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Sicherungsübereignungsvertrag - das wird darunter verstanden

Ein Sicherungsübereignungsvertrag ist ein Kreditsicherungsmittel. Sie übertragen als Sicherungsnehmer treuhänderisch Eigentum auf den Sicherungsgeber, der Ihnen als Kreditgeber einen Kredit gewährt.

Kreditsicherung durch Sicherungsübereignung.
Kreditsicherung durch Sicherungsübereignung.

Benötigen Sie ein Darlehen, wünscht der Kreditgeber eine Sicherheit. Eine solche Sicherheit kann die Sicherungsübereignung eines Gegenstandes sein.

Diese Interessen bestimmen den Sicherungsübereignungsvertrag

  • Ein Sicherungsübereignungsvertrag berücksichtigt die Interessen beider Parteien. Das Interesse des Kreditgebers geht dahin, eine Sicherheit für den Kredit zu erhalten. Als Sicherheit können Sie einen bereits in Ihrem Eigentum stehenden Gegenstand übereignen.
  • Oder möchten Sie mit dem Kredit einen bestimmten Gegenstand kaufen, können Sie diesen Gegenstand als Sicherheit zur Verfügung stellen.
  • Ihr Interesse geht dann aber regelmäßig dahin, diesen Gegenstand weiterhin nutzen zu dürfen. Sie übereignen ihn also nur zur Sicherheit an den Kreditgeber, behalten den Gegenstand aber in Ihrem Besitz und dürfen ihn benutzen.

Orientieren Sie sich an typischen Beispielfällen

  • Ein typisches Beispiel kann darin bestehen, dass Sie Ihr neues Auto auf Kredit kaufen und zur Sicherheit des Kredits das Fahrzeug an die Bank übereignen. Oder der Bauunternehmer finanziert eine neue Baumaschine und übereignet diese als Sicherheit an die den Kaufpreis finanzierende Bank.
  • Die Sicherungsübereignung kommt auch dann in Betracht, wenn die Übergabe des Sicherungsgutes an den Gläubiger nicht möglich oder nicht wünschenswert ist, etwa bei Rohstoffen, Waren-, Geschäfts- und Wohnungseinrichtungen sowie Maschinen, die der Kreditnehmer zur Fortführung seines Geschäftsbetriebes benötigt.
  • Zugleich vereinbaren Sie im Sicherungsübereignungsvertrag, dass Sie berechtigt sind, das Fahrzeug zu besitzen und zu benutzen. 

Achten Sie auf die richtige Sicherungsabrede

  • Der Sicherungsnehmer/Kreditgeber erhält im Außenverhältnis volles Eigentum, wird aber im Innenverhältnis zu Ihnen als Kreditnehmer verpflichtet, dieses Eigentum nur zur Sicherung seiner Forderung zu verwerten und es nach Erlöschen der Forderung wieder an Sie zurückzugeben. Diese Sicherungsabrede ist wesentlicher Bestandteil des Sicherungsübereignungsvertrages.
  • Wichtig ist, die zur Sicherungsübereignung vorgesehenen Gegenstände im Sicherungsvertrag genau zu bezeichnen und nach Anzahl, Aussehen, Art, Sorte, Nummerierung oder Lagerort zu bezeichnen.
  • Kommen Sie Ihren Verpflichtungen aus dem Kreditvertrag nicht nach, ist der Kreditgeber als Sicherungsnehmer berechtigt, das Sicherungsgut zu verwerten. Je nach Vereinbarung kann er es freihändig verkaufen oder muss es nach Vorgabe des Gesetzes öffentlich versteigern.
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