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Schweißerschein machen - so gelingt es

In vielen Bereichen des Stahlbaus werden heute Schweißnähte angefertigt. Je nach Auftrag muss der Schweißer für solche Schweißnähte einen Schweißerschein vorlegen können.

Legen Sie die Schweißerprüfungen für verschiedene Schweißarten ab.
Legen Sie die Schweißerprüfungen für verschiedene Schweißarten ab.

Voraussetzungen, um einen Schweißerschein zu erlangen

Genauso unterschiedlich wie die verschiedenen Schweißnähte sind, die an einem Arbeitsplatz angefertigt werden müssen, genauso unterschiedliche Schweißerscheine gibt es. In der nachfolgenden Anleitung wird aufgezeigt, wie Sie vorgehen sollten, wenn Sie einen Schweißerschein machen möchten.

  • Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die Prüfung für einen Schweißerschein aus den beiden Sektoren praktische Prüfung und theoretische Prüfung zusammensetzt. Sie sollten also nicht nur ein guter Schweißer sein, sondern sollten auch ein gutes Fachwissen über Unfallverhütungsvorschriften, Materialbeschaffenheit und Schweißarten aufweisen können, wenn Sie einen Schweißerschein machen möchten.
  • Es gibt Schweißer, die kommen alle 2 Jahre einmal zu einer TÜV-Stelle, legen die Prüfung ab und gehen wieder. Das können diejenigen machen, die als Schweißer jeden Tag die unterschiedlichsten Nähte und Materialien verschweißen und so immer im Thema sind. Sollten Sie als Schlosser einen Schweißschein machen wollen, wäre es gut, wenn Sie zuerst einmal ein paar Tage unter Aufsicht Probeschweißungen durchführen würden.
  • Als normaler Schlosser wäre es sicherlich auch gut, noch einmal eine Auffrischung der theoretischen Grundbegriffe des Schweißens zu erhalten. Der TÜV  bietet beispielsweise für diesen Zweck extra Kurse an, bei denen Stahlbauer binnen kürzester Zeit ihre benötigten Schweißscheine machen können.

Die Schweißerprüfung ablegen

  • Wenn Sie noch nie geschweißt haben, sollten Sie einen Langzeitkurs besuchen, um einen Schweißerschein zu erhalten. Hier werden so lange an Werkstücken Kehlnähte, Rundnähte und sonstige Nähte geübt, bis der Ausbilder sicher ist, dass Sie ein Prüfungsstück einwandfrei schweißen können. Bei der Prüfung erhalten Sie zwei oder drei Rohlinge, die Sie dann mit den verschiedenen Schweißverfahren verschweißen müssen.
  • Anschließend werden die Prüfungsstücke, je nach Prüfung unterschiedlich, entweder gebrochen, geröntgt oder mit Schall auf Fehler in der Schweißnaht untersucht. Die Ergebnisse erhalten Sie meistens eine Woche später. Bei der theoretischen Prüfung, für einen Schweißerschein, erhalten Sie verschieden Fragebögen mit Fragen, die mehrere richtige oder falsche Antworten vorgeben. Die Fragen beziehen sich auf die fachlichen Kenntnisse, die ein Schweißer besitzen sollte.
  • Außerdem kommen Fragen zur Unfallverhütung und zum Schutz des eigenen Körpers. Allerdings sind die Fragen so gestellt, dass Sie als Stahlbauer keine Schwierigkeiten haben sollten bei der Beantwortung.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die ersten Schweißnähte nicht ganz so gut sind.

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