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Seminaristischer Unterricht - so klappt die Durchführung

Seminaristischer Unterricht gehört neben Vorlesungen und Selbststudium zu einem jeden Studium dazu. Er wird von einem Seminarleiter durchgeführt. Im Rahmen der aktiven Mitgestaltung können Sie als Studierender - beispielsweise eines Lehrerstudiums - mit der Seminargestaltung beauftragt werden. Hier können Sie sich und den anderen Teilnehmern beweisen, wie Sie von Ihnen formulierte Lernziele in einer Seminareinheit umsetzen können.

Seminar als Gruppenunterricht durchführen
Seminar als Gruppenunterricht durchführen

Eine selbst gestaltete Seminarsitzung ist eine gute Übung für die spätere Lehrtätigkeit, egal, ob an einer schulischen Einrichtung oder in einem Unternehmen. 

Seminaristischer Unterricht - Offenlegung der Zielstellung fördert die Motivation der Teilnehmer

Seminaristischer Unterricht hat eine bestimmte Zielstellung. Daher kommt es bei der Gestaltung einer Seminareinheit auf das vorherige Formulieren der angestrebten Ziele an. Sie können ein Seminar auf Grundlage von Arbeitsaufträgen, als Gruppenarbeit oder als Seminarvortrag durchführen.

  • Die Formulierung einer Zielstellung legitimiert Ihre gesamte Vorgehensweise bei einem Seminarvortrag. Damit geben Sie die Antwort auf die Frage nach dem “Wozu“. Außerdem ermöglicht es nach Beendigung der Seminareinheit eine Überprüfung des Erreichten. Offengelegte Lernziele dienen der Motivation Ihrer Zuhörerschaft und der allgemeinen Verständigung über die Handlungsweise.
  • Vor Seminarbeginn sollte Ihre Zielformulierung beim Seminarleiter schriftlich vorliegen. Er hat damit eine Orientierungshilfe. Außerdem kann er sich beim abschließenden Feedback darauf beziehen. 

Praktische Anregungen und Tipps zur Nutzung der Medien

  • Das am häufigsten verwendete Medium ist der Overhead-Projektor. Sie können während der Benutzung den Blickkontakt zu den Seminarteilnehmern halten. Nutzen Sie diesen Vorteil und drehen Sie nicht zur Wand um, weil Sie etwas ablesen oder zeigen möchten. Die Verwendung von Folien bietet Ihnen den Vorteil, dass Sie komplizierte grafische Darstellungen vorbereiten können und mit den folgenden vorher verdeckten Elementen die jeweiligen Erkenntnisse untermauern. Einzig störend kann das Lüftergeräusch bei einem solchen Projektor sein. Achten Sie bei der Folienanfertigung auf eine ausreichend große Schrift. Außerdem sollten nur wesentliche Gedankengänge stichpunktartig (nicht als fortlaufender Text) aufgeführt werden.
  • Seminaristischer Unterricht lässt sich auch mit Wandzeitungen, Flipchart und Stellwänden vorbereiten. Diese Medien bieten den Vorteil der permanenten Präsenz. Am Seminarende können Sie dem Plenum einen Gesamteindruck des im Seminar Erarbeiteten bieten. Durch fortschreitendes schrittweises Entwickeln des Wandbehangs können Sie die Seminarteilnehmer hervorragend mit einbeziehen. Die Ergebnisse können die Teilnehmer mittels Abschrift oder einfach durch Fotografieren sichern. 
  • Beziehen Sie in Ihre selbst gestaltete Seminarsitzung die Tafel unbedingt mit ein. Dieses Medium bietet Ihnen den Vorteil, dass sie jederzeit einsetzbar ist. Ein schrittweises Entstehen des Tafelbildes spiegelt auf sehr anschauliche Weise den Seminarprozess wider. Arbeits- und Aufgabenblätter können Sie ebenfalls als Medium einsetzen.  

Kleinere Fragen können Sie in kurzen Pausen zulassen. Die eigentliche Diskussion legen Sie zum Ende des Vortrags. Am Ende Ihres Seminarvortrags  machen Sie eine knappe Zusammenfassung. Verweisen Sie in diesem Zusammenhang auf Ihr Seminar sowie weitergehende Seminarabschnitte.

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