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Schwedenplatte - Vor- und Nachteile abwägen

Sie planen einen Neubau und erwägen den Einbau einer Schwedenplatte? Laut Hersteller hat diese nur Vorteile, doch ist das wirklich so?

Die Schwedenplatte: Ein Energiespar-Fundament.
Die Schwedenplatte: Ein Energiespar-Fundament.

Was Sie benötigen:

  • evtl. Architekt oder Statiker

Sie möchten ein Haus bauen, und das soll möglichst schnell gehen und zu einem dauerhaften, energieeffizienten Ergebnis führen? Möglicherweise ist eine sogenannte Schwedenplatte eine Alternative zu einem herkömmlichen Fundament.

Was eine Schwedenplatte ist und was sie „kann“

  • Die Schwedenplatte, auch Betonkernaktivierung genannt, ist eine spezielle Hochenergiespar-Bodenplatte die inklusive Fußbodenheizung, Kalt- und Warmwasserleitungen und Lehrrohren für Elektrokabel, Gas usw., erstellt wird.
  • Bei einem konventionell gegossenen Fundament kann es bis zu 6 Wochen dauern, bis es völlig durchgetrocknet ist und weitergebaut werden kann. Demgegenüber wird die komplette Erstellungszeit einer Schwedenplatte vom Hersteller mit maximal 5 Tagen - inklusive der erforderlichen Erdarbeiten – angegeben.
  • Während auf einer konventionellen Bodenplatte noch ein Estrich aufgetragen werden muss, ist dieser bei der Schwedenplatte aufgrund ihrer besonders glatten und genauen Ausführung der Oberfläche nicht mehr nötig.

Die Energiespar-Bodenplatte kommt aus dem kalten Schweden

  • Die Schwedenplatte hat einen sehr guten U-Wert. Sie wurde in Schweden entwickelt, wo es im Winter kälter ist als in Deutschland. Der U-Wert wird vom Hersteller mit 0,17 angegeben, gegenüber einem U-Wert von 0,50 bei einer konventionellen Bodenplatte.
  • Viele Bauherren schrecken vor den höheren Erstellungskosten zurück. Der Hersteller teilt dazu mit, dass die Schwedenplatte bei Berücksichtigung aller Kosten sogar um bis zu 20% günstiger und dabei energiesparender sei.
  • Bedenken von Architekten oder Bauherren kreisen meist um die Punkte Schallisolierung zur Wand und Probleme beim Auftreten von Undichtheiten innerhalb des im Beton verlegten Leitungssystems. Laut Angaben des Herstellers ist solch ein Fall allerdings noch nie aufgetreten. Sollte es doch durch ungünstige Umstände dazu kommen, könnte das Problem durch Einsatz von Kupplungen behoben werden.

Sie können eine Schwedenplatte übrigens auch unter einem Keller einbauen, sie soll bis zu 2,5 Geschosse tragen können und für jeden Haustyp geeignet sein. Ob Sie für Ihr Bauvorhaben und auf Ihrem Grundstück die ideale Lösung ist, klären Sie am Besten zusammen mit Ihrem Architekten und/oder Statiker.

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