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Seniorenspiele bei Demenz - so sorgen Sie für gute Unterhaltung

Hat man einen demenzkranken Menschen in seiner Familie, wird es mit fortschreitender Krankheit immer schwieriger, ihn sinnvoll zu beschäftigen. Mit einigen Seniorenspielen kann man aber zumindest für kurze Zeit wieder etwas Freude und Gelassenheit in das Leben der Erkrankten bringen.

"Mühle" macht vielen Senioren Spaß.
"Mühle" macht vielen Senioren Spaß.

Was Sie benötigen:

  • Memory
  • Mau-Mau
  • Mensch ärgere dich nicht

Seniorenspiele richtig aussuchen

  • Seniorenspiele bei Alzheimer-Demenz sollten nicht allzu schwer sein. Räumliches Denken fällt Demenzkranken eventuell schwer; ein Puzzle sollten Sie daher nur auswählen, wenn Sie sicher sind, dass der Kranke dies noch beherrscht.
  • Besser ist es, wenn Sie Seniorenspiele auswählen, die der Betroffene von früher aus seiner gesunden Zeit kennt. „Mensch ärgere dich nicht!“ oder „Mau Mau“ sind Beispiele für solche Spiele.
  • Im Fachhandel für Senioren finden Sie Ausführungen solcher Spiele mit großer Schrift, übersichtlichen Spielfeldern und gut zu haltenden Spielfiguren.
  • Memory zählt ebenfalls zu den Seniorenspielen, die man bei Alzheimer-Demenz gut spielen kann. Je nach Ausprägung der Krankheit, wählen Sie ein Spiel, das normale Bilder oder auch einfach zu erkennende Kreise, Dreiecke oder ähnliches zeigt. Wenn Sie kreativ sind und gerne basteln, können Sie aus Familienfotos Ihr eigenes Memory basteln.
  • Viel Spaß macht es außerdem, wenn Sie eine Sortierkiste für Ihren Angehörigen zusammenstellen. Vielleicht finden Sie einige Gegenstände, die sich zum Beispiel nach Farben, Formen, Gebrauch oder Größe sortieren lassen. Knöpfe, Steine, Stifte, Lego, oder ähnliches ist geeignet. War der Erkrankte von Beruf Tischler, sind Bauklötze passend, bei einem Juwelier hübsche Perlen.
  • Schreiben Sie einige Stichwortkarten. Letztendlich ist es relativ egal, welches Wort Sie schreiben, wichtig ist, dass sich daraus ein Gespräch entwickeln kann. Steht auf einer Karte „Hund“, fällt dem Betroffenen vielleicht ein, dass er im Kindesalter einen Hund besessen hat. Durch dieses kleine Spiel kann eine kurzweilige Stunde entstehen.

Bei Demenz sorgsam sein

  • Es ist löblich, wenn Sie sich überlegen, wie Sie einem Demenzkranken die Zeit möglichst angenehm gestalten. Sie müssen dabei aber immer im Auge behalten, dass dieser Mensch nicht nur vergesslich ist, sondern krank.
  • Überfordern Sie ihn daher nicht. Haben Sie eine Zeit lang gespielt und die Aufmerksamkeit lässt nach, machen Sie eine Pause, sodass sich der Betroffene erholen kann.
  • Bei Seniorenspielen ist wichtig, dass Sie den Betroffenen nicht korrigieren. Bei Demenz könnten Korrekturen nicht verstanden werden - der Kranke verzweifelt eventuell und wird aggressiv.
  • Wählen Sie die Seniorenspiele nach dem Grad der Erkrankung aus. Im Frühstadium können die Spiele anspruchsvoller sein, in späteren Stadien müssen sie leichter sein. Ihr Spielpartner sollte weder überfordert noch gelangweilt sein.
  • Das Kurzzeitgedächtnis lässt bei Alzheimer-Demenz zuerst nach; das Langzeitgedächtnis bleibt relativ lange erhalten. Suchen Sie sich daher Seniorenspiele aus, die der Kranke noch von früher kennt.
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