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Smalltalk lernen - Übungen

Die gute Nachricht lautet: Smalltalk kann man lernen! Die oft gefürchteten, eher belanglosen Gespräche verlieren durch gezielte Vorbereitung ihren Schrecken. Es gibt wirksame Übungen, mit deren Hilfe jeder sich auf diese spezielle Form der Kommunikation einzustimmen vermag. Egal, ob es sich um einen offiziellen oder einen privaten Anlass handelt, mit etwas Mut wird es durch diese Übungen wesentlich einfacher, die ersten Hemmschwellen zu überwinden und ein Gespräch zu beginnen, das letztlich auch als Türöffner für weiterführende Kontakte dienen kann.

Smalltalk lernen lohnt sich.
Smalltalk lernen lohnt sich.

Smalltalk ist eine besondere Form von Alltagsgespräch. Er hilft Ihnen, in Kontakt zu kommen und mit einiger Wahrscheinlichkeit auch zu bleiben, wenn Sie einige Grundregeln berücksichtigen, die Sie leicht lernen können.

Welchen Sinn hat Smalltalk?

  • Indem Sie bewusst Themen wählen, die nicht inhaltsschwer sind, schaffen Sie einen leichtfüßigen Gesprächseinstieg. Sie nutzen auf diese Weise eine unverbindliche Möglichkeit, zu spüren, ob die „Chemie“ zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner stimmt.
  • Zusätzlich machen Sie Ihrem Gegenüber das Angebot, sich einen ersten Eindruck von Ihnen zu verschaffen.
  • Ob man sich gegenseitig sympathisch ist und ein Gespräch fortsetzen, beziehungsweise einen Themenwechsel hin zu tiefer führenden Inhalten vornehmen möchte, hängt von den ersten Augenblicken eines Zusammentreffens ab. Durch Smalltalk können Sie diese gezielt mitgestalten.
  • Sich auf Smalltalk vorzubereiten, bedeutet auch, Ihre Einstellung gegenüber anderen Menschen zu überprüfen: Gehen Sie offen und interessiert auf Menschen zu? Ehrliches Interesse am Gesprächspartner zu zeigen, ist eine wesentliche Bedingung für diese Kommunikationsform.
  • Wenn Ihr Gegenüber Ihr ehrliches Interesse spürt, wird er viel eher bereit sein, sich auf Sie und Ihre Themen einzulassen.

So lernen Sie, erste Kontakte zu knüpfen

  • Falls Sie Hemmungen bei Gesprächen mit fremden Menschen befürchten, bereiten Sie sich am besten auch mental vor. Eine grundlegende Übung basiert auf früheren positiven Erlebnissen. Nehmen Sie sich dazu ein wenig ungestörte Zeit und entspannen Sie sich. Rufen Sie sich eine Gesprächssituation aus der Vergangenheit ins Gedächtnis, in der Sie sich wohl gefühlt haben. Erleben Sie diese noch einmal mit allen Sinnen nach und achten Sie dabei besonders auf Ihre Gefühle, Ihre Mimik und Gestik und auch auf Ihre Körperhaltung. Nehmen Sie alle Anzeichen dafür wahr, dass Sie sich wohl und sicher fühlen. Wenn Sie möchten, können Sie diesen guten Zustand ankern, d. h., mit einem Titel, einer angenehmen Farbe oder einem anderen Symbol verbinden, das Ihnen spontan einfällt. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei mehrmaliger Wiederholung dieses Ankers Ihr guter körperlicher Zustand wie von selbst einstellt, ist hoch.
  • Überlegen Sie sich Fragen, die mit dem Umfeld oder dem bevorstehenden Anlass selbst zusammenhängen, z. B. „Wie gefällt Ihnen die Stadt?“, „Seit wann sind Sie Mitglied im Verein?“ etc. So schaffen Sie sofort eine Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner und erfahren gleichzeitig etwas über seine persönliche Einstellung zu Ihrem Einstiegsthema.
  • Üben Sie offene Fragen zu stellen. Diese verlangen nach einer Antwort, die über "Ja" oder "Nein" hinausgeht, und bieten eine Möglichkeit das Gespräch im Fluss zu halten, denn oft beinhalten sie bereits den nächsten Anknüpfungspunkt. Offene Fragen sind z. B. solche, die mit „W-Wörtern“ beginnen: Wie, was, wo, wann, wer? Üben Sie auch, das Wörtchen "warum" - das bekanntermaßen schnell herausrutscht - im Smalltalk zunächst zu vermeiden, da es leicht in den Bereich persönlicher Beweggründe zielen kann, was viele Menschen als unangenehm empfinden.
  • Achten Sie in Alltagssituationen darauf, wie gut es Ihnen gelingt, geduldig zuzuhören und Ihr Gegenüber ausreden zu lassen. Setzen Sie bewusst eine kleine Pause von 2-3 Sekunden, bevor Sie etwas sagen.
  • Lernen Sie, auch bei Meinungsverschiedenheiten über ein Thema das Gemeinsame herauszuhören. Oft ist es das Ziel, das beide Gesprächspartner, wenn auch mit unterschiedlichen Methoden, erreichen wollen, und das beide verbindet. Oder eine beidseitige Leidenschaft für ein Hobby, das jedoch auf sehr verschiedene Weise praktiziert wird. Kommen Sie darauf zurück, wenn ein Gespräch droht, in einem frühen Stadium in eine Auseinandersetzung auszuarten.

Auch wenn Smalltalk auf den ersten Blick banal zu sein scheint, lohnt sich etwas Vorbereitung immer. Denn mit zunehmender Übung können Sie über deutlich mehr Flexibilität und einen Zuwachs an kommunikativen Möglichkeiten verfügen.

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