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Schwarze Orchidee - Hinweise zur richtigen Pflege

Ob nun als Schnittblume in Blumensträußen oder als Deko im eigenen Wohnzimmer - eine Orchidee macht sich immer gut und zählt zu den beliebtesten Blumen der Welt. Man bekommt sie in beinahe allen Farben und als wohl exotischste gilt die Schwarze Orchidee, deren Blütenschattierung vom allertiefsten Schwarz bis hin zu einem gräulich glänzenden Farbton reicht. Doch was müssen Sie als Orchideenbesitzer speziell bei der Pflege der Schwarzen Orchidee beachten?

Die Schwarzen Orchidee braucht anspruchsvolle Pflege.
Die Schwarzen Orchidee braucht anspruchsvolle Pflege.

So pflegen Sie Schwarze Orchideen

Zunächst sollten Sie eine Orchidee schon vorm Kauf gründlichst auf Parasiten oder andere Schädlinge untersuchen, weil die exotische Blume dafür extrem anfällig ist. Sehen Sie lieber zweimal hin, denn Schädlinge sind meist schwarz und somit auf den dunklen Blättern der Pflanze kaum zu erkennen. Vorsorgen können Sie zudem, indem Sie Orchideen niemals bei unprofessionell wirkenden Händlern einkaufen - Ihren Orchideenverkäufer sollte durchaus eine gewisse Seriosität auszeichnen. Unseriöse Händler ignorieren nicht nur Parasiten auf den Blumen, sondern färben die Blätter von Orchideen teilweise schwarz, um eine Verkaufssteigerung zu erwirken.

  • Kaufen Sie zudem am besten schon ausgewachsene Orchideen. Miniorchideen sehen zwar nett aus und brauchen kaum Platz, sind in ihrer Pflege jedoch deutlich aufwendiger als ausgewachsene und kaum groß zu kriegen. Wer in der Pflege von Pflanzen nicht mit dem grünen Daumen gesegnet ist, wird kleine Orchideen wohl nicht einmal über den ersten Monat bringen und so eine nicht unbeachtliche Summe Geld verschwendet haben
  • Grundsätzlich reagieren alle Orchideenarten recht empfindlich auf Kälte und Zugluft. Idealerweise sollten sie sich tagsüber in einem Zimmer zwischen 18 und 25 °C befinden.
  • Außerdem sollten Sie wissen, dass Orchideen, die nicht mehr blühen wollten, oft einfach nur an die Luft müssen. So rät es sich die Pflanze von Zeit zu Zeit auf "Frischluftferien" auf den Balkon zu schicken, solange es die Temperaturen zulassen. Nachts sollten Sie auf den für die Orchidee nötigen Temperaturabfall um 5 °C achten. Im Winter und damit in der Zeit des geringsten Lichtangebotes und der Ruheperioden, sollten die Temperaturen circa 2 °C niedriger liegen.
  • Noch viel wichtiger als die exakte Temperaturabgrenzung ist die Luftfeuchtigkeit. Die Mindestwerte für Orchideen liegen bei etwa 70 % relativer Luftfeuchte und werden von uns als Menschen als gewohnt eingestuft. Dennoch reicht eine solche Luftfeuchtigkeit nicht für jede Art - empfindlichere Orchideensorten wie die Schwarze Orchidee sollten am besten in einem entsprechenden Mikroklima gezogen werden, das durch Blumenfenster oder Fensterbankkultur erreicht werden kann.
  • Außerdem brauchen Orchideen wie oben kurz erwähnt generell Luftzirkulation und Luftaustausch. Weil Zugluft jedoch vermieden werden sollte, werden sie oft in Pflanzenvitrinen oder geschlossenen Blumenfenstern und Kleingewächshäusern gezogen, die mit kleinen Ventilatoren ausgestattet sind, um die nötige Luftzirkulation zu erreichen. Dabei muss die Luft frei von Tabakrauch und Ethylen sein, weil das Wachstum der Pflanze wie auch die Blühdauer dadurch verringert werden können.
  • Vor allem kleiner gewachsene Schwarze Orchideen sind zudem ausgesprochen anfällig für Pflanzenkrankheiten, sodass schon der kleinste Fehler in Pflege und Schädlingsbekämpfung ausreicht, um sie zugrunde zu richten. Die ausgewachsenen Pflanzen dagegen sind robuster und auch durch Schädlingsbefall nicht so schnell zu vernichten.
  • Überprüfen Sie die Schwarze Orchidee dennoch regelmäßig auf Parasitenbefall, um im Zweifelsfall rechtezeitig dagegen vorgehen zu können. Bei der Schädlingsbekämpfung selbst lassen Sie sich am besten von einem Orchideenzüchter in Ihrem Umkreis beraten.
  • Daneben sind auch beim Gießen und Düngen der Pflanze noch einige grundlegende Regeln zu beachten. Als Gießwasser scheint sauberes Regenwasser am besten geeignet, weil das Wasser für Orchideen immer möglichst weich sowie schwach sauer und dazu möglichst temperiert und chlorfrei sein sollte. Gießen Sie die Pflanze niemals abends und bespritzen Sie Ihre Blüten oder Knospen möglichst nicht mit Wasser. Gießen Sie lieber weniger als zu viel oder tauchen Sie die Orchideen einfach von Zeit zu Zeit, anstatt Gefahr zu laufen, sie zu übergießen.
  • Von Mai bis September, also in ihrer Wachstumsperiode, sollten Sie das Gießen steigern, in den darauf folgenden Monaten wieder absenken, zudem sollte das Düngen ausschließlich in diesem Zeitraum vorgenommen werden. Am geeignetsten scheint hier ein speziell für Orchideen hergestelltes Pflanzensubstrat - auch hier können Sie sich an den Orchideenhändler wenden.

Sie sehen also, die Pflege und Aufzucht der Schwarzen Orchidee ist nichts für Anfänger und gelingt sogar Profis nicht immer. Als letzten Tipp merken Sie sich: Die Orchidee ist eine Pflanze, die gerne Gesellschaft hat. Auch wenn es sich komisch anhört - sie wird eher wachsen und gedeihen, wenn Sie sie in einer Pflanzenkultur halten und sie so Freunde um sich hat.

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