Es gibt Situationen, in denen andere Fachärzte den Befund Ihres Hausarztes brauchen oder Versicherungen Informationen über Ihren Krankheitsverlauf benötigen. Dann ist eine Schweigepflichtsentbindung vorausgesetzt, damit Ihre vertraulichen Informationen weitergeleitet werden dürfen.

Die Schweigepflichtsentbindung und Ihre Auswirkungen

  • Grundsätzlich gilt zwischen Arzt und Patienten die Schweigepflicht. Dies schützt das besondere Vertrauensverhältnis. Akten müssen ebenso vertraulich behandelt werden. So darf selbst in einer Gemeinschaftspraxis nur der behandelnde Arzt Ihren Krankheitsverlauf kennen und nicht mit anderen darüber reden.
  • Eine Ausnahme zu dieser Verschwiegenheitspflicht ist gegeben, wenn die Vermutung besteht, dass Sie Ihr Leben oder das einer anderen Person gefährden. Dies dient dann wiederrum nur Ihrem eigenen Schutz.
  • Wer sich von einem Facharzt behandeln lässt, muss nicht befürchten, dass die Informationen einfach weitergegeben werden. Dies erfordert eine Schweigepflichtsentbindung von Ihnen.
  • Die Schweigepflicht gilt auch bei Kindern, die älter sind als 16 Jahre. Dies ist immer der Fall, außer der Jugendliche wirkt sehr unreif und kann seine eigene Erkrankung nicht richtig würdigen.
  • Wer die Pflicht aufheben will, für einen bestimmten Zweck, kann sich vorab umfassend ärztlich zu dem Thema beraten und informieren lassen. Dies sollten Sie auch in Anspruch nehmen.

So gelingt die Entbindung

  • Sie können Ihren behandelnden Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden, wenn Sie die Schweigepflichtsentbindung in einem formlosen Brief mitteilen. Wichtig ist, dass das Formular Ihren Namen, Geburtsnamen, Geburtsdatum und Ihre Anschrift enthält.
  • Schreiben Sie zusätzlich in das Formular für welche bestimmte Angelegenheit die Entbindung gilt oder wer informiert werden darf. Wollen Sie das Versorgungsamt, einen Facharzt, eine Behörde oder eine Versicherung informieren, so erwähnen Sie dies explizit.
  • Soll die Entbindung den Zweck haben, Behörden zu informieren, so wird Ihnen sicherlich vorab ein bestimmter Vordruck zugeschickt. Diesen füllen Sie dann einfach aus und überreichen Ihn.
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