Skonto berechnen - so funktioniert´s
Kunden, die pünktlich, schnell und zuverlässig zahlen sind der Traum eines jeden Geschäftsmannes. Um den treuen Abnehmer zu belohnen, kann ein Abschlag auf den Preis in Form des Skontos gewährt werden. Davon profitieren am Ende der Produktionskette Käufer und Verkäufer gleichermaßen, denn das Skonto macht den Kauf nicht nur attraktiver, es ist auch noch ohne Schwierigkeiten zu berechnen.
- 08.07.2010 Anna-Maria Schuster
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Mit dem Skonto belohnt der Verkäufer von Waren oder Dienstleistungen die Kunden, die innerhalb einer bestimmten festgesetzten Frist bezahlen.
- Als Verkäufer oder Anbieter können Sie diese Frist selbst bestimmen, sowie den Skontosatz, den der Kunde vom Rechnungsbetrag abziehen darf. Bedenken Sie, dass Sie die Sätze, sobald Sie sie einmal eingeführt haben, nur noch schwer senken können. In der Regel liegt der Skontosatz zwischen zwei und drei Prozent.
- Das Skonto müssen Sie als Kunde immer vom Zieleinkaufspreis von Waren und Dienstleistungen abziehen bzw. können als Verkäufer den Skontoabzug nur auf diesen Preis gewähren und berechnen.
- Der Zieleinkaufspreis ergibt sich, wenn Sie vom Ausgangspreis Rabatte abziehen oder Zuschläge hinzurechnen. Bei Rabatten kann es sich beispielsweise um einen Mengen- oder Mängelrabatt handeln. Zuschläge können z.B. wegen dem Kauf von Mindermengen anfallen.
- Sie sehen, dass das Skonto aus ökonomischer Sicht nicht mit Rabatt gleichzusetzen ist. Rabatte werden immer auf den Ausgangspreis (auch Listenpreis) gewährt, Skonto wird hingegen immer auf den Zieleinkaufspreis gewährt. Haben Sie keine Rabatte oder Zuschläge zu verrechnen, dann stimmt der Ausgangspreis mit dem Zieleinkaufspreis überein. In diesem Fall können Sie das Skonto direkt vom Ausgangspreis abziehen und berechnen.
- Die Zahlungsfrist und den Skontosatz müssen Sie als Verkäufer auf der Rechnung ausweisen. Als Käufer dürfen Sie vom Zieleinkaufspreis den angegebenen Abzug vornehmen, wenn Sie in der genannten Frist bezahlen. Dazu wenden Sie die Zinsformel an. Bei einem Skonto von z.B. zwei Prozent berechnen Sie: Zieleinkaufspreis x 2/100. Dies ergibt den Abzug.
- Der Zieleinkaufspreis abzüglich des Skontos ergibt den Bareinkaufspreis.
- Es ist möglich, dass jetzt noch Transport- oder Verpackungskosten anfallen. Diese schlagen Sie als Verkäufer auf den Bareinkaufspreis auf. Sie erhalten dann den Bezugs- oder Einstandspreis. Beachten Sie als Käufer, dass Sie von Transport –oder Verpackungskosten niemals ein Skonto abziehen dürfen d.h. Sie sollten diese Kosten, falls Sie bereits im Rechnungsbetrag inbegriffen sind, zuerst herausrechnen und dann das Skonto abziehen. In der Regel sollten allerdings bei Rechnungen, die ein Skonto gewähren, Transport- oder Verpackungskosten ausdrücklich aufgelistet sein.
