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Seilbahn bauen - so gelingt ein Holzmodell

Eine Seilbahn ist eine sehr praktische Einrichtung, wenn es darum geht, große Höhenunterschiede beim Transport in den Bergen zu überwinden. Die Technik ist verhältnismäßig einfach und ein Modell lässt sich fast originalgetreu bauen.

Seilbahnen sind keine Sache für jedermann.
Seilbahnen sind keine Sache für jedermann. © Wolfgang_Dirscherl / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Modellbauhölzer
  • Laufrollen mit Rille
  • Umlenkrollen mit Rille
  • Nähgarn
  • Nähnadel
  • Schnur
  • Alublech
  • Kabinen/Lastbehälter
  • Zugfeder
  • Drechselbank

Eine Seilbahn in zwei Varianten

  • Die einfachere Weise, eine Seilbahn zu betreiben, ist die Standseilbahn. Sie kann auf Schienen fahren, oder auch am Tragseil hängen und wird mit dem Zugseil auf den Berg gezogen. Es ist immer nur eine Fahrt nach oben möglich, dann muss die Gondel oder der Wagen wieder nach unten fahren, um die nächste Fuhre zu holen.
  • Für einen laufenden Betrieb muss das Tragseil umlaufen, es können viele Wagen gleichzeitig bewegt werden, weil sie nicht am gleichen Seil wieder zurückgeführt werden müssen. Dieser Betrieb ist sehr effizient, verlangt aber einen hohen technischen Standard. Welche Art Sie als Modell bauen, hängt von Ihren Möglichkeiten und Vorstellungen ab.

So bauen Sie eine Standseilbahn

  • Die Gleise einer Modelleisenbahn würden es ermöglichen, auch das Fahrgestell dazu für die Seilbahn zu verwenden. Dann kommt es nur noch darauf an, die Gleise so zu verlegen, dass sie eine möglichst gleichmäßige Steigung aufweisen.
  • Sobald es durch das Zugseil zu einem Auftrieb am Wagen kommt, wird er vom Gleis springen. Nötigenfalls müssen Sie die Steigung mit dem Bau von Böcken oder Stützen gegenüber dem Gelände anpassen. Bauen Sie den Wagen nicht zu leicht, damit er sicher das Seil von der Rolle zieht, wenn er abwärts gleitet.
  • Die zweite Variante verwendet ein Tragseil, auf dem die Gondel nach oben gezogen wird und ebenfalls ohne Antrieb wieder herunterfährt. Zum Be- und Entladen ist ein Podium nötig, oder die Gondel muss am Anfang und Ende in den Boden eintauchen. Auch hier darf die Steigung stellenweise nicht so gering sein, dass die Gondel vom Zugseil ausgehoben wird.  

Wie Sie eine Umlaufbahn bauen

  • Dafür brauchen Sie zwei große Umlenkrollen mit Rille, die das Seil aufnehmen können und gleichzeitig die Verdickungen an den Gondelträgern verkraften. Diese Stelle ist sehr kritisch. U.U. verwenden Sie als Träger Aluminiumblech mit einem winzigen Loch, an dem Sie das Seil durch Annähen befestigen (Aufspleißen). Das Seil ist dadurch gleichzeitig Trag- und Zugseil.
  • Die Seilaufhängungen hängen Sie an Brückenportale, die in angemessenen Abständen fest am Boden verschraubt werden. Kleine Rollen daran mit Rillen sorgen für das leichte Laufen des Seiles, sie müssen so weit auseinander liegen, dass sich die Gondeln nicht gegenseitig berühren können.
  • Eine der beiden Umlenkrollen montieren Sie an einem vierkantigen Schiebestück, das im Aufnahmeblock lose vor und zurück rutschen kann. Dieses Schiebestück versehen Sie mit einer genügend starken Zugfeder, die für eine gleichmäßig stramme Spannung des Seiles sorgt.
  • Beachten Sie, dass alle tragenden Teile nur an der Unterseite unterstützt werden dürfen, damit die Gondelträger von oben auf das Seil gesetzt werden können. Wenn Sie eine entsprechende Untersetzung bauen, kann ein kleiner Elektromotor die Seilbahn antreiben.
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