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Schulfreier Samstag - seit wann?

Ein schulfreier Samstag ist für die deutschen Schulen, Berufsschulen und Universitäten in der Regel selbstverständlich. Dies war jedoch nicht immer so. Viele Erwachsene erinnern sich noch daran, dass sie auch am Sonnabend zur Schule gehen mussten.

Schüler an deutschen Schulen haben in der Regel am Sonnabend frei.
Schüler an deutschen Schulen haben in der Regel am Sonnabend frei.

Dass am Samstag keine Schule stattfindet, kennen die meisten Kinder und Jugendlichen gar nicht anders. Dies war jedoch nicht immer so. Wer in der ehemaligen DDR zur Schule ging, musste an jedem Sonnabend zur Schule gehen. Der Unterricht dauerte vier oder fünf Stunden. Dafür gab es mehr Ferien. Auch in den alten Bundesländern kannte man den Schulunterricht am Sonnabend. Dort wurde er allerdings schon viel früher abgeschafft.

Ein schulfreier Sonnabend war für viele Schülergenerationen nicht selbstverständlich

  • Ein schulfreier Samstag, wie er heute an den meisten Schulen die Regel ist, war für viele Schüler, die heute längst erwachsen sind, nicht selbstverständlich. In der ehemaligen DDR kannten die Schüler überhaupt keinen Sonnabend, der frei war. Sie mussten ebenso früh aufstehen wie an den anderen Wochentagen, nicht nur in der Schule, sondern auch in der Berufsausbildung. Dafür gab es acht Wochen Sommerferien, zwei Wochen Herbst- und Weihnachtsferien, drei Wochen Winterferien und eine Woche Frühlingsferien, sodass die Anzahl der Tage, in der die Kinder und Jugendlichen in die Schule gehen mussten, aufs Jahr hin ausgeglichen war.
  • In den alten Bundesländern war jeder zweite Sonnabend ein schulfreier Samstag. Dies wurde im Jahre 1973 geändert. Es gab jedoch Schulen, die dieses System bis zur Wende beibehielten.

Am Samstag gab es verkürzten Unterricht

  • Sowohl in der ehemaligen DDR als auch in den alten Bundesländern gab es an den Sonnabenden verkürzten Unterricht. Dauerte dieser in den oberen Klassen sechs bis acht Stunden am Tag, wurden am Sonnabend nur drei bis fünf Stunden gegeben.
  • Der Sonnabendunterricht war Pflicht, wer nicht erschien, brauchte eine Entschuldigung oder eine Krankschreibung. Für Familien mit Kindern, aber auch für die Lehrer bedeutete dies eine Einschränkung im Privatleben. Auch aus diesem Grund wurde der Sonnabendunterricht abgeschafft.

Seit der Wiedervereinigung im Jahre 1990 wurde der schulfreie Samstag in allen Bundesländern eingeführt. Da das Schulsystem jedoch den Bestimmungen der einzelnen Länder unterliegt, kann es sein, dass Schulen vereinzelt auch an Sonnabenden unterrichten. Die Regel ist dies jedoch nicht.

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