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Sektoren in Erdkunde - Erklärung

Im Erdkundeunterricht in der Schule ist nicht selten von sogenannten Sektoren die Rede. Worum es sich dabei genau handelt, ist ohne eine genaue Definition allerdings gar nicht so leicht zu verstehen. Wenn Sie diese im Unterricht verpasst haben, wird Ihnen eine kurze Erklärung dazu sicherlich sehr willkommen sein.

Die Wirtschaftssektoren liefern einen Untersuchungsgegenstand für die Raumanalyse.
Die Wirtschaftssektoren liefern einen Untersuchungsgegenstand für die Raumanalyse.

Definition der drei Wirtschaftssektoren

Im Erdkundeunterricht der Oberstufe sind mit Sektoren in der Regel die drei Wirtschaftssektoren aus der Volkswirtschaftslehre gemeint. Von diesen gibt es drei verschiedene, welche folgendermaßen charakterisiert werden.

  • Der primäre Sektor umfasst vor allem die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei und - je nach Definition - den Bergbau. Man spricht hier auch von der Urproduktion, da es in diesem Sektor um die Beschaffung der Rohstoffe geht, welche zur Herstellung weiterer Produkte benötigt werden. 
  • Letzteres geschieht im sekundären Sektor, wo die vorhandenen Rohstoffe weiterverarbeitet werden. Hierzu zählen in erster Linie natürlich Handwerk und Industrie, weshalb hier häufig auch vom industriellen Sektor gesprochen wird. Aber auch die Strom- und Wasserversorgung sowie die Bauwirtschaft fallen in diesen Bereich.
  • Der tertiäre Sektor setzt sich aus den verschiedenen privaten, öffentlichen und staatlichen Dienstleistungen zusammen. Obwohl man bei den erbrachten Leistungen auch von "Produkten" spricht, zeichnen sich diese anders als materielle Produkte durch den Faktor der Intangibilität bzw. "Ungreifbarkeit" aus.

Die Anwendung des Konzepts im Erdkundeunterricht

  • Die Reihenfolge der drei Sektoren ist keinesfalls zufällig. Vielmehr liefert der primäre Sektor die Grundlage für den sekundären Sektor, während diese beiden zusammen die Entwicklung des tertiären Sektors ermöglichen.
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  • Bei der Theorie der drei Wirtschaftssektoren geht man in der Regel entsprechend davon aus, dass sich der Entwicklungsgrad der Volkswirtschaft eines Landes am Größenverhältnis der drei Sektoren ablesen lässt.
  • So ist die Prozentzahl der Menschen, die im primären Sektor tätig sind, in den sogenannten Entwicklungsländern üblicherweise deutlich höher als in den westlichen industrialisierten Ländern, wo die beiden anderen Sektoren stärker ausgeprägt sind.

Im Erdkundeunterricht liefern die drei Sektoren in erster Linie spezifische Untersuchungsbereiche für die sogenannte Raumanalyse. Bei dieser geht es darum, verschiedene Erdregionen umfassend und systematisch zu analysieren. 

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