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Schwarze Orchideen kaufen - das ist zu beachten

Orchideen bekommen Sie in den schönsten Farben. Schwarze Blüten sind äußerst selten und oft nicht so dunkel wie erhofft.

Je nach Licht ist die Blüte rot oder schwarz.
Je nach Licht ist die Blüte rot oder schwarz.

Pflanzen mit schwarzen Blüten 

Die Blüten einer Pflanze sind Fortpflanzungsorgane, genau genommen dienen Sie dem Vermengen von Erbgut. Durch das Verschmelzen von Pollen mit der Samenanlage entstehen Samen mit den genetischen Anlagen beider Elternteile.

Damit der Pollen einer anderen Pflanze den Weg zur Samenzelle findet, locken die Blumen über Duft und Farbe Insekten an. Eine schwarze Blüte ist in der Natur nicht vorgesehen. Sie reflektiert kein Licht und lockt kaum Insekten an.

Seit Jahrhunderten versuchen Züchter, die Natur zu überlisten. Bisher gibt es keine wirklich schwarzen Blüten. Die Orchideenarten Phalaenopsis und Paphiopedilum kommen in sehr dunklen Violetttönen vor, die je nach Lichteinfall schwarz wirken. Die Miltonidium “Bartley Schwarz” besitzt ein kräftiges Dunkelrot. 

Dem Orchideenzüchter Fred Clarke gelang im Jahr 2002 eine Kreuzung, die nahezu schwarz Blätter hervorbringt. Er kreuzte zwei Arten, die bereits Zuchtformen sind, und nicht in der Natur vorkommen. Dieser Hybrid ist unter dem Namen ​Fredclarkeara After Dark im Handel.

Kaufen der besonderen Züchtung

Ob ein Nachkomme der Fredclarkeara grundsätzlich schwarz blüht, ist nicht erwiesen. Sie sollten zur Sicherheit eine bereits blühende Pflanze kaufen. 

Betrachten Sie diese im hellen Sonnenlicht, um die Farbe zu beurteilen. Ein dunkelroter Schimmer ist normal. Die Farbe sollte an Schwarz mit einem leichten Stich ins Rote erinnern. Achten Sie darauf, dass die Pflanze insgesamt einen kräftigen Eindruck macht und keine schwarzen oder braunen Wurzeln zeigt.

Ein guter Händler bietet Orchideen in transparenten Containern an. Diese haben im Gegensatz zu Töpfen einen hochgezogenen Boden. Wasser läuft aus diesen Gefäßen ab und an die Wurzeln kommt genügend Luft. Lassen Sie die Pflanze in dem durchsichtigen Gefäß. So erkennen Sie an der Farbe der Wurzel, ob Sie gießen müssen.

Pflege der Orchideen

Da es verschiedene Sorten schwarzer Orchideen gibt, müssen Sie je nach Art Unterschiedliches beachten. Die Fredclarkeara braucht beispielsweise eine Ruhephase, Phalaenopsis benötigen diese dagegen nicht. Folgende Checkliste ist bei allen Orchideen nützlich:

  • Einen transparenten Orchideentopf, besser einen Container verwenden.
  • In Rindensubstrat einsetzen.
  • An einen halbschattigen hellen Platz stellen.
  • Wenn die Wurzeln grau werden oder Erde völlig trocken ist, Topf ins Wasser tauchen.
  • Wenn die Wurzeln wieder grün sind, beziehungsweise die Erde durchnässt ist, aus dem Wasser herausnehmen. 
  • Luftwurzeln jeden zweiten Tag mit Wasser besprühen.
  • Nur während der Wachstumsphasen düngen.
  • Ausschließlich Orchideendünger verwenden.
  • Nicht kühler als bei 10 Grad aufstellen.
  • Auf Schädlinge wie Schildläuse achten.
  • Bei Befall Nützlinge wie Schlupfwespen einsetzen.

Eine schwarze Orchidee ist nicht nur selten, sondern auch recht teuer. Die Pflanzen kosten zwischen 50 und 100 Euro. Kaufen Sie am besten bei einem Züchter und lassen Sie sich beraten.

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