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Skaterrampe bauen - Anleitung

Skaterrampen, die mehr sein sollen als ein Kinderspielzeug, sind teuer. Wenn Sie ausreichend Platz haben, bauen Sie sich eine solide Rampe selber, die Sie zu einer Miniramp ausbauen können. Durch den Eigenbau sparen Sie viel Geld.

Diese Rampe lässt sich zu einer Miniramp umbauen.
Diese Rampe lässt sich zu einer Miniramp umbauen.

Was Sie benötigen:

  • 2 Holzplatten, 390 x 150 x 3 cm (Seitenteile)
  • 28 Rechteckleisten 150 x 8 x 8 cm (Unterbau)
  • 40 Holzbretter 150 x 10 x 3 cm (Fahrbahn)
  • 1 Holzplatte 150 x 150 x 3 cm (Stirnseite der Rampe)
  • Siebdruckplatte 300 x 150 x 0,9 cm (Belag der Fahrbahn)
  • 4 Rechteckleisten 250 x 8 x 4 cm (Pfosten Geländer)
  • 2 Rechteckleisten 140 x 8 x 2 cm (Seitenteile Geländer)
  • 4 Rechteckleisten 100 x 8 x 2 cm (Seitenteile Geländer)
  • Schrauben
  • Holzleim
  • Silikon
  • Kreissäge
  • Stichsäge
  • Schleifmaschine
  • Akuschrauber
Maße und Form der Seitenteile.
Maße und Form der Seitenteile. © Roswitha Gladel

Planung der Skaterrampe

Eine Rampe können Sie aus Holz, Stahl oder Beton bauen. Für einen Heimwerker bietet sich der Bau aus Holz an. Sie benötigen als Werkzeuge lediglich eine Kreissäge, eine Stichsäge, eine Schleifmaschine und einen Akkuschrauber. Berücksichtigen Sie bei der Konstruktion Folgendes:

  • Eine Skaterrampe darf nicht in gerader Linie ansteigen. Sie fahren von einer waagerechten Ebene auf die Rampe, der Anstieg bremst Ihre Fahrt. Ohne Berücksichtigung der Reibung verlieren Sie so viel kinetische Energie, wie Sie potenzielle gewinnen. Eine Rampe mit einer Höhe von 150 Zentimetern bremst Sie mit einer Energie von  m x g x h ab. m ist Ihre Masse, wenn Sie 65 Kilogramm wiegen, bremst die Rampe Sie mit einer Energie von 65 x 10 x 1,5 =  975 Newtonmeter ab.
  • Wenn sich die Steigung der Rampe geradlinig über eine Strecke von drei Metern erstreckt, bremst Sie eine Kraft von 325 Newton ab. Das ist mit einem Gewicht von 32 Kilogramm vergleichbar, welches mit einem Schlag auf Sie wirkt, sobald Sie auf die Rampe fahren. Führt diese in einem sanften Bogen nach oben, wirkt zunächst eine geringe Kraft, die kontinuierlich stärker wird. Mit dieser wachsenden Bremskraft kommen Sie besser zurecht, als mit der plötzlich einsetzenden Bremsung.
  • Der Fahrbahnbelag besteht aus Siebdruckplatten. Diese sind wetterfest und haben eine raue Oberfläche. Das gibt für das Skaten den notwendigen Grip auf der Rampe.
  • Die Rampen enden in einem Podest und fallen auf der anderen Seite ab. Denken Sie an Ihre Sicherheit. Sie brauchen ein Geländer, das Sie vor einem Absturz von dem Podest bewahrt. 
Rundung der Auffahrt.
Rundung der Auffahrt. © Roswitha Gladel

Bauen der Rampe

Der Zuschnitt der Seitenteile ist schwierig. Wenn Sie sich die Schnitte nicht zutrauen, lassen Sie sich diese Teile von einem Tischler zuschneiden. Der Rest des Baus ist für Heimwerker kein Problem.

  1. Schneiden Sie die Seitenteile zu einem rechtwinkligen Trapez mit den Grundseiten 100 und 290 Zentimeter zu (siehe Bild 1). Zeichnen Sie an der Schräge eine Rundung ein, um einen sanften Anstieg der Rampe zu erreichen. Schneiden Sie beide Teile mit exakt der gleichen Rundung zu (siehe Bild 2).
  2. Zeichnen Sie 19 Aussparungen von acht auf acht Zentimeter im gleichen Abstand über die gewölbte Seite verteilt an. Außerdem benötigen Sie sechs Aussparungen an der ein Meter langen Grundseite (Podest) und drei an der senkrechten Seite. Schneiden Sie diese aus. Die Aussparungen dienen als Lager für die Leisten, die wiederum die Bretter stützen. Achtung: Sie brauchen zwei identische Bauteile. Arbeiten Sie exakt.
  3. Fügen Sie die beiden Bauteile zu einer Rampe zusammen, in dem Sie die Rechteckleisten in die Aussparungen kleben. Schrauben Sie auf die Schräge und die Plattform die Bretter. Setzen Sie die verbliebene Platte an die Stirnseite, um den Unterbau zu schließen.
  4. Durch die Krümmung entstehen kleine Stufen an den Übergängen zwischen den Brettern. Schleifen Sie die Fahrbahn ab, bis eine gleichmäßig glatte Fläche entsteht, bevor Sie die Siebdruckplatte anschrauben.
  5. Schrauben Sie die Pfosten des Geländers an den Seitenflächen des Podests an und setzen Sie die Seitenteile des Geländers daran.
Arbeiten sie die Aussparungen exakt.
Arbeiten sie die Aussparungen exakt. © Roswitha Gladel

Vergleich zu anderen Bauwerken zum Skaten

Nach der Bauanleitung entsteht eine Rampe, die in erster Linie dem Schwungholen dient und für einfache Wendesprünge geeignet ist. Sie können mit dem Skateboard oder Inliner darauf fahren, für ein Bike ist die Rampe zu klein.

  • Sofern Sie bei der Krümmung der Rampe fast einen Kreisbogen erreichen, lässt sich aus zwei Rampen eine Miniramp bauen. Diese eignet sich für viele verschiedene Figuren.
  • Eine Rampe mit diesen Maßen ist für erwachsene Skater geeignet und nicht mit den kleinen Modellen vergleichbar, die als Kinderspielzeug gedacht sind. Die Konstruktion ist solide und stabil.

Sofern Sie das Holz regelmäßig streichen, ist Ihr Bauwerk für einen jahrelangen Einsatz geeignet. Eine Rampe in dieser Größenordnung ist nur im Fachhandel erhältlich und kostet einige tausend Euro. Der Bau lohnt sich, denn das Material kostet weniger als 800 Euro.

 

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