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Snowboardausrüstung - worauf Sie als Anfänger achten sollten

Wintersport betreiben heutzutage sehr viele Menschen, Snowboardfahren wird immer beliebter. Doch leider ist diese Sportart auch sehr unfallträchtig, die daraus resultierenden Verletzungen sind meist erheblich. Hier kann Ihnen eine gute Snowboardausrüstung helfen, sowohl die am Körper getragene Ausrüstung sowie das Board. Doch was macht eine wirklich gute Snowboardausrüstung aus? Worauf Sie als Anfänger beim Kauf einer sochen Ausrüstung achten sollten, erfahren Sie hier.

Snowboarden - rasant und gefährlich
Snowboarden - rasant und gefährlich © Julian_mies / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Snowboard
  • Bindungen
  • Boots
  • Helm
  • Rückenprotektor
  • Anzug
  • Handschuhe

Bevor Sie sich eine Snowboardausrüstung anschaffen, sollten Sie sich darüber im Klaren sein, welche Art von Snowboarden Sie ausüben möchten, eher die schnellere Variante aus der Piste oder die künstlerische im Funpark. Die jeweils benötigte Snowboardausrüstung ist nämlich teilweise sehr unterschiedlich.

Snowboardausrüstung für den Funpark

  • Für das Snowboarden im Funpark, bei welchem man hauptsächlich Tricks und Sprünge ausprobiert, gibt es zwei Boardvarianten, die sich besonders gut hierfür eignen und die Basis der Snowboardausrüstung bilden. Das Freestyleboard zeichnet sich durch eine kurze Kantenlänge, eine größere Breite und ein geringes Gewicht aus, die Nase ist höher aufgebogen als bei anderen Boards. Hiermit sind Sprünge deutlich leichter auszuführen. Das Freerideboard ist ein typisches Anfängerboard, weil es sowohl für den Einsatz im Funpark als auch auf der Piste geeignet ist. Es ist etwas länger und schmaler als das Freestyleboard.
  • Zu der Snowboardausrüstung für den Funpark gehören entsprechenden die Softbindungen, weil sie Ihnen mehr Bewegungsfreiheit geben und somit bei Tricks und Sprüngen sehr viel vorteilhafter sind als feste Bindungen. Zudem sind diese Softbindungen auch noch sehr leicht und flexibel zu verstellen.

Snowboardausrüstung für die Piste

  • Möchten Sie lieber schnell die Piste hinunter, benötigen Sie eher sogenannte Raceboards. Durch ihre extreme Taillierung und Länge erreichen sie ein sehr gutes und sicheres Kurvenverhalten. Diese Boards gelangen durch den Einsatz der entsprechenden Bindungen und Boots eine sehr viel bessere Kraftübertragung über die Kanten.
  • Für die Piste sollten nun auch die Plattenbindungen zu Ihrer Snowboardausrüstung gehören. Hier sind die Boots fest mit den Bindungen verbunden, Sie haben in diesen Bindungen so gut wie keine oder sogar gar keine Bewegungsfreiheit. Dadurch haben Sie eine direkte Kraftübertragung, der Kantendruck ist deutlich besser, was sich auf harter, vereister Piste positiv bemerkbar macht.
  • Schließlich benötigen Sie noch Hardboots, um Ihre Snowboardausrüstung für die Piste zu komplettieren. Diese Hardboots sind Skischuhen sehr ähnlich, lediglich der Schaft ist niedriger und die Außenschale weicher. Mit diesen Boots haben Sie eine bessere Kontrolle über Ihr Board, da mit mehr Kantendruck gefahren werden kann.

Schutzfunktion der Snowboardausrüstung

  • Der Snowboardhelm hat die wichtigste Schutzfunktion bei Ihrer Snowboardausrüstung. Richtig ausgewählt kann er vor gefährliche Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen verhindern. Jedoch muss dieser Helm auch richtig sitzen, er darf weder drücken noch sich bewegen. Ein guter Helm hat ein Rädchen zur Feineinstellung, damit Sie die Passform Ihres Helmes individuell auf Ihre Größe einstellen können. Wichtig ist zudem noch, dass Sie den Kinnschutz auch mit dicken Handschuhen öffnen können.
  • Wie der Helm sollte auch der Rückenprotektor zu Ihrer Snowboardausrüstung gehören, egal, ob Sie die Piste hinabfahren oder lieber den Funpark besuchen. Diese Protektoren schützen Sie bei Stürzen vor schweren Verletzungen gerade im Bereich der Wirbelsäule.
  • Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, sollten Sie Ihre Snowboardausrüstung noch mit den richtigen Handschuhen erweitern. Hier gibt es auch Handschuhe mit integrierten Handgelenksprotektoren, die einen optimalen Schutz für Ihre Handgelenke bieten.
  • Ein Snowboardanzug ist eine Standardanschaffung, hier können Sie ganz nach Ihrem Geschmack frei wählen.

Tipps trotz guter Snowboardausrüstung

  • Viele Unfälle ereignen sich, weil die Snowboardfahrer ihr eigenes Können völlig überschätzen. Es ist immer besser, unter seinem Limit zu bleiben, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Eine gute Snowboardausrüstung kann Sie nicht schützen, wenn Sie sich nicht auch körperlich auf die anstrengende Situation des Snowboardfahrens vorbereiten. Halten Sie sich fit.
  • Selbst der routinierteste Snowboardfahrer kann trotz und mit guter Snowboardausrüstung zu Fall kommen. Wer weiß, wie er sich bei einem Sturz zu verhalten hat, wie er sich am besten abrollen und somit zusätzlich schützen kann, vermindert sein Verletzungsrisiko zusätzlich. Es gibt extra Kurse, in denen man das "sichere Fallen" lernen kann.
  • Sobald Sie Ermüdungserscheinungen bei sich selber feststellen, stellen Sie Ihr Board zur Seite, denn Ihre Konzentration wird nachlassen und da kann Sie Ihre Snowboardausrüstung auch nicht vor Verletzungen bei Stürzen bewahren.
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