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Sex - Geräusche aus dem elterlichen Schlafzimmer kindgerecht erkären

Peinlich und doch so normal: Der Nachwuchs hat Ihre Geräusche beim Sex gehört und stellt natürlich Fragen. Selbst wenn das Kind keine Fragen stellt, reden Sie mit ihm, wenn Sie denken, es hat Ihre Sexgeräusche wahrgenommen. Auch wenn es Ihnen peinlich ist - ein rechtzeitiges Gespräch ist besser, als eine Diskussion beim Kaffee mit Oma.

Geräusche beim Sex: Was habt Ihr heute Nacht gemacht?
Geräusche beim Sex: Was habt Ihr heute Nacht gemacht?

Was Sie benötigen:

  • Geduld
  • Einfühlungsvermögen

Fragen über Töne beim Sex an das Kind

Bevor Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie dem Kind die Geräusche beim Sex erklären, die es gehört hat, sollten Sie das Kind fragen, was es meint, gehört zu haben. Je nachdem, welche Geräusche beim Sex entstanden sind und welche Entwicklungsstufe Ihr Kind hat, glaubt es, etwas anderes gehört zu haben.

  • Wenn Sie nur recht leise gestöhnt haben und das Kind auf Schmerzen tippt, können Sie es in dem Glauben lassen. Mama und Papa hatten Bauchweh, das ist für ein dreijähriges Kind durchaus glaubhaft. Es gibt keinen Grund, dem Kind mehr zu erzählen, als es wissen will.
  • Falls das Kind den Eindruck hatte, dass sie sich gegenseitig wehgetan haben oder einer von beiden in Gefahr gewesen sei, erklären Sie dem Kind, dass es eine Art Spiel ist. Erinnern sie es daran, dass es beim Spielen auch manchmal schreit und man denkt, es wäre etwas Schlimmes passiert. Es ist vermutlich wenig hilfreich für die weitere Entwicklung eines Kindes, wenn es die Geräusche mit Schmerzen und Aggressivität in Verbindung gebracht hat und dann erfährt, dass es sich um Sex gehandelt habe. Es wird vermutlich immer denken, Sex sei etwas Schreckliches. Erklären Sie also zunächst, dass die Geräusche nichts Schlimmes bedeutet haben.
  • Vielleicht hat das Kind die Geräusche beim Sex auch richtig verstanden und erkannt, dass es etwas Schönes war, was es da angehört hat. Dann sollten Sie dem Kind sagen, dass Erwachsene bestimmte Dinge machen, wenn sie sich lieb haben, dass es aber etwas ist, das nur Erwachsene tun, ähnlich wie Auto fahren. Sagen Sie dem Kind auch, dass es mit Fragen zu Ihnen kommen kann, aber dass es etwas ganz Geheimes ist, das man Fremden nicht verrät.

Aufklärung, auch wenn es keine Geräusche gehört hat

  • Kinder sollten so früh wie möglich aufgeklärt werden, aber entsprechend ihrer Entwicklung. Zu frühe Aufklärung, wenn Fragen beantwortet werden, die das Kind nicht gestellt hat, verwirren. Wie soll ein 2 Jähriger verstehen, dass das "Pippiteil" in ein Loch bei der Frau gesteckt wird. Er würde wohl jeden für verrückt halten, der so etwas tut.
  • Gehen Sie grundsätzlich frei und unbeschwert mit dem Thema Sex um. Lassen Sie keine Pornos rumliegen, aber verstecken Sie auch keine Zeitungen, in denen Nackte zu sehen sind. Ihr Kind bekommt in der heutigen Zeit einiges mit. Wenn es merkt, dass Sie das Thema versuchen auszublenden, wird es kaum Fragen stellen. Also bleiben Sie locker, wenn mal wieder ein halb nacktes Pärchen auf dem Bildschirm schmust.
  • Leben Sie dem Kind Zärtlichkeit mit dem Partner vor. Küssen Sie sich vor ihm und umarmen sich. So sieht das Kind, das körperlicher Kontakt etwas Schönes und Natürliches ist.
  • Lenken Sie niemals das Gespräch auf Themen wie Sex oder Fortpflanzung, sondern seien Sie bereit, auf Fragen des Kindes zu antworten. Fragen Sie grundsätzlich das Kind, was es genau wissen will und ob es Ihre Antwort verstanden hat. Denken Sie immer daran: Das Kind hat keine Erfahrung mit Sex, es wird vieles aus einer anderen Perspektive wahrnehmen, als Sie. Selbst wenn es nicht nur die Geräusche beim Sex gehört hat, sondern Sie sogar dabei beobachtet hat, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass es das gesehen hat, das sie gemacht haben. Es wird das Gesehene in seine Welt einordnen.
  • Und nur am Rande: Lassen Sie die Sache mit den Bienchen und den Blümchen. Es geht nicht darum, dass Sie die Fortpflanzung erklären, sondern, dass Sex etwas Schönes ist, aber manchmal brutal wirkt.
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