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Schufa: Löschungsfristen - Hinweise

Der Firmennamen SCHUFA steht für ein bekanntes privatwirtschaftliches Unternehmen, welches Daten über die Kreditwürdigkeit von Personen sammelt. Kreditinstitute und andere Firmen erhalten aufbereitete Informationen zur Nutzung. Gesammelte Daten dürfen nicht ewig gespeichert werden, denn sie unterliegen gesetzlichen Löschungsfristen.

Ein Negativeintrag bei der SCHUFA bedeutet oft Verzicht auf Kreditkarte.
Ein Negativeintrag bei der SCHUFA bedeutet oft Verzicht auf Kreditkarte.

Es leuchtet ein, dass sich Banken und Wirtschaft vor Betrügern und weiteren unliebsamen Überraschungen absichern möchten. Wenn Sie jemandem Geld leihen oder etwas auf Raten verkaufen, möchten Sie weitgehend sicher sein, dass alles vertragsgemäß abläuft. Mit einer als unzuverlässig bekannten Person macht man keine Geschäfte.

SCHUFA - Daten privater Bürger sammeln und verarbeiten

Die SCHUFA übernimmt für eine Vielzahl von Kreditinstituten, Mobilfunkanbietern und Handelsunternehmen die Beurteilung der Kreditwürdigkeit anhand der erfassten positiven und negativen Merkmale.

  • Ein negativer Eintrag hat für Betroffene Folgen, zum Beispiel Ablehnung von Kreditantrag, Ratenzahlung oder Handyvertrag. Wenn ein Vermieter auf eine Auskunft besteht, bleibt die neue Wohnung erst einmal ein Traum. Außerdem dürfen bestimmte berufliche Tätigkeiten nicht ausgeübt werden.
  • Eine derartige negative Situation muss ja nicht auf ewig so bestehen bleiben. Haben Sie Ihre Finanzen in Ordnung gebracht, müssen Negativeinträge gelöscht werden.
  • Das Löschen von SCHUFA-Einträgen unterliegt bestimmten Löschungsfristen. Es gibt vom Gesetzgeber benannte zeitliche Vorgaben. Weiterhin ist eine Reihe von Ausnahmen zwecks einer vorfristigen Löschung möglich. Falsche Eintragungen müssen sofort entfernt werden.

Löschungsfristen - Speicherdauer gibt Gesetz vor

  • Seit der Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes (März 2010) haben Sie Anspruch auf eine kostenlose SCHUFA-Auskunft (Datenübersicht) pro Jahr. Dort lesen Sie unter anderem die gespeicherten personenbezogenen Daten, Ihren Score-Wert und wer diese Daten mitgeteilt hat. Für 18,50 Euro erhalten Sie übrigens einen unbefristeten Onlinezugang. Ein mehrmaliger Abruf der Daten ist somit möglich.
  • Der Umgang  und die Dauer der Speicherung personenbezogener Informationen bestimmen gesetzliche Regelungen. Die Daten werden nach Ablauf entsprechender Speicherfristen automatisch gelöscht. Bei geringen Schuldbeträgen oder bei Vorliegen eines entsprechenden Gerichtsbeschlusses gibt es die Möglichkeit, Löschungsfristen zu verkürzen. Werden Giro- und Kreditkartenkonten aufgelöst, müssen Einträge sofort gelöscht werden. Hier gibt es keine extra Frist.
  • Eine Löschung der Einträge zu Zahlungsausfällen (titulierte Forderungen) kommt erst nach Erledigung infrage. Nach erfolgter Rückzahlung rechnen Sie laufendes Jahr zuzüglich weiterer drei Jahre zum Jahresende. Eine Eidesstattliche Versicherung bleibt ebenfalls drei Jahre eingetragen.
  • Ein abgeschlossenes privates Insolvenzverfahren bedeutet  nicht gleichzeitig, wieder eine weiße Weste zu haben. Erst nach weiteren drei Jahren verschwinden die Daten aus der SCHUFA-Sammlung.

Die SCHUFA macht natürlich auch Fehler. Bei Unklarheiten (nicht gelöschte oder gar falsche Einträge) wenden Sie sich an das Unternehmen, bei Problemen an den zuständigen Ombudsmann. Das gilt auch für eventuelle Verstöße gegen § 28a Bundesdatenschutzgesetz (nicht zulässige Weiterleitung von Daten). 

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