Viele Hundebesitzer kennen das. Sie bürsten ihren Vierbeiner und stellen dabei fest: Der Hund hat Schuppen! Bei Menschen kommen sie oft vor und will man der Werbung glauben, braucht man nur das richtige Shampoo. Gilt das auch für die Fellpflege bei Hunden? Nein, aber die richtige Fellpflege ist nicht kompliziert.
- 05.10.2010 Christine Weisbach
So erkennen Sie beim Hund die unterschiedlichen Schuppenarten
- Es gibt die weißen, trockenen Schuppen, die sich lose zwischen den Haaren befinden. Dieser Befund wird „trockene Seborrhoe“ genannt. Hier liegt meist nur trockene Haut als Ursache vor.
- Große, gelbliche und festhaftenden Schuppen auf dem Fell sind ein Zeichen einer „öligen Seborrhoe“. Hier produzieren die Talgdrüsen neben den Haarwurzeln zu viel Talg.
So behandeln Sie das Fell bei Schuppenbefall richtig
- Bei trockener Haut können Futtermittelzusätze mit essentiellen Fettsäuren Abhilfe schaffen.
- Regelmäßiges Bürsten mit einer speziellen Hundebürste massiert die Haut und trägt die Schuppen ab. Vorsicht, nicht stark aufdrücken, die Haut des Hundes kann sonst sehr schnell rot werden und sich dann, in Folge, entzünden.
- Einige Hunderassen haben eine Tendenz zu öligen Schuppen und einer generell erhöhten Talgproduktion. Hier kann ein Bad mit speziellem Hundepflegeshampoo helfen.
- Ein Hundefrisör kann Ihnen die nötigen Pflegeprodukte besorgen. Ein der Hunderasse entsprechender Fellschnitt kann zudem die Pflege sehr erleichtern. Schuppiges Fell neigt zur Knotenbildung und unschönen Verklebungen des Fells.
- Sollten die Schuppen nach dieser Behandlung nicht langsam verschwinden, kann auch eine allergische Hauterkrankung oder Hautreaktion auf eine Krankheit vorliegen. Hier sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.
- Ein sicheres Anzeichen für einen Hautpilz ist, außer den Schuppen, auch der Geruch. Bedenklich sind auch kahle Flecken und juckende Hautstellen. Auch hier ist es besser die Ursache vom Tierarzt abklären zu lassen.