Schulwechsel bei Mobbing - so unterstützen Sie Ihr Kind

Mobbing passiert auch in der Schule. Mobbing passiert auch in der Schule.
Mobbing ist leider auch unter Schülerinnen und Schülern verbreitet. Wenn Ihr Kind in der Schule zum Mobbingopfer wird, kann im Extremfall sogar ein Schulwechsel in Frage kommen. Dabei sollten Sie Ihr Kind nach Kräften unterstützen, denn eine solche Situation kann für Kinder sehr belastend sein.
Anna Schmidt
09.06.2011 Anna Schmidt

Kinder können aus unterschiedlichen Gründen in der Schule zu Mobbingopfern werden. Wenn sich die Situation vor Ort nicht ändern lässt, sollten Sie ernsthaft über einen Schulwechsel nachdenken.

Den Schulwechsel vorbereiten

  • Manche Kinder und Jugendliche, die Opfer von Mobbing in der Schule werden, verschließen sich eher, als dass sie über die Situation reden. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Kind nicht gerne zur Schule geht und lieber Ausreden erfindet, die es am Schulbesuch hindern, sollten Sie genau nachfragen, woran das liegen könnte. Vielleicht ist dann ein Schulwechsel angeraten.  
  • Ein Schulwechsel im laufenden Schuljahr ist in der Regel schwieriger als nach den Sommerferien. Wenn es die Situation zulässt, sollten Sie den Schulwechsel für Ihr Kind daher für den Beginn des nächsten Schuljahres oder auch Schulhalbjahres planen.
  • Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, welche Schule als Alternative infrage kommt. Sicherlich wird dabei die Entfernung vom Wohnort eine Rolle spielen, doch Sie sollten auch überlegen, ob für Ihr Kind nicht auch eine andere Schulform geeigneter sein kann.
  • Vielleicht würde sich Ihr Kind auf einer Waldorfschule wohler fühlen, der ein völlig anderes pädagogisches Konzept zugrunde liegt als den öffentlichen Schulen.

Dem Kind bei Mobbing ausreichend Gehör schenken

  • Eine Mobbingsituation kann für Kinder eine sehr große emotionale und seelische Belastung darstellen. Sie sollten daher alles tun, um Ihr Kind in einer solchen Situation zu unterstützen.
  • Geben Sie Ihrem Kind vor allem nicht das Gefühl, dass es an der Situation selbst schuld ist und diese daher einfach ändern könnte. Als Mobbingopfer wird sich Ihr Kind in seiner Klasse bzw. Schule völlig isoliert fühlen, gerade dann, wenn auch die Lehrer nicht aufmerksam genug auf die Situation reagieren.
  • Schenken Sie Ihrem Kind daher ausreichend Gehör und stellen Sie seine Darstellung nicht infrage. Relativieren Sie sie vor allem nicht mit Sätzen wie "Das ist doch alles gar nicht so schlimm."
  • Je nachdem wie alt Ihr Kind ist, sollten Sie es am ersten Schultag in der neuen Schule auch dorthin begleiten.

Mobbing ist kein Kavaliersdelikt, sondern bedeutet für die Betroffenen oft eine ausweglos erscheinende Situation. Wenn Sie Ihr Kind wegen Mobbings von der Schule nehmen, sollte der Wechsel in eine andere Schule gut vorbereitet sein.  

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