, 8:00 aus dem Haus. 8:21 Bahn zum Bahnhof nehmen, 9:00 am Gleis, 9.20 einsteigen, 9.25 bis 10.25 lesen, dann Kaffeepause...“
- Jetzt sind Sie toll vorbereitet. Reiseangst kann so genutzt werden, sich gut auf die Reise vorzubereiten – und sie wird dann oft milder. Gespenster, mit denen man anfängt zu reden, sind meist nämlich sehr hilfreich.