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Schwungfeder - Aufbau, Lage und Bedeutung

Schwungfedern sind die großen kräftigen Federn, die die Tragflächen der Flügel bilden. Diese Federn sind für Flugvögel besonders wichtig, da sie ohne diese nicht fliegen können.

Auch Adler besitzen Schwungfedern.
Auch Adler besitzen Schwungfedern.

Aufbau von Schwungfedern

Schwungfedern gehören, genauso wie die Körperfedern oder die Steuerfedern, zu den Konturfedern und sind somit wie diese Federart aufgebaut.

  • Konturfedern besitzen einen langen, festen und stabilen Federkiel, der recht mittig zwischen den Federfahnen liegt.
  • Die Stabilität des Federkiels ist gegeben, obwohl dieser hohl ist. Dies ist auch der Grund dafür, dass Federkiele in vergangenen Zeiten häufig als Schreibwerkzeug verwendet wurden.
  • Der obere Teil des Federkiels wird Federschaft und der untere Teil wird Spule genannt.
  • Die Spule besitzt zwei Löcher, die Nabel genannt werden.
  • Die Federfahnen sitzen rechts und links des Federschafts und werden in Außenfahne und Innenfahne unterteilt.
  • Die Außenfahne wird die Seite genannt, die im Federkleid des Vogels eine benachbarte Feder bedeckt.
  • Die andere Seite wird von einer benachbarten Feder bedeckt und Innenfahne genannt.
  • Die Federfahnen bestehen aus Federästen, die von dem Kiel ausgehen. Die Federäste verzeigen sich weiter in Bogenstrahl und Hackenstrahl.
  • Am Hackenstrahl sitzen, wie es der Name schon vermuten lässt, kleine Hacken. Diese hacken sich in den Bogenstrahl des benachbarten Federastes ein, sodass eine recht hohe Stabilität zwischen den einzelnen Festerästen entsteht.

Lage im Gefieder eines Vogels

  • Die Schwungfedern werden in zwei Klassen unterteilt - Handschwingen und Armschwingen.
  • Die Handschwingen sind die äußersten großen Schwungfedern an den Flügeln. Sie werden Handschwinger genannt, weil Sie am Mittelhandknochen, sowie dem zweiten und dritten Finger des Vogels sitzen.
  • Diese Federn, meist 11 Stück, werden von innen nach außen immer spitzer.
  • Außerdem werden die Außenfahnen der Schwungfedern von innen nach außen immer schmaler. Dies hat zur Folge, dass die Federn von innen nach außen zunehmend asymmetrischer werden.
  • Die Größe der Federn der Handschwingen variiert ebenfalls. Die maximale Länge erreicht - je nach Vogelart - die mittlere, bis die dritte Feder von außen betrachtet.
  • Alle Armschwingenfedern, die an der Elle des Vogels liegen, sind nahezu gleich und recht symmetrisch geformt.
  • Die Anzahl dieser Federn kann - je nach Vogelart - stark variieren.
  • Die inneren drei Federn der Armschwingen sind die Schirmfedern bezeichnet.

Bedeutung und Funktion für den Flug

  • Wie bereits erwähnt überlagern benachbarte Federn, sodass beim Segeln und einer Abwärtsbewegung des Flügels aus den Schwungfedern eine geschlossene Fläche wird.
  • Durch die asymmetrische Form der Federn drehen sich diese bei einer Aufwärtsbewegung des Flügels so, dass leicht Luft zwischen den Flügeln hindurchströmen kann.
  • Durch diese spezielle Konstruktion der Schwungfedern ist ein Flug erst möglich. Vogelarten, bei denen die Schwungfedern sehr gering ausgebildet sind, werden aufgrund ihrer Flugunfähigkeit, Laufvögel genannt.
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