Der Schwangerschaftstest hat "positiv" angesprochen, Sie sind aber im Zweifel ob Sie die Schwangerschaft in diesem frühen Stadium Ihrem Arbeitsgeber schon mitteilen sollen. Tatsächlich gibt es Argumente dafür und dagegen.
- 28.02.2011 Dr. Hannelore Dittmar-Ilgen
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- Zeit, die Vor- und Nachteile zu bedenken
Positiver Schwangerschaftstest - das sollten Sie bedenken
- Heute ist es möglich, mit einem Schwangerschaftstest schon in einem relativ frühen Stadium das Vorliegen einer Schwangerschaft zu testen und so (zunächst einmal für sich selbst) Sicherheit zu gewinnen.
- Auch wenn viele Arbeitsverträge es vorschreiben, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft natürlich nicht sofort mitteilen, Sie können in Ruhe erst einmal abwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Rein theoretisch sind Sie ja nicht ständig verpflichtet, bei Ausbleiben der Regelblutung einen Schwangerschaftstest durchzuführen.
- Allerdings kann es von Vorteil sein, trotz Bedenken (Benachteiligung, abfällige Bemerkungen... die Liste ist je nach Beruf oft endlos) dem Arbeitgeber die Schwangerschaft schon so bald wie möglich mitzuteilen. Zu einem bietet eine Schwangerschaft einen gewissen Kündigungs- und Mutterschutz, den Sie in Anspruch nehmen sollten. Das Vorliegen der Schwangerschaft können Sie ihm allerdings auch noch nach erfolgter Kündigung mitteilen.
- Und zum anderen kann Ihnen Ihr Arbeitgeber von nun an manche schweren körperlichen Arbeiten nicht mehr übergeben. Dies betrifft nicht nur das Kistenschleppen in manchen Betrieben, sondern teilweise auch unzumutbar weite Wege bzw. Arbeiten, die ständig in gebückter oder stehender Haltung durchgeführt werden müssen. Sie haben so Anspruch auf Pausen, in denen Sie sich setzen können. Machen Sie sich auf jeden Fall (beispielsweise beim Betriebsrat oder im Internet) kundig, welche Ansprüche Sie gerade in Ihrem Beruf haben.
- Neben den befürchteten beruflichen Nachteilen, die Sie durch die Schwangerschaft haben könnten, könnte es jedoch auch noch andere, mehr persönliche Gründe geben, die Schwangerschaft zumindest noch einige Zeit geheim zu halten. Etliche Schwangerschaften enden schon in den ersten Wochen durch eine Fehlgeburt. In früheren Jahren wussten oft die Frauen in diesem Fall selbst nicht, dass sie schwanger waren. Wenn Sie also nicht wollen, dass in solch einem Fall der Arbeitgeber (und die Kollegen) von der Schwangerschaft und der Fehlgeburt erfahren, sollten Sie durchaus noch die ersten kritischen Wochen und auch die ersten Besuche beim Frauenarzt abwarten. Lassen Sie sich in diesem Fall von dem Frauenarzt erst dann bestätigen, dass Sie schwanger sind. Ein allgemeiner Rat kann man hier natürlich nicht erteilen, da dies stark von der beruflichen Situation und von der Einstellung des Arbeitgebers abhängt.