Sitzbank fürs Motorrad selber bauen

Eine Motorradsitzbank trendy verändern, macht Spaß. Eine Motorradsitzbank trendy verändern, macht Spaß.
Am liebsten hätten Sie passend zu Ihrem Motorrad eine eigene Designer-Sitzbank. Doch das nicht einfach. Erfahren Sie mehr über Ihre Möglichkeiten, eine Sitzbank selber zu bauen.
Margarete Link
27.07.2011 Margarete Link
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • vorab Informationen über den geplanten Umbau vom TÜV
  • Kunstleder oder Leder
  • 1 scharfes Messer
  • Hand- oder Elektrotacker

Grundsätzlich ist eine vollständig eigene entworfene Sitzbank zu einer vorhandenen Maschine nicht erlaubt. Die Zulassungsbestimmungen verhindern dies, es liegt dann keine ABE und keine TÜV-Zulassung mehr vor. Haben Sie keine ABE für eine designte Sitzbank, verlieren Sie die Zulassung für Ihr Motorrad. Trotzdem gibt es legale Möglichkeiten, eine originale Sitzbank für Ihr Motorrad selber zu bauen oder umzugestalten. Über eventuelle Maße, die für Ihr Motorrad einzuhalten sind, erkundigen Sie sich vor dem Umbau beim örtlichen TÜV.

Die Sitzbank fürs Motorrad verändern

Grundsätzlich dürfen Sie nichts an den Halterungen oder der Sitzschale der Sitzbank verändern, die müssen so bleiben, wie sie sind. Sie können aber die Sitzbank selber farblich verändern. Erlaubt sind auch Verzierungen und Applikationen auf einer bereits vorhandenen Sitzbank. Bauen Sie nun so Ihre Sitzbank von Ihrem Motorrad selber um:

  1. Besorgen Sie sich dazu Kunstleder oder Leder in den nötigen Maßen in Ihrer Lieblingsfarbe.
  2. Ziehen Sie dann vorsichtig die Klammern aus der Unterseite der alten Sitzbank heraus, am besten mit einer Spitzzange.
  3. Legen Sie die Sitzbank mit dem Rücken auf das neue Kunstleder und spannen es über den Schaumstoff zur Rückbankunterseite.
  4. Tackern Sie den neuen Stoff mit einem Hand- oder Elektrotacker fest.

Wie Sie Kraftrad-Sitze selber bauen können

Eine weitere Möglichkeit, Ihre Sitzbank zu verändern, ist das Auf- oder Abpolstern der Sitzauflage. Dies wird häufig gemacht, wenn bei kleineren Personen die Sitzbank zu hoch ist und diese die Füße nur noch auf den Zehenspitzen auf den Boden bekommen oder bei großen Personen, denen die Sitzbank einfach zu niedrig ist. Für alle Ein- und Umbauten können Sie aber zuvor für die genauen Bestimmungen Ihren örtlichen TÜV befragen. Für manche Motorräder bestehen Mindestpolstermaße.

  1. Nehmen Sie die Sitzbank von Ihrem Motorrad ab und lösen vorsichtig die Heftklammern auf der Rückseite der Sitzbank. Lösen Sie das Leder der Sitzbank vorsichtig ab. 
  2. Nehmen Sie ein scharfes Messer und schneiden die benötigte Abpolsterung aus dem Schaumstoff aus. Bedenken Sie aber, dass Sie an dem Bereich, an dem Ihre Genitalien aufliegen, noch genügend Abpolsterung haben.
  3. Schneiden Sie nicht zu viel weg, eine mehrere Zentimeter dicke Auflage sollte schon noch da sein und achten Sie auf eine saubere gerade Schnittführung.
  4. Spannen Sie nun das vorhandene Leder wieder über die neu zugeschnittene Sitzbank von Ihrem Motorrad.
  5. Tackern Sie das Leder auf der Unterseite wieder fest.

Alle baulichen Anhängsel, wie ein Gurt vom Sozius beispielsweise, müssen so bleiben, wie sie sind. Am besten ist, Sie besorgen sich für Ihre Veränderungen eine gebrauchte originale Sitzbank von einem Motorrad Ihres Typs, so müssen Sie nicht die eigene originale Sitzbank verändern. Und wenn Sie Ihr Motorrad einmal verkaufen wollen, haben Sie auch noch die originale Sitzbank. Eine gebrauchte Sitzbank ist schon für wenig Geld beispielsweise bei eBay zu ersteigern. Trauen Sie sich es nicht zu, den Umbau selber zu bauen, können Sie die Sitzbank auch von einem Profi für relativ wenig Geld umbauen lassen. Gegebenenfalls ist für die Veränderung eine neue AGB nötig, die Sie beim TÜV erhalten, erkundigen Sie sich vor dem Umbau deshalb beim TÜV.

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