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Selbstständig machen - aber wie?

Selbstständigkeit hat viele Vorteile. Man ist sein eigener Herr, kann sich seine Zeit selber einteilen, Arbeit auch mal von Zuhause machen und so weiter. Aber Sie sollten nicht außer Acht lassen, dass in Selbstständigkeit zwei markante Worte stecken: Selbst und ständig.

Wer gute Ideen hat, sollte die Chance ergreifen.
Wer gute Ideen hat, sollte die Chance ergreifen.

Was Sie beachten sollten, bevor Sie sich selbstständig machen

  • Es gibt viele Punkte, die Sie berücksichtigen müssen, wenn Sie sich selbstständig machen wollen. Es handelt sich hierbei vernünftigerweise um ein Langzeitprojekt. Sie können nicht davon ausgehen morgen mit Geld verdienen anfangen zu können.
  • Grundstein Ihrer Selbstständigkeit ist natürlich eine Geschäftsidee. Dies klingt leichter als es ist. Es sollte sich um etwas handeln, womit Sie eine Nachfrage bedienen, d. h. Sie benötigen Kunden, die Ihnen Aufträge geben, bzw. Ihre Waren kaufen wollen. Dies bedeutet aber auch, dass Sie sich mit dem, was Sie machen wollen, auskennen sollten.
  • Ihre Geschäftsidee sollte idealerweise etwas mit Ihrer Profession zu tun haben. Sie sollten also entsprechende Vorerfahrungen in der Branche haben und zumindest, bis Sie entsprechenden Umsatz machen, selber, wenn nicht sogar alleine in Ihrer neuen Firma tätig sein können.
  • Sind Sie auf Investoren, einen Zuschuss öffentlicher Gelder oder ein Bankdarlehen angewiesen, um sich selbstständig machen zu können, wird es erforderlich sein, einen sogenannten Businessplan zu erstellen. Dieser beinhaltet neben der Idee selber, auch eine Kalkulation aller entstehenden Kosten und einer Prognose, wie die Gewinnentwicklung aussehen wird, also wie hoch die Gewinnspanne ist und in welchen zeitlichen Rahmen Sie in der Lage sein werden, die erhaltenen Gelder zurückzuzahlen. Unterstützung können Sie hier durch einen Steuerberater erhalten. Es gibt aber inzwischen auch öffentliche Einrichtungen, die Sie bei Ihrer sog. Existenzgründung unterstützen.

Kosten, die auf Sie zukommen

  • Zunächst sollten Sie sich im Klaren sein, welche Räumlichkeiten Sie benötigen, wo diese idealerweise liegen sollten und wie hoch die monatlichen Ausgaben an Miete Strom und so weiter sein werden. Bei der Wahl des Standortes sollten Sie die restliche Infrastruktur und die demografischen Gegebenheiten berücksichtigen. Es macht beispielsweise keinen Sinn, einen Feinkostenladen in einem sozialen Brennpunkt mit hoher Arbeitslosenquote zu eröffnen.
  • Wenn Sie überlegen, sich selbstständig zu machen, sollten Sie in Erfahrung bringen, wo Sie entsprechende Rohmaterialien oder Waren beziehen können. Mithilfe eines Gewerbescheins erlangen Sie die Berechtigung bei Großhändlern zu beziehen, die Ihnen bessere Preise machen, dennoch ist es nicht so einfach, die entsprechende Qualität zu bekommen und dennoch flexibel genug in der Preisgestaltung zu bleiben. Dies sollten Sie, auch wenn Sie keinen Businessplan erstellen müssen, im Voraus klären.
  • Als Arbeitnehmer hat Ihr Chef die Sozialversicherung für Sie bezahlt. Kranken-, Renten-, Pflege-, Unfallversicherung sind nur der Anfang. Bei Ihrer Kalkulation sollten Sie nicht vergessen, dass weitere Kosten auf Sie zukommen. Hierüber sind Sie auch unter anderem versichert und mögliche Angestellte ebenso. Die entstehenden Kosten hängen vom Risikogehalt Ihres Gewerbes ab. Außerdem macht es Sinn, eine Betriebshaftpflicht abzuschließen, damit Sie abgesichert sind.
  • So angenehm es Ihnen zunächst erscheinen wird, die Mehrwertsteuer absetzen zu können, gleichzeitig werden Sie natürlich Ihrerseits umsatzsteuerpflichtig. Auch die Gewerbe und Umsatzsteuer werden Sie spätestens nach der ersten Steuererklärung heimsuchen, daher sollten Sie entsprechende Gelder von Anfang an zurücklegen.
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