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Schutzgasschweißen - Anleitung für das Verschweißen einer Stahlkonstruktion

Schutzgasschweißen ist nicht nur etwas für Profis. Mit einer Anleitung gelingt es auch Anfängern, eine Stahlkonstruktion zu schweißen.

Mit einer Anleitung gelingt das Schutzgasschweißen
Mit einer Anleitung gelingt das Schutzgasschweißen

Was Sie benötigen:

  • Schweißschild
  • Arbeitshandschuhe
  • Metallwerkbank

Schutzgasschweißen ist gar nicht so schwer, wie Sie vielleicht denken. Es ist auf jeden Fall einfacher, als mit Elektroden zu schweißen. Mit einer Anleitung werden Ihnen schon bald saubere und vor allem haltbare Schweißnähte gelingen.

Eine Anleitung zum Schutzgasschweißen

  1. Zum Schutzgasschweißen benötigen Sie auf jeden Fall einen Schweißschild mit einem dunklen Glas. Die entstehenden Strahlen sind sehr intensiv und können sowohl die Augen als auch die Haut schädigen.
  2. Die Werkstücke, die Sie mit einer Schweißnaht verbinden möchten, müssen Sie zunächst auf eine feuerfeste Unterlage fixieren. Dazu eignet sich eine Werkbank aus Metall hervorragend. Eine Metallwerkbank hat zudem noch den Vorteil, dass Sie die Masseklemme nicht an das Werkstück klemmen müssen, sondern Sie können sie einfach an die Werkbank klemmen.
  3. Dann schalten Sie das Schutzgasschweißgerät ein und drehen an der Gasflasche den Hahn auf.
  4. Den Brenner halten Sie dann in einem Abstand von ungefähr 5 mm und in einem Winkel von 45 Grad an den Anfang der geplanten Schweißnaht. Sobald Sie den Schalter betätigen, entsteht ein Lichtbogen und der Schweißvorgang beginnt.
  5. Den Brenner müssen Sie dann gleichmäßig entlang der Naht führen. Um die Schweißnaht etwas zu verbreitern, sollten Sie dabei eine pendelnde Bewegung ausführen.
  6. Beim Schutzgasschweißen müssen Sie die Schweißstromstärke und den Drahtvorschub einstellen. Welche Einstellungen Sie an Ihrem Gerät vornehmen können, erfahren Sie in der Anleitung zum Gerät.
  7. Als Faustregel gilt aber, dass Sie die Schweißstromstärke bei dickeren Werkstücken erhöhen müssen. Um 10 mm dicke Baustähle zu verschweißen, reicht eine Schweißstromstärke von etwa 180 Ampere. 3 mm dicke Werkstücke können Sie bereits mit 125 Ampere verschweißen.
  8. Falls Sie bei sehr dünnen Werkstücken einen zu hohen Schweißstrom einstellen, brennen bei der Arbeit Löcher ins Material. Dagegen führt ein zu geringer Schweißstrom bei dicken Werkstücken zu einer unsicheren Verbindung.

Eine Anleitung zum Schutzgasschweißen kann natürlich keine praktische Erfahrung ersetzen. Deshalb sollten Sie das Schweißen mit einem Schutzgasschweißgerät zunächst an Werkstücken üben, die Sie nicht mehr gebrauchen. Schon nach einer kurzen Übungsphase werden Sie in der Lage sein, haltbare Nähte zu schweißen.

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