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Schweizer Erfindungen - Wissenswertes über die Novitäten aus dem Alpenstaat

Die Schweizer haben im Laufe ihrer Geschichte eine Menge bedeutender Erfindungen gemacht. Nach Datum geordnete Listen lassen sich vielerorts im Internet aufrufen. Wenn Sie die in der Schweiz gemachten Erfindungen jedoch nach Themengebieten geordnet betrachten, fällt schnell etwas auf.

Viele Erfindungen kommen aus der Schweiz.
Viele Erfindungen kommen aus der Schweiz. © Katharina_Wieland_Müller / Pixelio

Schweizer Erfindungen, die das Leben schöner machen

  • Erfindungen, die das Leben schöner machen, haben sehr häufig mit Essen zu tun, so auch in der Schweiz, wo schon 1561 das Tirggel Honiggebäck in Zürich das erste Mal zu verkosten war. 1600 buk Herr Gasparini in Meiringen die ersten Meringues, ab 1699 kennt man das Fondue, dessen Erfinder allerdings unbekannt ist.
  • Die erste Käserei stand natürlich auch in der Schweiz, 1802 wurde in der Talkäserei Hofwil der erste Käselaib gefertigt.
  • Und die Schokolade erst, um die haben sich die Schweizer wirklich verdient gemacht: 1819 stellt François-Louis Caillier die ersten Schokoladentafeln her, Philippe Suchard baute 1826 die erste Schokoladenfabrik. Charles-Amédée Kohler  erfand wenig später, 1828, die erste Haselnussschokolade, Albert Wander 1904 das köstliche Ovomaltine und Theodor Tobler 1908 die Toblerone.
  • Dann kommt noch das Birchermüesli aus der Schweiz, 1900 von Maximilian Oskar Bircher-Brenner zusammengestellt, 1908 stellte die Schweizer Firma Maggi den ersten Bouillonwürfel her, 1938 entwickelte Max Morgenthaler den Nescafé und 1950 Hans Meier die Kartoffelchips, und das sind keineswegs alle kulinarischen und teilweise lebensverändernden Entwicklungen, die aus der Schweiz stammen.
  • Die Frauen machte das erste Schnittmuster für Kleider schöner, das 1844 in Zürich entstand, ab 1923 konnten sie diese Kleider mit dem von Martin Othmar Winterhalter entwickelten Reißverschluss (“Riri”) schließen. Die Männer waren 1891 von ersten Armee-Taschenmesser begeistert, dem Vorgänger aller “Schweizer Messer”, das Karl Elsener für Voctorinox entwarf, und klebten die zugeschnittenen Teile ab 1938 mit dem ersten wasserfesten Kleber zusammen, Araldit von Pierre Castan (für Ciba-Geigy).

Weitere Erfindungen der Schweizer

  • Das Leben wird leichter, wenn der Mensch genug Schlaf bekommt, und so entwickelte der berühmte Schweizer Arzt und Naturforscher Paracelsus bereits 1520 das Laudanum, ein Medikament gegen Schlaflosigkeit.
  • Auch die ersten Hustentabletten wurden von einem Schweizer entwickelt, 1846 von Emanuel Wybert für eine Apotheke in Basel, ebenso wie die Wundsalbe Bepanthen (1944, Fa. Roche), das Schmerzmittel Voltaren (1973, Fa. Ciba-Geigy) und viele andere Erfindungen in der Medizin, die die Schweizer Pharma-Industrie wachsen ließen.
  • Leichter wird das Leben auch durch mehr Wissen, und die Schweiz hat sich bei der Wissensvermittlung verdient gemacht: 1548 fertigte Johannes Stumpf aus Zürich die erste Alpenkarte an, 1597 gaben Leonhard Straub und Samuel Dilbaum die erste Zeitung mit dem Namen "Annus Christi" heraus. Auf Betreiben Matthäus Merians folgte 1635 die erste Illustrierte, 1694 erschien in Rorschach die erste Monatszeitschrift, 1705 gab Johann Jakob Scheuchzer die erste Fachzeitschrift heraus. Orell Füssli erfand 1843 erste Briefmarke Europas, um das alles zu verschicken.
  • Und durch viele nützliche Alltagserfindungen, von denen die Schweizer z. B. das Zellophan (1908, Jacques Edwin Brandenberger), die Alufolie (1911, Robert Victor Neher), die Jalousien (1913, Emile Schenker) und den Klettverschluss (1951, George de Mestral) beisteuerten.
  • Erst nach diesen den Alltag beeinflussenden Erfindungen soll hier ein kurzer Blick auf die technischen Erfindungen geworfen werden, mit deren Entstehungsumfeld Sie sich ohnehin jeweils näher beschäftigen müssten - bei technischen Erfindungen arbeiten meist mehrere Forscher über längere Zeit im Dialog miteinander, sodass häufig ein alleiniger Urheber nicht ganz klar abgegrenzt werden kann.
  • Auf jeden Fall entstand schon 1735 die erste Uhrenfabrik (Blancpain) in der Schweiz, 1767 Horace Bénédict de Saussure mit seiner Hitzkiste den ersten Entwurf eines leistungsfähigen Sonnenkollektors und 1783 das Hygrometer. Um die Entwicklung des Verbrennungsmotors machte sich 1807 Isaac de Rivaz verdient, um die Glühlampe 1820 Auguste de la Rive, 1865 entwickelte Charles Brown für Sulzer die erste Dampfmaschine, Antatole Mallet baute 1884 einen Vierzylindermotor.
  • Auch Albert Einstein war gerade Schweizer, als er 1905 die Relativitätstheorie aufstellte, wie Niklaus Wirth, der Erfinder der 1968 Programmiersprache "Pascal" (1968). Sogar das World Wide Web hat seine Ursprünge in der Schweiz, es wurde 1991 von Tims Berners-Lee in Zusammenarbeit mit Robert Cailliau in der Großforschungseinrichtung Cern in Genf konzipiert, um Forschungsergebnisse schnell austauschen zu können.

Gerade auf dem Gebiet von Technik, Elektronik und Computer kamen noch viele Anstöße aus der Schweiz, und natürlich sind die Schweizer auch herausragend in den Erfindungen, die mit ihren geografischen Gegebenheiten zu tun haben, ob es um Schlitten, Bergbahnen, Bobrennen, Skiklubs oder Ski-Lifte geht.

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