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Schulnoten ausrechnen - so berücksichtigen Sie unterschiedliche Gewichtungen

Schulnoten lassen sich auch bei unterschiedlichen Gewichtungen einzelner Leistungsnachweise nach mathematischen Regeln ausrechnen.

Eine Zeugnisnote sollte stimmig sein.
Eine Zeugnisnote sollte stimmig sein. © Wilhelmine_Wulff / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Papier und Bleistift
  • oder Taschenrechner

Schulnoten - unterschiedliche Gewichtungen fließen ein

  • In eine halbjährliche (oder jährliche) Gesamtnote fließen immer mehrere Leistungsnachweise ein. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um schriftliche Arbeiten bzw. Klausuren, mündliche Leistungen, Referate, Facharbeiten, Tests usw.
  • Wichtig ist zunächst für jeden Schüler (und natürlich auch für die Eltern), mit welcher Gewichtung all diese Leistungsnachweise in die Endnote einfließen.
  • Achten Sie also darauf, dass der entsprechende Fachlehrer seine Notenfindung - wenn dies nicht schon vom Kultusministerium gesetzlich geregelt ist - am Anfang des Schuljahres bzw. des Kurses mitteilt. Eine alleinige Notenfindung nur aus schriftlichen Arbeiten ist übrigens nicht erlaubt. Die mündliche Mitarbeit muss immer angemessen einfließen. Was unter "angemessen" zu verstehen ist, ist allerdings schon oft Streitpunkt gewesen.
  • In der Mittelstufe setzt sich die Note meist zu (fast) gleichen Teilen aus der mündlichen Mitarbeit und den schriftlichen Arbeiten zusammen.
  • In der Oberstufe kann die Gewichtung ganz anders aussehen. So können beispielsweise die beiden Halbjahresklausuren 40 % der Endnote betragen, die mündliche Leistung 30 % und ein Referat sowie ein Test können zu je 15 % in die Endnote einfließen. Hier ist das Ausrechnen der Schulnoten komplizierter (siehe unten).

Endnote ausrechnen - Beispiel für die Gewichtung

  1. Zunächst berechnen Sie den einfachen Fall, dass die mündliche Mitarbeit und die schriftlichen Arbeiten zu 40 % bzw. 60 % in die Endnote einfließen. 
  2. Liegen mehrere schriftliche Arbeiten bzw. mündliche Noten vor, so müssen Sie zunächst aus diesen den Mittelwert bilden. Angenommen, es liegen die Noten 3, 4, 1 und 3 als schriftliche Arbeiten vor, dann ist die (durchschnittliche) Note der schriftlichen Leistung zu berechnen (3+4+1+3):4 = 11:4 = 2,75. Diese Note müssen Sie mit 60 % gewichten.
  3. Die mündliche Leistung des entsprechenden Schülers wurde (etwas lasch) als um die "3" liegend bezeichnet. Hier haben Sie also 3 anzusetzen, eine Note, die mit 40 % gewichtet werden muss.
  4. Die Endnote berechnet sich (rein formal) zu: (2,75 x 60 + 3 x 40):100 = 2,85. Sie müssen durch 100 teilen, da die Gesamtgewichtung 100 % beträgt. In diesem Fall ist (aufgerundet) mit einer "3" als Endnote zu rechnen. 
  5. Hat man eine Schulnote aus mehreren Gewichtungen zu berechnen, ist jede der einzelnen Leistungsnoten dann mit der entsprechenden Prozentzahl zu multiplizieren. Auch in diesem Fall teilen Sie durch 100. Achten Sie vor der Rechnung jedoch darauf, dass die Summe der Gewichtungen auch wirklich 100 % beträgt.

Auch wenn sich Schulnoten nach diesen Regeln formal mathematisch ausrechnen lassen - das letzte Wort hat der Lehrer, der "pädagogisch" entscheiden kann. Sie sollten derartige Berechnungen also lediglich als Orientierung benutzen. Sollte die Endnote jedoch grob von dieser Berechnung abweichen, ist Nachfragen durchaus sinnvoll.

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