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Schwimmen lernen mit Anleitung - so brauchen Kinder keine Flossen mehr

Es gibt Kurse, in denen Kinder unter Anleitung schwimmen lernen können. Diese Aufgabe können Sie aber auch selbst erledigen, wenn Sie darauf achten, dass das Kind niemals Angst hat.

Kinder sollten ohne Hilfsmittel schwimmen lernen
Kinder sollten ohne Hilfsmittel schwimmen lernen © isabel h. / Pixelio

Kinder sollten unbefangen mit Wasser umgehen können

Leider gibt es auch in der heutigen Zeit noch geistige Tiefflieger, die der Meinung sind, dass man Kinder zum Schwimmen lernen einfach in das Wasser werfen sollte. Diese Minderheit ist unbelehrbar und die Kinder können einem leidtun.

  • Kinder haben keine Angst vor Wasser, es sei denn, sie ist durch schlechte Erfahrung entstanden. Hier können Sie vorbeugen, indem Sie das Kind von Anfang an schon beim Baden, Duschen und Haarewaschen vorsichtig behandeln. Lassen Sie kein Wasser über das Gesicht laufen, wenn das Kind das nicht will. Ein einfaches Gästehandtuch zum Schutze des Gesichtes ist ausreichend und kann so manches Geschrei und Tränen verhindern.
  • Einem Kind unter 3 Jahren können Sie auch unter Anleitung das Schwimmen nicht lernen. Es beherrscht die Koordination von Armen und Beinen einfach noch nicht. Die meisten Kinder lernen das Schwimmen im Alter von 4 - 6 Jahren. Auch vor dieser Zeit sollten Sie in Ihre Freizeitplanung sehr regelmäßige Schwimmbadbesuche einbeziehen. Kinder, die unbefangen im Wasser spielen können, lernen das Schwimmen schneller.

Unter liebevoller Anleitung lernen Kinder das Schwimmen

Mit Schwimmflügeln, Schwimmreifen u. a. Hilfsmitteln werden Kinder über Wasser gehalten und wiegen sich in Sicherheit. Schwimmen lernen Sie damit jedoch nicht. Das eigentliche Schwimmen erlernen sie erst, wenn keine Hilfen mehr vorhanden sind. So  gesehen können Sie sich und Ihrem Kind diesen "Umweg" ersparen.

  • Die ersten Übungen um Schwimmen zu lernen sollten Beinübungen sein. Das Kind hält sich dazu mit seinen Händen  und ausgestreckten Armen am Beckenrand fest und führt nach Ihrer Anleitung die richtigen Beinbewegungen aus. Die ersten Versuche können Sie mit Ihren Händen unterstützen.
  • Wenn sich das Kind unsicher fühlt, sollten Sie es auf jeden Fall unter dem Bauch festhalten und nur dann loslassen, wenn es das Kind ausdrücklich erlaubt. Das Kind muss wissen, dass es Ihnen blind vertrauen kann.
  • "Arme nach vorne, Hände nach außen und Wasser wegschieben", mit solchen einfachen Sätzen unterstützen Sie das Kind beim Erlernen der Armbewegung.
  • Wenn das Kind keine Angst hat, Wasser ins Gesicht zu bekommen, sollten Sie ihm einmal zeigen, wie Sie ganz ohne Schwimmbewegung durch das Wasser gleiten, wenn sich mit ausgestreckten Armen mit den Beinen vom Beckenrand abstoßen. Sollte das Kind bereit sein dies nachzumachen, berühren Sie dabei mit Ihrer Hand den Bauch des Kindes ohne dass Sie es weiter "tragen" als es durch seine eigene Kraft gleiten kann.
  • Die nächste Stufe ist - die Erlaubnis des Kindes vorausgesetzt - dass Sie sich an die Stelle begeben, an der das Kind ankommt. Sollte das Kind die Strecke nicht schaffen, weil es z. B. Angst bekommt und im Wasser "herumrudert", müssen Sie natürlich sofort zur Stelle sein.
  • Nach Übungen, die unter Ihrer Anleitung ausgeführt wurden, werden Sie überrascht feststellen, dass das Kind schwimmen kann. Dies geschieht oft von einem Tag auf den anderen.

Während Sie Ihrem Kind das Schwimmen lernen, sollten Sie jeden kleinsten Fortschritt loben. Unterlassen Sie bitte jede Art von negativen Äußerungen und demoralisieren Sie das Kind nicht, indem Sie es mit anderen Kindern vergleichen, die schon schwimmen können.

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