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Schwedenrot - die Farbe gelungen einsetzen

Erinnern Sie sich noch an die guten alten Astrid-Lindgren-Romane wie „Wir Kinder von Bullerbü“? An die fröhlich unbeschwerte Kindheit in schwedenroten Holzhäusern mit weißen Fensterrahmen? Ein bisschen heile Kinderwelt können Sie sich auch heute noch mit der Farbe zurückholen. Als Anstrich für’s Gartenhaus macht sie sich ebenso gut wie als Wandfarbe.

Farbe, die an unbeschwerte Kindheit erinnert
Farbe, die an unbeschwerte Kindheit erinnert

Was Sie benötigen:

  • PC/Mac mit Internetzugang

Was ist eigentlich Schwedenrot?

  • Schwedenrot ist eigentlich keine fest definierte Farbe, sondern erstreckt sich über mehrere gedeckte, dunkle Rottöne, die häufig zum Anstrich schwedischer Holzhäuser verwendet wurden. Daher stammt die Ableitung „Schwedenrot“ oder „Schwedisch-Rot“.
  • „Falu Rödfärg“ - bei uns besser als „Faluner Rot“ bekannt - wird häufig als das echte „Schwedenrot“ bezeichnet.
  • Der matte, erdige Rotton ist auch heute noch in vielen skandinavischen Ländern als Fassadenanstrich gefragt.
  • Traditionell wurde für den Farbanstrich Abraum aus den Faluner Kupferbergwerken in Schweden verwendet. Dieser Abraum, der den Farbton bestimmt, enthält jedoch leider giftige und gesundheitsbedenkliche Bestandteile, wie Blei und Aluminium, die durch das Auswaschen durch Regen und Schnee ins Grundwasser gelangen können.
  • Auch beim Bearbeiten der mit „Schwedenrot“ gestrichenen Holzfassaden, beispielsweise durch Sägen, Schleifen oder Bohren, können Bleipartikel aus der Farbe freigesetzt werden, durch Einatmen oder durch die Haut in den Organismus gelangen und zu gesundheitlichen Schäden führen - vor allem bei Kindern.
  • Auch das Entsorgen von Holzteilen, die mit dieser bleihaltigen Farbe gestrichen wurden, ist nicht ganz unproblematisch. Verbrennen sollten Sie solche Holz- und Fassadenteile auf keinen Fall.

Heute gibt es unbedenkliche Alternativen zur „Faluner Farbe“

  • Auch in den skandinavischen Ländern ist das traditionelle „Schwedenrot“ aus Falun heute größtenteils nicht mehr erlaubt. Nur noch die bleifreie Variante der Farbe darf verwendet werden.
  • Bei uns erfreut sich das „Schwedenrot“ so großer Beliebtheit, dass es sogar als Biofarbe angeboten wird. Diese besteht aus einem matten Farbschlamm mit Rotpigmenten, Leinöl, Wasser und Mehl und ist somit gesundheitlich und ökologisch völlig unbedenklich.
  • Die Biovariante der Farbe können Sie beispielsweise online beziehen.

Schwedenrot gelungen einsetzen

  • Die Verarbeitung des „Bio-Schwedenrots“ unterscheidet sich nicht von der Verarbeitung traditioneller Farben - auch der Farbton entspricht dem Original „Faluner Rot“ recht exakt.
  • Die Biofarbe „Schwedisch Rot“ eignet sich besonders gut als Grund- und Schlussanstrich für raue Hölzer - im Innen-, wie auch im Außenbereich.
  • Schwedenrot kann aber durchaus auch als Wandfarbe verwendet werden. Hierbei ist jedoch eine vorherige Grundierung - zumindest, wenn Sie direkt auf Putz streichen wollen - ratsam.

Viel Freude am notalgischen Charme dieser Farbe!

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