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Schweißdrüsenabsaugung - Kosten und Nutzen

Eine Schweißdrüsenabsaugung kann vorgenommen werden, wenn Sie übermäßig stark schwitzen und sich dabei in Ihrem Alltag und in Ihrem Empfinden sehr stark beeinträchtigt fühlen. In der Regel übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht, es sei denn, Sie können nachweisen, dass der Eingriff medizinisch notwendig ist. Dies kann unter anderem dann festgestellt werden, wenn Ihre Psyche oder Ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sind.

Eine Schweißdrüsenabsaugung kann übermäßiges Schwitzen eindämmen.
Eine Schweißdrüsenabsaugung kann übermäßiges Schwitzen eindämmen.

Die Schweißdrüsen sind wichtig, weil sie bei der Regulierung der Körpertemperatur helfen. Einige Menschen produzieren Schweiß jedoch im Überfluss. Der Mediziner spricht von Hyperhidrose. Die Schweißdrüsen arbeiten permanent auf Hochtouren. Dieses Phänomen kann einzelne Körperregionen betreffen. Sehr häufig bemerken es die Betroffenen unter den Achseln, an den Händen oder unter den Fußsohlen. Dies wird lokale Hyperhidrose genannt. Produziert der gesamte Körper Schweiß im Übermaß, liegt eine generalisierte Hyperhidrose vor.

Ursachen für die übermäßige Schweißproduktion

  • Vor dem Nachdenken über eine Schweißdrüsenabsaugung steht eine Untersuchung durch den Arzt an. Eine Ursache für die vermehrte Produktion von Achselschweiß kann eine Schilddrüsenüberfunktion sein. Eine erfolgreiche Behandlung dieser Erkrankung kann einer Schweißdrüsenentfernung vorbeugen.
  • Psychischer Stress und Angstzustände können ebenfalls Ursache für starkes Schwitzen sein. Hohe körperliche Anstrengung sorgt ebenfalls für eine sehr hohe Schweißproduktion. Bei dieser Diagnose ist eine Therapie der Ursache hilfreich, um die vermehrte Schweißproduktion zu stoppen.
  • Kann keine Ursache gefunden werden, ist eine Schweißdrüsenabsaugung in Betracht zu ziehen. Der Eingriff ist relativ komplikationslos, die Krankenkasse übernimmt die Kosten jedoch nur in Ausnahmefällen. Wenn Sie unter einer Überproduktion von Schweiß leiden und alle medizinischen Ursachen ausgeschlossen sind, ist die Schweißdrüsenabsaugung eine Alternative.
  • Bei einigen Patienten bringt eine alleinige Absaugung der Schweißdrüsen nicht den gewünschten Erfolg. Ergänzend kann eine Schweißdrüsenentfernung vorgenommen werden. Dabei wird mittels Kürettage eine Entfernung der Schweißdrüsen in den hautnahen Bereichen vorgenommen. Diese werden nicht abgesaugt, sondern nach einem Schnitt ausgeschabt. Ob diese ergänzende Behandlung notwendig ist, entscheidet der Arzt und wird Sie darüber umfassend aufklären.

Die Schweißdrüsenabsaugung als Ausweg

  • Wenden Sie sich für eine Beratung zur Schweißdrüsenabsaugung zunächst an Ihren Hausarzt. In der Regel führen Hautärzte eine solche Operation durch. Ihr Hausarzt kann Sie entsprechend überweisen.
  • Die Durchführung der Schweißdrüsenentfernung erfolgt unter Lokalanästhesie. Mithilfe einer Lösung gelingt es dem operierenden Arzt, die Schweißdrüsen zu lösen. Danach erfolgt die Absaugung. Dazu führt der Arzt mittelgroße Kanülen in die Haut ein. Sie können nach der Operation nach Hause entlassen werden und sind nach zwei bis drei Tagen wieder fit, um Ihren beruflichen Alltag wieder aufzunehmen.
  • Die Operation hinterlässt keine großen sichtbaren Narben. Sie müssen lediglich das Rauchen und den Konsum von Alkohol im Vorfeld einschränken. Als Voruntersuchung reicht ein kleines Blutbild aus. Nach der Operation sind zwei Nachuntersuchungen erforderlich. Eine erfolgt nach zwei Tagen, die zweite nach vier Wochen. Nach diesen relativ kleinen Einschränkungen sind Sie Ihre Beschwerden komplett los.

Die Kosten müssen Sie mitunter selbst tragen

  • In der Regel lehnen die Krankenkassen eine Kostenübernahme für die Schweißdrüsenabsaugung ab. In begründeten Einzelfällen hat es jedoch Bewilligungen für die Behandlungsübernahme gegeben. Eine allgemeingültige Aussage kann zu diesem Thema nicht getroffen werden. Sie sollten Sie sich an Ihren Hausarzt oder an den Berater bei der für Sie zuständigen Krankenkasse werden.
  • Die Kosten für die Operation und die Nachbehandlung liegen in der Regel zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Holen Sie sich verschiedene Angebote ein, um nicht zu viel zu zahlen. In allen größeren Städten gibt es Praxen, die eine solche Operation durchführen.

Neben der bereits beschriebenen Ursachenforschung und der Ausschaltung derselben gibt es Alternativen zu der Operation. Sie können beispielsweise ein spezielles Funktionsunterhemd tragen. Weiterhin könnten Sie es mit einer Iontophorese versuchen. Dabei handelt es sich um eine Behandlung mit schwachem Strom, der mit speziellen Therapiegeräten durch die betreffenden Stellen geleitet wird. Bevor Sie eine Schweißdrüsenabsaugung vornehmen lassen, sollten Sie sich zu den Alternativen beraten lassen. 

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