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Sex verbessern

Eine gesunde Beziehung lebt von einem gesunden Sexleben. Stimmt im Bett etwas nicht, ist das nur allzu oft Spiegel dessen, dass zwischen den beiden Partnern etwas noch viel Bedeutenderes im Argen liegt. Logische Schlussfolgerung hieraus: Wer den Sex verbessern kann, der wird auch die Beziehung verbessern. Doch wie verbessert sich das Sexleben am besten? Nur allzu oft ist es nicht die Verbesserung des Sexlebens, was die Beziehung verbessern kann, sondern eine Verbesserung der Beziehung, was auch den Sex verbessern wird.

Guter Sex setzt oft eine gute Partnerschaft voraus.
Guter Sex setzt oft eine gute Partnerschaft voraus.

Trugschluss guter Sex = gute Beziehung

Gehören für viele Menschen Sex und Liebe auch zusammen, so ist das von der Natur nicht unbedingt so vorgesehen. Vielmehr handelt es sich dabei um eine gesellschaftliche Konvention, die nicht für jedes Individuum gelten muss.

  • Was lernen Sie daraus? Zunächst einmal sollten Sie nicht an der Liebe Ihres Partners zweifeln, nur weil Sie nicht den besten Sex mit ihm erleben. Unterstellen Sie ihm nie, dass er nichts für Sie empfindet, bloß, weil Sie Ihr Sexleben als verbesserungsfähig empfinden. Tatsächlich müssen Liebe und guter Sex nicht unbedingt miteinander zu tun haben.
  • Auf gar keinen Fall wird besserer Sex Ihre Beziehung verbessern, wenn mit jener tatsächlich etwas im Argen liegt. Auf der anderen Seite aber können Bemühungen, die Beziehung zu verbessern, durchaus mit einer Verbesserung des Sexlebens einhergehen.
  • Das Wichtigste für jede Beziehung sollte eine vertrauensvolle und offene Basis sein. Bemühen Sie sich, jene in Ihrer Partnerschaft zu gewährleisten, so wird Ihre Beziehung davon immer profitieren - nicht zuletzt kann das Auswirkungen auf den Bettsport haben.
  • Offene Gespräche sind hier das A und O. Nehmen Sie sich Zeit, einmal die Woche klar zu sagen, was Sie am anderen wahnsinnig macht und was Sie an ihm schätzen. Nur so kann eine ehrliche und vertrauensvolle Beziehung entstehen, die sich wiederum auf Ihre gemeinsame Intimität auswirken wird.
  • Viele Leute können sich nur fallen lassen, wenn sie sich mit dem anderen wohlfühlen und ihm vertrauen. Daher kann es auch für die Intimität Wunder bewirken, die Vertrauensbasis und Offenheit innerhalb einer Beziehung durch offene Gespräche zu stärken.
  • In offenen Gesprächen sollten Sie Ihrem Partner auch anvertrauen, was Sie im Bett erwarten. Nur auf diese Weise kann es zu Verbesserungen kommen. Damit in einer Partnerschaft aber offen und schamlos über Intimität gesprochen werden kann, gilt es zuvor erneut, die allgemeine und alltägliche Beziehungsbasis durch Offenheit zu stärken. Wer sich mit dem anderen wohlfühlt, wird mit ihm entspannter über seine sexuellen Wünsche sprechen.
  • Neurungen und Abwechslung im Bett können die Folge sein, wobei es immer und egal in welcher Lebenssituation gut tut, etwas Neues auszuprobieren. Sei es Sex in der freien Natur und an anderen ungewöhnlichen Orten, seien es Rollenspiele oder sei es die Praxis des Kamasutra - all das kann durch Offenheit gefördert werden. Achten Sie aber immer darauf, dass Ihr Partner sich mit Ihren Vorschlägen wohlfühlt und nicht deswegen mitmacht, weil er Sie nicht enttäuschen möchte. 

Eine gute Beziehung ist nicht zwingend auf guten Sex angewiesen. Guter Sex jedoch ist meist auf eine gute Beziehung angewiesen. Woran Sie also am besten arbeiten, um den Sex zu verbessern, sollte nun klar sein.

Den anderen wahrnehmen - Intimität verbessern

Größtes Problem vieler Beziehungen ist es, dass die Partner einander nicht wirklich sehen. Da gibt es einen Unterschied, einen Gegenüber anzusehen und ihn wirklich wahrzunehmen. Nimmt man einander nun wahr, so kann auch das eine Beziehung und ihr Sexleben stärken. 

  • Jeder Mensch neigt dazu, Dinge und Personen nicht wirklich zu sehen, wenn er sie auch betrachtet. Sieht man beispielsweise einen Stuhl an, dann sieht man ihn laut Psychologen im Grunde nicht. Vielmehr reproduziert der Verstand während des Anblickens alles Wissen und alle Erinnerung, die der Betrachter über das Objekt gesammelt hat. 
  • Der Wahrnehmungsmechanismus des Menschen ist also von mangelnder Aufmerksamkeit und Unbewusstsein geprägt. Jemanden bewusst wahrnehmen meint, den Wahrnehmungsautomatismus zu überwinden.
  • Erwartungen, die man an einen Partner hat oder Erinnerungen daran, wie er sich einmal verhalten hat, was er einmal gesagt hat oder wer er gestern war, müssen überwunden werden, um ihn in jedem Moment neu als den sehen zu können, der er gerade ist. 
  • Oft führt der Wahrnehmungsautomatismus dazu, dass man in kommunikativen Situationen schon für den Partner vorausdenkt. So meint man oft, zu wissen, was der andere antworten wird. Man unterstellt ihm Intentionen oder Antworten, die er vielleicht überhaupt nicht geben würde, denn alles, was man sich in einer solchen Situation zusammenspinnt, entspringt dem eigenen Inneren - es handelt sich also um die eigenen Gedanken und unmöglich tatsächlich um die des Gegenübers, da der nun mal eine andere Person ist. 
  • Die Erwartungshaltung und der Wahrnehmungsmechanismus können dazu führen, dass der Mensch aus der Kommunikation nur das heraus hört, was er erwartet. Fehlinterpretationen und Missverständnisse entstehen, die eine Beziehung unheimlich belasten können. Auch die größte Offenheit hilft nicht viel, wenn der andere sich nicht darum bemüht, das Ist und seinen Partner mit all seinen Wünschen und Äußerungen in jenem Ist wahrzunehmen. 

Das Sexleben über Offenheit zu verbessern, setzt also das erwartungslose Wahrnehmen des anderen voraus, denn wer nicht sieht, wird nicht verstehen und wer nicht versteht, der wird nichts verbessern können.

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