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Slow Motion - Programm zum Nachbearbeiten von Videos einsetzen

In der Videobearbeitung können Sie Ihre Filmaufnahmen in vielfacher Hinsicht anpassen und aufwerten. Slow Motion, Abspielgeschwindigeiten und weitere Parameter lassen sich auch nach der Aufnahme noch mithilfe von Videobearbeitungsprogrammen modifizieren.

Slow Motion überzeugt in Sport- und Kampfszenen.
Slow Motion überzeugt in Sport- und Kampfszenen.

Was Sie benötigen:

  • PC oder Mac
  • Videobearbeitungsprogramm

Zeitlupeneffekte mit Videobearbeitungsprogrammen umsetzen - Möglichkeiten und Tipps

  • Für einige Anforderungen der Videobearbeitung existieren unterschiedliche Methoden, die je nach genauer Aufgabe abzuwägen sind. Zur überzeugenden Umsetzung des bekannten Zeitlupeneffekts bestehen ebenfalls mehrere Möglichkeiten.
  • Die einfachste Möglichkeit, Videomaterial mit einem Slow-Motion-Effekt auszustatten, besteht darin, die Abspielgeschwindigkeit eines Clips in Ihrem Videobearbeitungsprogramm auf 50 Prozent zu reduzieren.
  • Eine weitere Möglichkeit erfordert schon während der Aufnahme des Videomaterials bestimmte Einstellungen an Ihrer digitalen Kamera. Wenn möglich, können Sie an Ihrer Kamera einstellen, mit 50 oder 60 Bildern in der Sekunde aufzunehmen. Im Kamera-Play-back werden Sie zunächst keinen Unterschied zu einer Aufnahme mit 25 Bildern pro Sekunde feststellen können. Die entscheidende Umwandlung erfolgt beispielsweise durch eine Software, die mit dem Videobearbeitungsprogramm Final Cut Pro geliefert wird, namens Cinema Tools. Final Cut Pro ist allerdings nur für Mac-User erhältlich. Mit dieser Software können Sie die Abspielrate dann beispielsweise von 50 fps (Bilder bzw. "frames" pro Sekunde) auf 25 fps absenken.
  • Eine alternative Methode, die auch für überschaubare Filmbudgets interessant ist, besteht darin, die Aufnahmen mit 50 oder 60 fps zu drehen und zusätzlich eine Handlung mit 60 bis 70 Prozent der üblichen Geschwindigkeit auszuführen. Sie müssen allerdings testen, ob die Bewegung, deren Geschwindigkeit Sie verlangsamen möchten, bei dieser Herangehensweise überzeugend wirkt. In Kampfszenen ist diese Methode sicherlich anwendbar, beim Rennen wird es jedoch schwierig.

Videos bearbeiten - so gelingt Slow Motion mit Premiere

  1. Premiere Pro können Sie, wie auch die restliche Software des Herstellers Adobe, als Testversion downloaden und verwenden.
  2. Öffnen Sie Premiere und erstellen Sie ein neues Projekt, das Sie unter dem Titel Ihrer Wahl speichern.
  3. Durch einen Rechtsklick in die Projektbibliothek (links) können Sie Ihr Videomaterial importieren.
  4. Kopieren Sie den Clip, den Sie bearbeiten möchten.
  5. Ziehen Sie nun Ihre Kopie in das Abspielfenster (Mitte).
  6. Klicken Sie im Bibliotheks- bzw. Projektfenster mit der rechten Maustaste in das Kästchen der zweiten Spalte ("Label"), stellen Sie im Kontextfenster eine Abspiel- bzw. Framerate von 10 fps ein und bestätigen Sie.
  7. Positionieren Sie über die Filmsteuerung den Abspielkopf an die Stelle im Video, die Sie langsamer abspielen möchten. Betätigen Sie den linken Button mit der Klammer, um Ihren "Mark In"-Punkt zu bestimmen. Finden Sie nun die Position, an der Ihre Slow Motion enden soll, und klicken Sie nun den Klammer-Button rechts, um Ihren "Mark Out"-Punkt festzulegen.
  8. Ziehen Sie nun Ihr Video mit der normalen Geschwindigkeit in die Zeitleiste. Wählen Sie nun die Stelle aus, an der die Zeitlupe einsetzen soll, und drücken Sie auf der Tastatur den Buchstaben "C", um an der gewünschten Stelle im Video einen Schnitt auszuführen. Suchen Sie nun die Stelle im Original-Clip, die wieder mit normaler Geschwindigkeit gezeigt werden soll, und führen Sie einen weiteren Schnitt durch.
  9. Drücken Sie nun die "V"-Taste, um den mittleren Teil der nun dreigeteilten Videospur auszuwählen und anschließend zu entfernen.
  10. Bewegen Sie nun den Slow-Motion-Teil zwischen dem Anfangs- und Endteil des ursprünglichen Originalclips und fertig ist Ihre Slow Motion.
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