Alle Kategorien
Suche

Schwarzfahren ist keine Straftat - Ordnungswidrigkeiten und die Folgen

Schwarzfahren ist in Deutschland zwar keine Straftat, es steht nichtsdestotrotz in § 265 a StGB unter Strafe. Wurden Sie ohne gültigen Fahrschein erwischt, wird Ihnen das Erschleichen einer Beförderungsleistung vorgeworfen. Diese Ordnungswidrigkeit wird mit verschiedenen Rechtsfolgen geahndet.

Schwarzfahren ist keine Straftat, kann aber trotzdem teuer werden und zu einer Haftstrafe führen.
Schwarzfahren ist keine Straftat, kann aber trotzdem teuer werden und zu einer Haftstrafe führen.

Diese Rechtsfolgen werden für das Schwarzfahren eingeleitet

  • Beachten Sie, Schwarzfahren wird nicht als Straftat, aber als Ordnungswidrigkeit geahndet. Bei einem Bagatelldelikt, bei dem es lediglich um einen Ticketpreis von wenigen Euro geht, wird grundsätzlich nur eine Geldstrafe verhängt.
  • Werden Sie mehrmals ohne gültigen Fahrschein erwischt, kann Ihnen sogar eine Freiheitsstrafe bis zu maximal einem Jahr drohen. Freiheitsstrafe sei nach der Rechtsprechung nicht unangemessen zur Schuld, nur weil es sich um geringe Geldbeträge handele. Der Vorwurf zielt eher auf die Häufigkeit.

Fahren ohne Ticket - Ordnungswidrigkeit, aber keine Straftat

  • Werden Sie ohne gültigen Fahrschein in den öffentlichen Verkehrsmitteln ertappt, so wird Ihnen vorgeworfen, eine Beförderungsleistung zu erschleichen. Das nennt man Schwarzfahren. Ihnen wird keine Straftat, aber eine Ordnungswidrigkeit vorgeworfen. Ordnungswidrigkeiten sind Vergehen auf die weniger als ein Jahr Haftstrafe steht.
  • Der Vorwurf besteht darin, dass Sie mit Ihrem Verhalten, indem Sie in die Bahn gestiegen sind, konkludent ausdrücken, einen gültigen Fahrschein zu besitzen. Sie erhalten im Gegenzug die Beförderungsleistung.
  • Ihnen wird vorgeworfen den Tatbestand des § 265 a Alt. 2 StGB begangen zu haben. Darauf steht eine Geldstrafe oder bis zu ein Jahr Haftstrafe. Zu der Haftstrafe kommt es nur bei wiederholten Verstößen.
  • Jeder, der die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, darf dies nur tun, wenn er einen gültigen Fahrschein hat. Haben Sie eine Monatskarte und führen diese nicht bei sich, können Sie sie nachreichen. Dann entfällt das Bußgeld und Sie müssen nur eine geringe Verwarnungsgebühr bis maximal 5 Euro bezahlen.
  • Bemerken Sie erst nach dem Einsteigen, dass Sie kein Ticket dabeihaben, so steigen Sie sobald wie möglich wieder aus und kaufen eines. Werden Sie vorher vom Kontrolleur angesprochen und bekommen einen Bußgeldbescheid, können Sie sich nicht beschweren. Sie haben den Tatbestand erfüllt.
Teilen: